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Mann aus linksradikalen Szene stellt 22-Jährige bloß – Vergleich mit Sophie Scholl hinkt

22-Jährige fühlt sich wie Sophie Scholl

Leider kam es zu diesen unschönen Videoaufnahmen, bei denen ein Mann – als Ordner getarnt – auf das Mädchen zugeht und zu ihr sagt „Für so einen Scheiß mach ich doch keinen Ordner mehr“.
Die Rednerin hatte nach dem Vorfall unter Tränen die Bühne verlassen, kehrte jedoch wenig später zurück.
Auch ihren Scholl-Vergleich wiederholte sie. Sophie Scholl wurde 1943 wegen ihres Widerstandes gegen das NS-Regime hingerichtet.

Auch ich finde, dass dieser Vergleich unangebracht ist – Filme können nur in Ansätzen nachstellen was Menschen in dieser Zeit erlebt haben müssen. Das Empfinden des jungen Mädchens möchte ich aber nicht abstreiten. Dass sich viele in unserer Zeit nur mit dem Begriff der „Widerstandskämpferin“ auseinandersetzen zeigt dieser Vorfall einmal mehr, denn dieser Begriff hatte zu dieser Zeit noch eine ganz andere Bedeutung.
Vielleicht wäre es besser gewesen die Rede vorab zu prüfen!
Hier der Artikel im Focus.


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7 Antworten auf „Mann aus linksradikalen Szene stellt 22-Jährige bloß – Vergleich mit Sophie Scholl hinkt“

Sich mit Sophie Scholl zu identifizieren ist eine wunderbare Idee den Namen, der Geschwister Scholl ,lebendig in unserem Bewusstsein zu erhalten. Ich bin 1942 inBerlin geboren! Die Geschwister Scholl wurden 1943 in der Hitler- Diktatur hingerichtet! Für immer gegen jede Diktatur! Bitte, lassen Sie sich NIE entmutigen! Wie ich mich erinnere fielen die Geschwister einem Denunzianten zum Opfer !

Besser alle vergleichen sich mit den Geschwistern Scholl,
und nehmen diese als Vorbild, als irgendwelche Helden.

Was hätten die Abwatscher zu den Geschwistern gesagt als sie angefangen hatte sich zu wehren?
Als sie noch keine toten Helden waren?
Da wären sie wohl auch abgewatscht worden……

Ich bin ob dieser grundsätzlichen und ideologischen und unfreien Diskussionen die sich in diesen Zeiten breit macht stark verunsichert! Ich habe in meinem 60 jährigen Leben an vielen Demonstrationen und Protesten teilgenommen. Aber (fast) immer respektvoll. Dem Andersdenkenden zuhören war eine Selbstverständlichkeit.
Garantiert war die Angepasstheit, vielleicht auch eine gewisse Loyalität den staatlichen Organen ggü. zu sehr ausgeprägt. Und ich hatte 60 Jahre lang ein absolut freies Leben. Dafür bin ich sehr dankbar.
Was ich allerdings niemals in dieser Zeit erlebt habe, ist, die Kleingläubigkeit und das sich verlassen auf das Internet. Bestimmt sind viele Dinge und Maßnahmen nicht korrekt oder weniger wirkungsvoll (Maske etc.). Aber zu leugnen das wir ein (Virus-)Problem haben und unser relativ gute Gesundheitssystem an seine Grenzen kommt, da die neuen Kranken logischerweise ebenfalls und viel länger die Intensivbetten belegen und sich alle die knappe Kapazität teilen müssen, erschließt sich mir nicht. Logik war früher, heute ist fake news und so viele fallen drauf rein.
Und:
Wenn man das Privileg hat in einer solchen Gesellschaft aufgewachsen zu sein hat man kein Recht auf Pessimismus. Mein Normativ!
Es ist ja nicht nichts wenn man zu einer Altersgruppe, zu einer Generation, zu einer gesellschaftlichen Entwicklung gehört, die den höchsten Freiheits-und Lebensstandard der Menschheitsgeschichte mit sich gebracht. Das sollte man mal würdigen.
Und bei aller Kritik, die muss Politik immer aushalten und als eher linksliberaler, bedanke ich mich bei dieser Politik und den Kräften die bisher die Waage gehalten haben. Ich bin tendenziell zufrieden. Nur mit dem Umgang mit dem wirklichen und echten Problem, dem Klimawandel, bin ich nicht einverstanden und werde mich darum engagieren. Habe ja letztendlich den Mist mit zu verantworten.

Hallo Herr Hermann,
niemand hier bestreitet, dass das Gesundheitssystem an seine Grenzen kommt. Übrigens, das kommt es schon seit Jahren, da es konsequent heruntergewirtschaftet wurde, siehe z.B. das Video der öffentlich-rechtlichen Medien hier.
Und es ist wirklich schön, dass Sie das Privileg hatten, in solch einer Gesellschaft groß zu werden, allerdings verspielen Sie aktuell vermutlich Ihren Enkeln eben genau dieselbe Chance. Aktuell haben wir in Deutschland eine ca. 1.2 prozentige UNTERsterblichkeit, im Vergelich zu 2018 und versuchen diese um jeden Preis noch weiter nach unten zu drücken. Wo waren Sie denn 2018, um für unser Gesundheitssystem einzustehen?
Ich wünsche Ihren Enkeln, dass diese nicht für die aktuelle Politik geradestehen müssen, aber ich denke Sie wissen, dass alle großen Kriege nicht entstanden sind, weil es den Menschen besonders gut ging.

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