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Der Pressekodex und die Corona-Berichterstattung

Bastian Barucker: „Als ich im Jahr 2020 zusammen mit 110.000 Unterstützenden mehrere Petitionen für eine Corona-Sondersendung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk einreichte, bekam ich die Antwort, dass es die Menschen überfordern würde, Wissenschaftlern mit verschiedenen Einschätzungen zuzuhören, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Außerdem, so WDR Programmdirektor Jörg Schönenborn, wäre eine Talkshow mit Befürwortern und Kritikern der Corona-Maßnahmen nicht das richtige Format.“

Die vergessenen Grundsätze ethischer Pressearbeit

Gastbeitrag von Bastian Barucker

Angesichts der seit März 2020 anhaltenden, tendenziösen und einseitigen Berichterstattung in Bezug auf Corona stellt sich die Frage, ob die deutsche Presse ihre eigenen ethischen Grundsätze vergessen hat. Ist inmitten der Panik verbreitenden Verlautbarungen der Regierung dem journalistischen Berufsstand die Moral abhanden gekommen? Wurden im Eifer des Krieges gegen einen Virus und im gemeinsamen Kampf für das Gute zeitraubende Grundsätze journalistischer Arbeit vergessen? Eine Spurensuche nach einer ethischen Pressearbeit.

Als ich im Jahr 2020 zusammen mit 110.000 Unterstützenden mehrere Petitionen für eine Corona-Sondersendung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk einreichte, bekam ich die Antwort, dass es die Menschen überfordern würde, Wissenschaftlern mit verschiedenen Einschätzungen zuzuhören, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Außerdem, so WDR Programmdirektor Jörg Schönenborn, wäre eine Talkshow mit Befürwortern und Kritikern der Corona-Maßnahmen nicht das richtige Format. Ich erachtete die bis dato veröffentlichte Berichterstattung über Corona als unausgewogen und deshalb nicht der vertraglichen Pflicht des Medienstaatsvertrag nachkommend.

§26 (2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Mehr als ein Jahr später sollte genau dieser Herr Schönenborn folgende Aussage treffen:

“Journalistinnen und Journalisten decken für sich genommen nicht die Meinungsbreite der Gesellschaft ab, also in ihrer eigenen Meinung. Das hat ganz einfach damit zu tun, dass wir alle ein ähnliches Milieu bilden’, sagte Schönenborn. Deshalb bestehe immer die Gefahr, ‘dass wir die Werte unseres eigenen Milieus allgemein setzen und auf andere Haltungen weniger deutlich schauen.’ Sein Job als Programmdirektor sei es, da immer wieder den Spiegel vorzuhalten.“ https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/83288/podcast_schoenenborn?dscc=essenc

Fast zeitgleich äußert sich WDR-Intendant Tom Buhrow in einem Zeit-Artikel wie folgt:

„Die Gesellschaft braucht mehr kontroverse, unbequeme Meinungen und robuste und freie Kommunikationsräume. Gerade die ARD und der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt können diese Räume anbieten.“

Diese wohl klingenden Aussagen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ARD ,gut ersichtlich am Beispiel meiner Petition, nicht bereit ist, diese Debattenräume zu eröffnen. Das zeigte bereits eine Studie der Uni Passau aus dem Jahr 2020 , die sich ausschließlich mit der Berichterstattung von ARD und ZDF beschäftigte. Es ist nett über Meinungspluralismus zu reden, faktisch tut die ARD genau das, was Noam Chomsky als Werkzeug der Passiverhaltung der Bevölkerung beschreibt:

Der schlauste Weg, Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben.“

Die Bedeutsamkeit der Presse

Das gedruckte und online publizierte Wort bildet für viele Menschen ihre alltägliche Informationsgrundlage. Basierend auf Presseerzeugnissen formen sich Weltbild, Einstellung und Verhalten. Da wir in einer komplexen Welt leben, sind wir immer mehr darauf angewiesen, anderen Menschen zu vertrauen, dass sie uns von Geschehnissen wahrheitsgetreu berichten, die wir nicht persönlich erfahren können. Dafür brauchen wir die journalistische Arbeit der Presse. Nur ein informierter Bürger ist überhaupt in der Lage, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen. Im Wissen um die große Verantwortung der Pressearbeit ist in der Präambel des deutschen Pressekodex Folgendes fest geschrieben:

„Verleger, Herausgeber und Journalisten müssen sich bei ihrer Arbeit der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und ihrer Verpflichtung für das Ansehen der Presse bewusst sein. Sie nehmen ihre publizistische Aufgabe fair, nach bestem Wissen und Gewissen, unbeeinflusst von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen wahr.“

Dieser sehr hochtrabende Text wirkt mit Blick auf die aktuellen Presseerzeugnisse wie aus einer anderen Zeit. Im Zuge des Corona-Geschehens hat sich das journalistische Schaffen teilweise so stark enthemmt, dass die Ziffern des Pressekodex nicht mehr zu “entziffern” sind. Harald Wiesendanger, Wissenschaftsjournalist mit dem Schwerpunkt Medizin, veröffentlichte im April 2020 bereits einen offenen Brief zur Berichterstattung über Corona mit dem Titel Ich schäme mich meines Berufsstandes.” Er machte dort bereits auf die eklatanten Missstände in der Berichterstattung über Corona aufmerksam:

Mit blankem Entsetzen und ohnmächtiger Wut verfolge ich das unwürdige Treiben gestandener Berufskollegen: vom Redakteur beim Nachrichtenmagazin über den „Tagesthemen“- und „Heute“-Moderator bis hin zum Mitarbeiter der Presseagentur, zum Rundfunkplauderer, zum Social-Media-Texter, zum Talkshow-Gastgeber. Ungefiltert bringen sie offizielle Horrorzahlen unters Volk, ohne zu hinterfragen, wie diese überhaupt zustande kommen; wie sie ausgewertet werden; was sie eigentlich besagen; wie es um andere Zahlen steht.“

Fast 18 Monate später meldet sich Ole Skambraks, Mitarbeiter des SWR mit Klarnamen zu Wort und veröffentlicht einen offenen Brief mit dem vielsagenden Titel “Ich kann nicht mehr.” Als erster “Interner” bekennt er Farbe und äußert sich öffentlich. Das ist auf der einen Seite mutig und sein Brief erfreut sich großer Beliebtheit. Auf der anderen Seite ist es eigentlich unglaublich, dass es 18 Monate gebraucht hat, bis ein Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit Klarnamen die Fehlentwicklung der Berichterstattung über Corona anprangert. Er leitet seinen offenen Brief wie folgt ein:

Ich kann nicht mehr schweigen. Ich kann nicht mehr wortlos hinnehmen, was seit nunmehr anderthalb Jahren bei meinem Arbeitgeber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert. In den Statuten und Medienstaatsverträgen sind Dinge wie „Ausgewogenheit“, „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und „Diversität“ in der Berichterstattung verankert. Praktiziert wird das genaue Gegenteil. Einen wahrhaftigen Diskurs und Austausch, in dem sich alle Teile der Gesellschaft wiederfinden, gibt es nicht.”

Auf Spurensuche nach dem Pressekodex

Die Diskrepanz zwischen dem Anspruch des Pressekodex und der Realität der Pressearbeit scheint im Verlauf des Corona-Geschehens groß. Aktuell sei dabei auf die Diskriminierungskampagnen gegenüber Ungeimpften hingewiesen. Der Focus berichtet von einer Impf-Infektions-Schere und sieht die “Pandemie der Ungeimpften” als belegt an. Der MDR berichtet über ein Ethikratsmitglied Wolfram Henn, der die Frage stellt, ob Ungeimpfte im Notfall überhaupt noch beatmet werden sollten. In diesem Zusammenhang ist auch die Diffamierung sogenannter Maskenmuffel oder Maskenverweigerer zu erwähnen. Der Tagesspiegel veröffentlichte dazu einen Beitrag von Sebastian Leber mit dem Titel: “Maskenverweigerer, ich verachte euch zutiefst.” Herr Leber macht in diesem Kommentar keinen Hehl aus seiner tiefer Verachtung gegenüber Menschen, die keine Maske tragen.

“Vermutlich hilft da nur eines: die Verweigerer selbst anzusprechen und ihnen klarzumachen, dass sie sich schämen sollen. Dass Typen wie sie die Pandemie verlängern, teuer erkaufte Erfolge im Kampf gegen das Virus zunichte machen und Menschenleben gefährden. Dass sie niemals wissen werden, welche Infektionsketten sie losgetreten, welche Oma sie?durch ihre Rücksichtslosigkeit auf dem Gewissen haben.

Ganz unabhängig davon, dass seit Beginn der Corona-Pandemie keine Evidenz für die Wirksamkeit eines öffentlichen und massenhaften Maskentragens von Laien besteht, sind diese Zeilen voller Feindseligkeit und Aggression. Das Magazin GQ bezeichnete im Herbst 2020 sogar Menschen, die keine Maske tragen als soziopathisch.

Es ist immer wieder frustrierend, Menschen zu sehen, die keinen Mundschutz tragen. Noch schlimmer ist es, Menschen zu sehen, die sich auch nach Aufforderung weigern, in geschlossenen Räumen eine Maske aufzusetzen, weil sie glauben, dass sie im Recht wären – und damit ihr Leben und das ihrer Umgebung aufs Spiel setzen. Jetzt deuten einige Studien darauf hin, dass dieser mangelnde Wille, Sicherheitsmaßnahmen zu befolgen und eine Maske zu tragen, die Folge einer soziopathischen oder narzisstischen Persönlichkeit sein könnte.“

Die Würde des Menschen

Werfen wir angesichts dieser Kampagnen gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen wieder einen Blick auf den Pressekodex und seine Verpflichtung der Verfassung gegenüber. Wir finden dort Ziffer 1:

„Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde: Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“

Sorgfalt

“Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.“ Pressekodex Ziffer 2

Seit Beginn der Berichterstattung über Corona werden bestimmte Schlagworte wiederholt, um das Pandemiegeschehen zu beschreiben. Tägliche, akkumulierte Todeszahlen, Anzahl von “Neuinfektionen”, Infektionssterblichkeitsraten und ganz wichtig: die Auslastung der Intensivbetten. Bis heute veröffentlichen Redaktionen Beiträge, die nicht zwischen einer Infektion, einem “Fall” und einem positivem Testergebnis unterscheiden. Allein diese Sorgfalt hätte einen großen Einfluss auf die Medienlandschaft gehabt. Eine Infektion ist nämlich:

Die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus.?”

https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/BJNR104510000.html

Diesen Nachweis kann ein positiver PCR-Test nicht erbringen.

Von fehlender Sorgfalt geprägt waren auch Meldungen über plötzliche Explosionen der “Infektionszahlen”. Ein prominentes Beispiel war die Verdreifachung der “Neuinfektionen” aufgrund einer Verdreifachung der Testanzahl in der Kalenderwoche 12 im Jahr 2020. Auch hier stellt sich die Frage, wie gründlich die Redaktionen recherchiert haben, um den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen zu prüfen.

Noch immer wird eine prozentuale Auslastung der Intensivbetten veröffentlicht, um Menschen den Eindruck zu vermitteln, dass die Krankenhäuser bald überlastet seien. Auch in diesem Fall reichen grundlegende mathematische Kenntnisse und eine minimale Sorgfalt um zu verstehen, dass sich die Anzahl der verfügbaren Betten verringert hat und nicht die Belegung der Intensivbetten angestiegen ist.

Quelle: www.intensivstationen.net

Medizinische Berichterstattung

Erinnern wir uns daran, dass es sich bei Corona um einen viralen Atemwegserreger, also eine medizinische Angelegenheit handelt. Aufgrund der Maßnahmen, die von Politikern beschlossen werden, ist es auch eine politische Angelegenheit, aber der Grund für diese Maßnahmen ist ein medizinischer. Folgende Fragen sind daher wegweisend für die medizinische Einschätzung der Lage: Wie tödlich ist das Virus? (IFR) Wer verbreitet das Virus? Wie viele Infizierte landen auf den Intensivstationen? Wie alt sind die Corona-Toten? Welche Maßnahmen bewirken welche Resultate? Wie sicher ist die Impfung? Wie wirksam ist die Impfung?All das sind medizinische Aspekte. Interessanterweise sieht der Pressekodex explizit für diese Berichterstattung eine eigene Ziffer vor.

Ziffer 14 Medizin-Berichterstattung: Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.

Von Anfang an wurde diese Ziffer des Pressekodex vernachlässigt bis vergessen. Das berühmte Bild der Särge aus Italien, welches sich als Fake herausstellte, die Bilder der Corona-Toten und Beatmeten, die völlig falschen Hochrechnungen des Imperial College bzgl. der zu erwartenden Toten, die Annahme asymptomatischer Übertragung, die Annahme einer gänzlich fehlenden Immunität in der Bevölkerung und das immer wieder betonte Killervirus schürten unbegründet Befürchtungen beim Leser. Diese Angst einjagenden Punkte haben sich größtenteils als falsch erwiesen. Deshalb verstößt die dazugehörige Pressearbeit in hohem Maße gegen die Sorgfaltspflicht und gegen eine ethisch vertretbare Berichterstattung besonders im medizinischen Bereich. Sie erinnert viel mehr an die Vorgaben des Panikpapiers des Innenministeriums, in dem es hieß:

Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen. Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:”

Diese Kommunikationsstrategie ist eine Anleitung zu Panikmache und die deutsche Presse hat diese Strategie meiner Meinung nach größtenteils übernommen. Sie ist nur ein Beispiel dafür, dass es in der Corona-Berichterstattung eine „Tendenz zur Affirmation der staatlichen Maßnahmen“ gab. Zu diesem Ergebnis kommt die bereits erwähnte Studie der Uni Passau mit dem Titel „Die Verengung der Welt“. Der Leipziger Kommunikationswissenschaftler Uwe Krüger attestierte bereits in einem Interview aus dem Jahre 2015 den führenden Redakteuren in Deutschland eine beunruhigende Nähe zu den Eliten aus Politik und Wirtschaft.

Reaktion des Presserats

Auf meine Anfrage an den Presserat nach einer Einschätzung der Pressearbeit bzgl. Corona bemerkt dieser:

„Etwa drei Viertel der geprüften Beiträge bezogen sich 2020 auf die Ziffer 2 des Pressekodex (Sorgfaltspflicht). Hier ging es um Teilnehmerzahlen bei Demonstrationen oder um die korrekte Wiedergabe der vom RKI genannten Zahlen und Begriffe. Hier hatten die Medien ebenfalls überwiegend sauber gearbeitet.“

Im Jahresbericht 2020 des Presserats wird von auf Rekordniveau gestiegenen Beschwerdezahlen” gesprochen und dass die “Kritik sich etwa gegen die in den
Medien genannten Infektionszahlen, unterschiedliche Szenarien zur Sterblichkeit,
aber auch gegen Berichte, die über die Beweggründe von Demonstranten gegen die
Corona-Maßnahmen informierten, richtete”.

Jahresbericht Presserat 2020

In Bezug auf die vielen eingegangenen Beschwerden kann der Presserat die Leser des Jahresberichts aber beruhigen:

„Die Mehrzahl dieser Vorwürfe konnte der Presserat entkräften und bestätigte damit, dass die an den Pressekodex gebundenen Medien sich überwiegend an die Sorgfaltspflicht halten.“

Der bereits oben erwähnte Wissenschaftsjournalist Harald Wiesendanger stellte schon im Frühjahr 2020 ein anderes Zeugnis über die Pressearbeit hinsichtlich Corona aus:

Mit blankem Entsetzen und ohnmächtiger Wut verfolge ich das unwürdige Treiben gestandener Berufskollegen: vom Redakteur beim Nachrichtenmagazin über den „Tagesthemen“- und „Heute“-Moderator bis hin zum Mitarbeiter der Presseagentur, zum Rundfunkplauderer, zum Social-Media-Texter, zum Talkshow-Gastgeber. Ungefiltert bringen sie offizielle Horrorzahlen unters Volk, ohne zu hinterfragen, wie diese überhaupt zustande kommen; wie sie ausgewertet werden; was sie eigentlich besagen; wie es um andere Zahlen steht. Sie machen im Eilverfahren zugelassene, mangelhaft überprüfte Tests wichtig und notwendig, ohne zu beleuchten, was diese überhaupt messen; was aus ihnen folgt und was nicht; wie hoch die Fehlerquote ist; wer von ihrem Masseneinsatz profitiert.”

Neben dem allgemeinen Pressekodex gibt es einen Online-Leitfaden für Journalisten im Bereich Medizin-Berichterstattung des Netzwerks Recherche e.V.. Dieser beinhaltet hilfreiche Leitlinien, um ethisch vertretbar zu berichten. Besonders spannend ist im Kontext der Corona-Berichterstattung ein Abschnitt, der sich mit neu aufkommenden Krankheiten beschäftigt. Beim Aufkommen einer vermeintlich neuen Krankheit empfiehlt dieser Folgendes:

“Überzeugen Sie sich von der Relevanz des Themas. Unmengen von Pharma- und Medizinunternehmen leben davon, weitgehend normale Verhaltensweisen oder Lebensabläufe als therapiebedürftige Krankheiten zu stigmatisieren. „Disease Mongering“ nannte Wissenschaftsjournalistin Lynne Payer dieses Phänomen in ihrem gleichnamigen Buch aus dem Jahr 1992. Darin zählt sie eine Reihe von Kriterien auf, an denen man prüfen kann, ob eine neue Krankheit den Marketing-Fantasien der Industrie entsprungen ist.

Vorsichtig mit neuen Krankheiten sollten Sie sein, wenn…

eine sehr große Bevölkerungsgruppe plötzlich von einem Leiden betroffen sein soll

eine große Zahl an Doktoren und unbekannten Experten unvermittelt auf ein neues Leiden hinweisen

Statistiken selektiv genutzt werden, um den Erfolg einer Behandlung zu belegen

eine Behandlungsmaßnahme – oft absolut risikofrei – gleich mit angeboten wird

ein häufig auftretendes Symptom, zum Beispiel einfache Kopfschmerzen, mit einer neuen Krankheit verknüpft wird”

Alle fünf Hinweise dieser Checkliste sind oder waren bei Corona erfüllt. Sowohl Pressekodex als auch dieser Leitfaden standen allen Redaktionen in Deutschland zur Verfügung und trotzdem haben sie größtenteils über mittlerweile 1,5 Jahre versagt! Auf Anfrage beim Netzwerk Recherche e.V. wie sie die Corona-Berichterstattung hinsichtlich ihres Leitfadens beurteilen, erhielt ich die Antwort, dass sie keine Kapazitäten haben, meine Fragen zu beantworten.

Persönliche Schlussbetrachtung

Ähnlich wie mit der Gültigkeit des Grundgesetz oder der Kinderrechte in Pandemiezeiten scheint es , dass im Eifer des Corona-Gefechts Grundsätze ethischer Pressearbeit ad acta gelegt wurden. Der Pressekodex wurde in elementaren Bereichen langfristig und deutlich verletzt. Frühe kritische Stimmen wurden ignoriert und diffamiert. Im Tunnelblick, mit der Angst vor dem Virus im Rücken, wurde die Bevölkerung nicht mehr informiert sondern indoktriniert. Sie wurde größtenteils belehrt, einseitig informiert und in Panik versetzt. Wie oben bereits beschrieben, war es der Bevölkerung nicht zuzumuten, sie mit verschiedenen Standpunkten zu versorgen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt der Krise war die aufgenommen Fahrt der Berichterstattung so rasant und die Fahrspur so schmal, dass eine Kursänderung aufgrund stärker werdender Kritik von Außen nicht mehr möglich war. Ein weiterer, möglicher Beweggrund für die Unfähigkeit der Presse, ihre Berichterstattung wieder auf die ethischen Grundlagen zu stellen, könnte auch die Angst davor sein, den eigenen Irrtum zuzugeben.

Redaktionen im ganzen Land hatten viel in die Ausrufung einer Pandemie durch einen Killervirus investiert, sodass eine Kurskorrektur einen starken Gesichtsverlust bedeutet hätte. Ganz bestimmt gab es in jeder Redaktion Journalisten, die bereits im Frühjahr 2020 Zweifel am Regierungsnarrativ hatten. Ziemlich sicher gab es fast überall mindestens eine kleine Minderheit, die ahnte, dass die Berichterstattung nicht mehr den Grundsätzen des Pressekodex entsprach. Durch die Einengung des Debattenraums mittels der Befragung der immer gleicher „Experten“ und durch die systematische und respektlose Diffamierung Andersdenkender als „Corona-Leugner“ oder „Verschwörungstheoretiker“ wurde es immer schwerer für diese journalistische Minderheit ihre Stimme zu erheben. Sie wollten ja nicht zu denen gehören, die öffentlich aus dem Debattenraum ausgegrenzt wurden. Auf der einen Seite die Angst vor dem Jobverlust aufgrund einer immer stärkeren Prekarisierung im Journalismus und die Sorge als Querdenker dazustehen, auf der anderen Seite das journalistische Gewissen und ein Bewusstsein für die Mitverantwortung an der Informiertheit der Bürger. Die große Mehrheit der Journalisten hat entweder nicht gemerkt, dass sie sich in Sachen Corona von den ethischen Grundsätzen des Pressekodex mehr als nur 1,5 Meter sozial distanziert haben oder empfand sich nicht in der Lage, ihren Widerspruch konsequent zu äußern. Beides führte zu großflächiger Unausgewogenheit und fehlender Sorgfalt in der Pressearbeit. Dass es sich bei diesen Kodexverstößen nicht um Banalitäten handelt, dürften die Corona-Krise und die immensen Schäden durch die Maßnahmen mehr als deutlich gezeigt haben. Die Presselandschaft ist meiner Meinung nach in großem Maße mitverantwortlich für:

  • eine übertriebene und damit krankmachende Angst vor Sars-Cov2
  • einen feindseligen Debattenraum bzgl. der unterschiedlichen Sichtweisen auf die Corona-Maßnahmen
  • die Vertiefung der Spaltung der Gesellschaft
  • die Angst vor gesunden Menschen als Infektionsquellen
  • die Annahme, Lockdowns beeinflussen das Infektionsgeschehen ohne dabei großen Schaden anzurichten
  • die Annahme, massenhaftes und laienhaftes Maskentragen schütze andere
  • die Annahme, Sars-Cov2 wäre ein ganz neues Virus
  • das durch Schulschließungen, Maskentragen und Testen erzeugte Leid an Millionen von Kindern
  • einen signifikanten Vertrauensverlust in die deutsche Presselandschaft

Journalisten hätten, wie auch vereinzelt geschehen, durch eine dem Pressekodex entsprechende Berichterstattung, die Möglichkeit gehabt, dialogfördernd, sorgfältig, besonnen und hinterfragend zu berichten. Politiker und vermeintliche Experten wären dadurch dazu herausgefordert gewesen, ihre Prognosen und Thesen zu belegen und Widersprüche zu erklären. Außerdem wäre es möglich gewesen, die Argumente der Maßnahmenkritiker zu veröffentlichen, um ausgewogen zu berichten und zu erfahren, mit welchen stichhaltigen Argumenten die Befürworter darauf reagieren. Ein lebendiger, respektvoller und hoch spannender Diskurs wäre möglich gewesen. In meinen Augen war es das, was uns Medienkonsumierenden laut Pressekodex und Medienstaatsvertrag zusteht.

Es ist bereits 5 nach 12, um endlich zu verstehen, dass Herdendenken und Gruppengläubigkeit nicht Teile des Pressekodex sind. Es wird Zeit, eine ethische, würdevolle und sorgfältige Berichterstattung zu betreiben, auch dann, wenn es bedeutet, sich konträr zur Mehrheit zu äußern. Auch in Krisenzeiten und auch dann, wenn ich als Journalist persönlich ganz anderer Meinung bin, als die, über die ich berichte, muss Ziffer 1 des Pressekodex das journalistische Handeln durchdringen:

Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“

Es ist höchste Zeit, Strukturen zu schaffen, die dafür sorgen, dass sowohl Pressekodex als auch die Grund- und Kinderrechte nicht hohle Phrasen sind, sondern gelebte Grundsätze für ein ethisches und würdevolles Zusammensein auch und besonders in Pandemiezeiten!

Wir danken Bastian Barucker, dass wir diesen aufwendigen Beitrag hier auf dem Blog veröffentlichen dürfen. Wir freuen uns über eure Rückmeldung im Kommentarbereich.


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22 Antworten auf „Der Pressekodex und die Corona-Berichterstattung“

„… und ändern nichts am System“

1. Würden sie an diesem System was ändern, dann könnten sie ja vom neuen Verdienst nicht mehr leben wie die Made im Speck – der hohe Verdienst rührt ja genau daher, dass sie hoch Kriminelles verbringen und mit unterstützen.

2. Noch nicht einmal Nachfolger finden sich hierfür leicht, Bspw. eine „Anne Will“ muss sich – gefühlt in meinen Augen, schaue ich mir ihre Visage an – anscheinend jährlich operieren und spritzen lassen, weil man dem Zuschauer wahrscheinlich deshalb solche entstellte „Horror“-Visagen präsentieren muss, weil sich solche TÄTER wie Anne Will & Co eben nicht leicht finden, erstrecht wären die nicht sofort zu Beginn professionell als Täter… zu riskant demnach.

3. Nach so vielen Jahren bis Jahrzehnten mit im Täter-Team, da steigt es sich nicht mehr so einfach aus. Zumal diese Täter gar nicht mehr in der Lage wären um zu switchen zu einem anständigen, sauberen Journalismus – die haben sich strunz dumm während ihrer Mittäterschaft haben machen lassen.

Da gehört zu 95 % das gesamte Personal und alle Mitarbeiter ausgetausch – überall. Aber das gelang ja wie wir heute wissen noch nicht einmal im Nationalsozialismus alle Täter zumindest aus prägnanten Positionen zu entfernen – den Beweis sehen wir seit über 1,5 Jahren zweifelsfrei.

Herzlichen Dank an das Corona-Blog Team,
ich finde diesen Artikel / Bericht einfach genial, mit all den wichtigen weiterführenden Link u. s. w.
Sauber, fair und vor allem perfekt recherchiert und zusammen getragen / gefasst!

… natürlich ist mein Dankeschön für die Artikelaufmachung (auch) an den Gastbeitragsschreiber Bastian Barucker gemeint:
Herzlichen Dank!

Herzlichen Dank für diesen erhellenden Beitrag. Ihre Analyse hilft mir sehr, weil ich oft mit Menschen diskutiere, die davon überzeugt sind, dass die „seriösen Medien“ weitgehend objektiv informieren. Mein Dank gilt auch dem Corona-Blog-Team, das solchen wichtigen Texten eine Plattform bietet. Unverzichtbar!

Ich bin dankbar, dass ihr dieses Schreiben veröffentlicht.
Genauso empfinde uch seit langem und bin entsetzt über den Corona Journalismus .
Was man sich an diesbezüglichen Sendungen wie Extra 3 Anne Will etc. oder auch nur die Regionalprogramme zB des WDR anschauen muß, erscheint mir mittlerweile wie bewusste Manipulation.
Das allerschlimmste sind jedoch die unzähligen Menschen auch in meinem Umfeld, die sich davon beeinflussen und leiten lassen.

Obwohl Recherche – in den offiziellen Dokumenten – für jeden eigentlich sehr einfach ist!

Am Beispiel des „Overview“ von Comirnaty der EMA – dort werden Fragen eindeutig beantwortet – letzte Aktualisierung vom Juli 2021!

„Können Personen, die bereits COVID-19 hatten, mit Comirnaty geimpft
werden?

Bei den 545 Teilnehmern, die in der Studie Comirnaty erhielten und zuvor COVID-19 gehabt hatten,
traten keine zusätzlichen Nebenwirkungen auf.

Aus der Studie ergaben sich nicht genügend Daten, um Rückschlüsse darüber ziehen zu können, wie
gut Comirnaty bei Personen wirkt, die bereits COVID-19 hatten.

(Anmerkung Manne: Ob sich die Impfung möglicherweise negativ auf deren Immunsystem auswirkt – kein Thema)

Kann Comirnaty das Übertragungsrisiko von Mensch zu Mensch verringern?

Die Auswirkungen der Comirnaty-Impfung auf die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus in der
Bevölkerung sind bisher nicht bekannt. Es ist noch nicht bekannt, inwieweit geimpfte Personen das
Virus möglicherweise weiterhin in sich tragen und verbreiten können.

Wie lange hält der Schutz durch Comirnaty an?

Derzeit ist nicht bekannt, wie lange der Schutz durch Comirnaty anhält. Die Studienteilnehmer werden
noch weitere 2 Jahre beobachtet, damit weitere Erkenntnisse über die Dauer der Schutzwirkung
gewonnen werden können.

Welche Informationen werden für Comirnaty noch erwartet?

Da Comirnaty unter „Besonderen Bedingungen“ zugelassen wurde, wird das Unternehmen, das Comirnaty in Verkehr bringt, weiterhin Ergebnisse aus der Hauptstudie vorlegen, die noch 2 Jahre lang läuft. Diese und weitere Studien werden Erkenntnisse darüber ermöglichen, wie lang die
Schutzwirkung anhält, wie gut der Impfstoff schwere COVID-19-Verläufe verhindert, wie gut er
immungeschwächte Menschen und Schwangere schützt und ob er asymptomatische Fälle verhindert.

Außerdem werden unabhängige Studien zu COVID-19-Impfstoffen, die von EU-Behörden koordiniert
werden, weitere Informationen über die Langzeitsicherheit des Impfstoffes und seinen Nutzen für die
Allgemeinheit liefern.

Das Unternehmen wird außerdem Studien durchführen, um zusätzliche Gewissheit über die
pharmazeutische Qualität des Impfstoffes zu erhalten, wenn die Produktionsvolumen gesteigert
werden.“

Gewissheit über die pharmazeutische Qualität – warum erst wenn die Produktionsvolumen gesteigert werden!?

Was muss man aus solchen Antworten folgern!?

Man braucht eigentlich nur aus offiziellen Dokumenten zu „schwurbeln“!

Zitat:

„Die Studienteilnehmer werden
noch weitere 2 Jahre beobachtet, damit weitere Erkenntnisse über die Dauer der Schutzwirkung.“

Und:

„…weiterhin Ergebnisse aus der Hauptstudie vorlegen, die noch 2 Jahre lang läuft.“

Also da bekomme selbst i c h noch Gänsehaut, obwohl ich es schon immer so sah und nie anders. Die Gänsehaut entsteht wohl beim Gedanken, wie viele sich nicht nur kostenlos dieser Studie zur Verfügung stellten, sondern auch noch inkl. Unterschrift die alle aus der Haftung und Verantwortung nimmt.

Tja und daran sehen wir, dass diese ganze Sch…. noch 2 Jahre gehen wird. Solange dauert die Studie ja noch. Und dann noch die 3. 4. 5. Xte Spritze , man muss doch umfangreich testen (Ironie aus)

Hallo Schnappatmung,

was noch „irrer“ ist, ist die Aussage zur „Qualität“ des Impfstoffes!

Auch deshalb hat Pfizer eine bedingte Zulassung! Letztendlich um auch die „Qualität“ seiner neuen(!!!) Lipidnanopartikel nachzuweisen und zu „überwachen“ – ALC-0159 + ALC-0315!

Und natürlich auch seine „Zutaten“ zu optimieren – also – gegen billigere auszutauschen.

Denn was in Phase 1 und 2 in der Herstellung im Grammbereich liegt, liegt in Phase 3 im Kilogrammbereich – in der Massenproduktion im Bereich von Tonnen! Hier spielt dann ausser dem Preis, auch die Verfügbarkeit eine wichtige Rolle.

Ich kann jedem nur den Artikel aus der NZZ zu „Tamiflu“ vom April 2001 empfehlen:

„Das Rennen um GS4104
Wie ein Medikament entwickelt, getestet und vermarktet wird.“

Zitat daraus:

„Wegen des grossen Zeitdrucks entschieden sich Karpf und seine Mitarbeiter für eine Doppelstrategie: für die klinischen Studien würden sie das Medikament noch aus Chinasäure gewinnen und gleichzeitig an einer neuen Synthese auf der Basis von Shikimisäure arbeiten. Der Katalogpreis von Shikimisäure war zwar dramatisch höher, doch hatte der neue Rohstoff andere Vorteile: Er liess sich effizienter nutzen, und es brauchte nur elf chemische Umsetzungen, bis sich aus ihm das Endprodukt GS4104 gewinnen liess, nicht zwölf wie bei der Chinasäure; zudem fand die Logistik von Roche heraus, dass Shikimisäure aus China in grösseren Mengen und zu günstigen Konditionen bezogen werden kann. Und sie würde sich später auch von gentechnisch veränderten Bakterien herstellen lassen. Die Abhängigkeit von wenigen Lieferanten wäre also kein Problem.“

https://www.nzz.ch/amp/folio/das-rennen-um-gs4104-ld.1617845

Liest sich wie ein Krimi!!!

Manne 🙂

besser könnte man mir Medikamente nicht abspenstig machen 😀

Ich bin für dieses Leben bedient.
Ich bete einfach, dass ich niemals mehr noch eines gebrauchen könnte!

Man muss feststellen: die komplette Großmedienlandschaft dient dem einem Herren (natürlich ist das nicht nur einer). Dem Reichen. Der noch reicher werden will. Der alles beherrschen will. Der sich als Maß der Dinge sieht. Der seine persönlichen Wahngebilde auf die gesamte Menschheit projiziert. Der sein Ängste der ganzen Menschheit einredet. Der seine eigene Erbärmlichkeit durch Unterjochung der ganzen Menschheit kompensieren will. Der seine Krankheit zur Krankheit aller macht.

Eine kleine Gruppe von Kranken ist verantwortlich für den Geisteszustand der ganzen Welt. Ein unerträglicher, unhaltbarer Zustand.

Bill Gates (stellvertretenden für den kleinen Kreis der SuperzigMilliardäre) erklärt die Notwendigkeit der Spritzung von sieben Milliarden Menschen. Und die Maschine arbeitet prompt, gegen jede natürlichen, menschlichen, vernunftgemäßen, heilsamen Widerstände, mit voller Kraft an der Umsetzung des Befehls …

Und deshalb greift die auf Deutschland zentrierte Argumentation des Autors etwas kurz. Wenn er länger in der nordamerikanischen Wildnis war und dort nicht nur die Sprache von Flora und Fauna sprach, sollte er publizistische Parallelen und Money Trail bemerkt haben.

Keine Ahnung was Ihre Aussagen mit meinem Kommentar zu tun haben sollen. Warum hängen Sie Ihren Beitrag unter dem meinigen ein? Was hat das alles hier mit nordamerikanischer Flora und Fauna zu tun? Was soll dieser Unsinn? Wollen Sie hier nur verwässern, „W. Wasser“?

Vergessen Sie’s bitte einfach! Mit Autor waren nicht Sie gemeint, sondern Herr Barucker, dem ich aufgrund seiner Vita Fremdsprachenkompetenz unterstelle. Ende.

Pressekonferenz und ÖR…das beißt sich aber gewaltig. Sendungen, Sonderberichterstattungen usw. zu Corona gucken wir schon lange nicht mehr. Da kommt einem ja die Galle hoch!

Die ARD wird immer mehr zum „Staatsfernsehen“. An der Berichtterstattung zum Fall Kimmich wurde mir klar, dass die ARD nicht neutral ist, sondern sich der Meinung der Regierung angeschlossen hatte. Dass sogar die Regierung sich mit Seibert, Merkel und Seehofer einmischte, zeigt, dass in unserem Land etwa gewaltig aus dem Ruder läuft.
Ich war immer der Meinung, wir leben in einer Demokratie und jeder Bürger darf seine Rechte wahrnehmen, ohne dass er sich dafür rechtfertigen muss.
Mich erinnern diese genannten Vorkommnisse an die dunkle Vergangenheit Deutschlands, in der die Bürger auch nur eine Meinung zu haben hatten.
Daher:
Wehret den Anfängen …

Wow, ein echt guter Artikel, den ich jetzt erst lese. Danke!

Ich wusste gar nicht, dass es wirklich so gut ausformulierte Richtlinien gibt/gab.
Immerhin.
Da hatte sich also mal jemand wirklich was Kritisches überlegt gehabt.

Aber wie ja auch offenbar beim GG… alles sehr einfach übern Haufen zu werfen, wie man sieht. Traurig.

Man muss daraus schließen, das die überwiegende Mehrzahl der Journalisten und Journalistinnen nicht lesen kann. Und das wäre die freundlichste Alternative.
Tolle Arbeit.

Grundsätzlich halte ich die Idee öffentlich-rechtlicher Medien für eine gute. Der ÖRR im derzeitigen Zustand ist allerdings m.E. nicht mehr reformierbar. Er gehört abgewickelt und – steuerfinanziert, wesentlich „abgespeckt“, politikfern und mit deutlich mehr Elementen der (zensurfreien) Teilhabe des Publikums – neu aufgesetzt.

Übrigens hat der Journalist Dirk Pohlmann das derzeitige Mediensystem (u.a. dabei auch die ÖRR) in einem Vortrag ebenfalls ausführlich analysiert:
https://vid.observer/knowledge/dirk-pohlmann-system-medien/

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