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Gastbeitrag Statistik

Über jeden Zweifel erhaben: Schweden hat richtig gehandelt

Uns wurde ein interessanter Artikel vom Mai letzten Jahres zugesandt, in dem der emeritierte Professor für öffentliche Gesundheit, Arzt und Epidemiologie, Eyal Shahar, den schwedischen Sonderweg und die schwedischen Todeszahlen anhand des Konzepts von „Grippejahren“ analysiert. Wir stellen die Arbeit vor und betrachten am Ende seine Prognosen mit brandaktuellen Daten.

Eyal Shahar ist ein Mann, mit einem interessanten Lebenslauf. Er ist unter anderem emeritierter Professor an der Universität von Arizona, wo er bis 2018 forschte und lehrte. Dort schreibt er über sich selbst:

Nachdem ich einige Jahre als Arzt praktiziert hatte, wurde ich vom Forschungsvirus infiziert und beschloss schließlich, dass ich mehr Wissenschaftler als Arzt sein wollte. Eine kurze Erfahrung in der Grundlagenforschung hat mich davon überzeugt, dass weder Ratten noch Labore zu mir passen, und so wechselte ich zur Epidemiologie.

Es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass die epidemiologische Forschung voller Rätsel und Kontroversen steckte. Einige waren als „Statistik“ getarnt, andere als „Erkenntnistheorie“ (nicht zu verwechseln mit „Epidemiologie“…). Seitdem versuche ich, den Weg, auf dem wir eine Ursache-Wirkungs-Beziehung untersuchen, zu studieren, zu verstehen und zu lehren: ein Weg, der mit der Wissenschaftsphilosophie beginnt (was ist wissenschaftliches Wissen?), sich über Kausaldiagramme, zwei Kausalmodelle, Studiendesign und Quellen von Verzerrungen fortsetzt und mit Berechnungen (statistische Modelle) endet. Ich habe uneingeschränkten Respekt vor neugierigen Köpfen, klarem Denken und guten, nicht überheblichen Texten.

Quelle: Universität von Arizona

Im Mai letzten Jahres schrieb Professor Shahar einen interessanten Artikel „Not a shred of doubt: Sweden was right“, den wir hier übersetzt vorstellen wollen.

Prof. Shahar

Hinweis: Da dies nur eine Übersetzung ist und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (27. Mai 2021) keine vollständigen Daten vom Grippejahr 2020/2021 vorlagen fehlen diese in dieser Betrachtung. Dies beeinträchtigt jedoch in keiner Weise die Qualität des Artikels. Am Ende haben wir aktuelle Zahlen selbst ergänzt.
Wir danken herzlich Christian Kerscher dafür, dass er uns auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat und uns seine Übersetzung zur Verfügung gestellt hat.

Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel: Schweden hatte Recht

Das Zählen der Toten war bisher die Aufgabe von Epidemiologen, Statistikern und Demografen. So auch die Analyse der Zahlen und deren Schlussfolgerungen. Im letzten Jahr haben viele Todeszahlen gezählt, aber die Zahlen haben ohne den Kontext eines relevanten Zeitraumes, der Bevölkerung und Geschichte keine Aussagekraft. Das ist Epidemiologie.
Das wohl am meisten beobachtete Land ist Schweden, mit einem eigensinnigen Andersdenkenden, welcher Lockdowns, Maskenpflicht und Kontaktverfolgung abgelehnt hat. Zum Zeitpunkt dieses Artikels (27. Mai 2021) sind 14.349 Schweden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Hat der schwedische Weg also versagt? Waren die Lockdowns gerechtfertigt? Waren die wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen in den meisten Teilen der Welt eine unvermeidliche Notwendigkeit?
Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Nein. Das erste (und nicht einzige) Zeugnis ist Schweden. Um diese Aussage zu verstehen, müssen wir die zwei Konzepte „Grippejahr“ und „Übersterblichkeit“ verstehen.

„Grippejahr“ vs. Kalenderjahr

Viele rechnen bei den Statistiken zur Sterblichkeit mit dem Gregorianischen Kalender, doch ist der 31. Dezember kein sinnvolles Enddatum für die Wintersterblichkeit auf der Nordhalbkugel. Die Grippewellen und die damit verbundene Sterblichkeitswelle erreichen ihren Höchstpunkt zu verschiedenen Zeitpunkten und manchmal treten noch Sekundärwellen auf. Weiterhin, werden durch die Nutzung des gregorianischen Kalenders die Sterblichkeit des ersten Abschnitts des Winters (manchmal mild) mit der Sterblichkeit des zweiten Abschnitts des vorhergehenden Winters (manchmal schwer) kombiniert. Es gibt keine wissenschaftliche Begründung für diese Gruppierung, wenn man historische Entwicklungen analysieren möchte.
Die statistische Alternative, welche sich „Grippejahr“ nennt, umfasst eine gesamte Wintersaison. Die jährliche Sterblichkeit wird von Beginn der Grippesaison, welche üblicherweise ab der 40. Kalenderwoche (Anfang Oktober) beginnt und bis zur 39. Kalenderwoche des darauffolgenden Jahres (Ende September) geht, erfasst. Daher zählen die Coronawellen des Frühjahrs und Sommer 2020 zum Grippejahr 2019/2020, während die letzte Winterwelle zum aktuellen Grippejahr (Ergänzung des Übersetzers: 2020/2021) gehört, welches im September endet.

Übersterblichkeit

Das Konzept der „Übersterblichkeit“ ist etwas abstrakt. Dazu müssen wir die tatsächliche Sterblichkeit mit der „zu erwartenden Sterblichkeit“ vergleichen, aber letztere ist eine theoretische Idee, welche nicht bestätigt werden kann: Wie wäre die Sterblichkeit im Grippejahr 2019/2020 gewesen, hätte es keine Pandemie gegeben? Wie berechnen wir also die „zu erwartende Sterblichkeit“?
Eine Methode verwendet ein statistisches Modell, welches sich lineare Regression nennt. Dazu wird eine gerade Linie basierend auf der Sterblichkeit der vorherigen Jahre angefertigt um den Verlauf der Vergangenheit zu überprüfen und verlängern diese Linie, um die zu erwartende Sterblichkeit zu berechnen. Der Abstand zwischen einem Datenpunkt der tatsächlichen und der erwarteten Sterblichkeit auf der Linie ist die Übersterblichkeit (oder „Mortalitätsdefizit“/Untersterblichkeit).

Sterblichkeit in Schweden je Grippejahr

Der Graph zeigt die jährliche Sterblichkeit in Schweden pro 1 Million Einwohner in den letzten 22 Grippejahren, wobei immer das Jahr angegeben ist, in dem das Grippejahr endet (Bemerkung: Grippejahr 2010/2011 -> Jahr 2011). Als Beispiel, der letzte Datenpunkt auf dem Graph ist die Sterblichkeit zwischen Oktober 2019 und September 2020: 9.234 Todesfälle pro Million Einwohner (95.365 Todesfälle). Für eine bessere Übersicht beginnt die vertikale Achse beim Wert 7.000.

Es ist unschwer zu erkennen, dass die Punkte, bis zum Grippejahr welches 2018 endete, relativ nah an der Geraden anliegen. Der generelle Abwärtstrend resultiert aus der gesteigerten Lebenserwartung für Schweden über die Jahre. Erfahrende Datenanalysten werden bescheinigen, dass die Schwankungen abseits der Linie, bis 2018 im erwartbaren Bereich liegen und im Allgemeinen gering sind (erklärte Standardabweichung: 0,96). Zum Vergleich, beide, also das Grippejahr welches der Pandemie vorausgegangen ist (2018/2019) sowie das Pandemiejahr (2019/2020) weichen stark von der Linie ab: zunächst eine niedrigere als zu erwartende Sterblichkeit, gefolgt von einer höheren als zu erwartenden Sterblichkeit.

Übersterblichkeit in Schweden in den Grippejahren 2019/2020

Eine Fortsetzung der Linie, welche durch das statistische Modell angepasst wurde, ergibt folgende Schätzungen: 2018/2019 gab es in Schweden ein „Sterblichkeitsdefizit“ von 300 Toten pro 1 Million Einwohner (-3,3%) wohingegen 2019/2020, dem Pandemiejahr, eine Übersterblichkeit von 364 pro 1 Million Einwohner (+4,1%) erfasst wurde. Es ist allgemein bekannt und erwartbar, dass auf ein Jahr mit Übersterblichkeit, eines mit Untersterblichkeit folgt und genauso umgekehrt. Der Hauptgrund hierfür ist die ältere Bevölkerung mit einer begrenzten Lebenserwartung. (Die Reihenfolge „Überschuss nach einem Defizit“ ist natürlich besser als umgekehrt.)
Angenommen, dass die Übersterblichkeit in 2019/2020 das Mortalitätsdefizit des vorherigen Grippejahres „vollständig ausgleicht“, dann lag die wirkliche Übersterblichkeit in Schweden bei unter 1% (etwa 700 Todesfälle). Und nun nehmen wir mal absurderweise an, dass die Mortalität 2019/2020 überhaupt nicht vom Mortalitätsdefizit des vorangegangenen Grippejahres beeinflusst wurde, dann läge die Übersterblichkeit in Schweden nicht über 4,1 % (was etwa 3800 Todesfällen entspräche). In vielen Ländern, in denen das Leben schwer gestört wurde, wurde eine Übersterblichkeit von wenigen Prozentpunkten oder mehr berechnet. Ein Teil dieses Überschusses wurde auf den Lockdown und die Panik zurückgeführt.
Wir müssen uns aber in Erinnerung rufen, dass es bei dieser hysterischen Reaktion auf die Pandemie nicht die Angst wegen einer übermäßigen jährlichen Sterblichkeit von 4% oder sogar 10% waren. Die apokalyptischen Vorhersagen, welche mehr oder weniger die gesamte Welt lahmgelegt haben, sagten bis zum Sommer 2020 etwa 90.000 Todesfälle durch das Coronavirus in Schweden voraus mit 100% Übersterblichkeit! Kein Wunder, dass politische Entscheidungsträger auf der ganzen Welt diese Vorhersagen lieber vergessen.

Sterblichkeit in Schweden im aktuellen Grippejahr (2020/2021)

Die endgültige Zusammenfassung des aktuellen Grippejahres (Okt. 2020 – Sep. 2021) wird im Herbst bekannt gegeben, aber die mehr als zur Hälfte gesammelten Daten erlauben Zwischenschlussfolgerungen. Wie viele wissen, hat das Coronavirus in diesem Jahr die Grippeviren abgelöst und auch in Schweden gab es keine Grippe. Es gab auch keine apokalyptischen Vorhersagen; nur Warnungen über die Zahl der kumulierten Todesfälle.
Ich habe mich entschieden, die Sterblichkeit in Schweden im aktuellen Grippejahr (KW 40, 2020 bis KW 15, 2021) mit der entsprechenden Sterblichkeit in 2017/2018 zu vergleichen. Hierfür gibt es zwei Gründe: Erstens erlebte Europa in diesem Winter eine schwere Grippesaison, was einen angemessenen Vergleich ermöglicht. Außerdem war die Grippesaison in Schweden im Vergleich zu den Vorjahren zwar streng, aber immer noch deutlich milder als in Europa insgesamt.
Die Grafik zeigt eine niedrigere Sterblichkeitswelle Ende 2017 und eine spürbare Welle im Februar bis März 2018 (ein weiteres Beispiel dafür, warum ein Cut-Off zum 31. Dezember historische Trends verzerren könnte). In diesem Winter fiel die Sterblichkeitswelle mit der Coronavirus-Welle und ihrem Höhepunkt Ende Dezember zusammen. (Da es im Jahr 2020 53 Wochen waren, stimmen die Daten nicht genau überein.) Eine sekundäre Coronavirus-Welle, welche Mitte Februar auftrat, auf halbem Weg des Rückgangs der ersteren, führte nicht zu einer sekundären Sterblichkeitswelle.

Die Gesamtzahl der Todesopfer in Schweden in den ersten 29 Wochen des aktuellen Grippejahres beträgt 56.452 (5.441 pro Million Einwohner) verglichen mit 55.967 (5.544 pro Million Einwohner) in derselben Zeit in 2017/2018. In diesem Winter war die durch die Grippe verursachte Übersterblichkeit in Europa mindestens doppelt so hoch wie in Schweden.
Schweden hat auch diesem erneuten Test standgehalten.

Ein kolossaler Fehler

Die Pandemie hat ihre Zahl an Todesopfer gefordert, die in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich ausgefallen sind und hauptsächlich gebrechliche ältere Menschen betrifft. Die Lockdowns und die Panik waren unbegründet, hatten keinen positiven Nutzen, sondern fügten der Gesellschaft unbeschreiblichen Schaden zu. Schwedens Statistiken zeigen uns eindeutig, dass in weiten Teilen der Welt unnötigerweise Leid verursacht sowie das Leben und die Lebensgrundlage von Menschen zerstört wurde.
Wird irgendjemand in irgendeinem Land dafür zur Rechenschaft gezogen werden?

Quelle

Dieser Beitrag stammt ursprünglich von Eyal Shahar* und ist unter folgendem Link in Englisch aufrufbar: Not a shred of doubt: Sweden was right | by Eyal Shahar | Medium.
*Emeritierter Professor für öffentliche Gesundheit (University of Arizona); MD (Universität Tel-Aviv, Israel); MPH, Epidemiologie (Universität Minnesota)
Übersetzung von Christian Kerscher


Was meinen wir vom Corona Blog Team dazu?

Wir haben uns eine brandaktuelle Pressemeldung der schwedischen Behörde für Statistik vom 12.01.2022 angesehen. In dieser werden die Todesfälle von 2015 – 2021 nach Kalenderwochen aufgeschlüsselt aufgelistet. Für das Grippejahr 2021 (von KW 40 2020 bis KW 38 2021) werden darin 92.435 Todesfälle in Schweden verzeichnet. Die EuroStat Datenbank sagt aus, dass 2021 in Schweden 10.379.295 Personen lebten. Damit kommt man auf eine Rate von 8,901 Tote pro Million Einwohner. Tragen wir das im Diagramm von Prof. Shahar nach, dann ergibt sich folgendes Bild:

Wie man sieht, liegt 2021 sogar leicht unter der Prognose, die Prof. Shahar mit den Werten der Vorjahre getroffen hat.
Wir stellen also auch zurückblickend fest: Prof. Shahar hat recht behalten!
Passend zur aktuellen Situation ist übrigens auf einies der Lieblingszitate von Prof. Shahar:

Übertriebene Vorsicht hat nichts besonders Wissenschaftliches an sich.
Die Wissenschaft lebt von gewagten Verallgemeinerungen

L. Hogben

Abonniert gerne den Telegram Kanal – Corona ist nicht das Problem, dort könnt ihr euch noch umfangreicher als hier auf dem Blog informieren.

18 Antworten auf „Über jeden Zweifel erhaben: Schweden hat richtig gehandelt“

Danke für den wertvollen Bericht.
Und bei uns im Land gehen die Quarantänemaßnahmen weiter. Die Lehrer/-innen, deren letzte Impfung mehr als 3 Monate alt ist, und die sich inzwischen nicht „geboostert“ haben, müssen nun als Kontaktperson in Quarantäne und können ihre Schüler für 7 Tage nicht vor Ort unterrichten. Der Schaden für die Kinder und deren Bildung ist unermesslich.

Weil alles eben nur auf Lug und Trug aufgebaut war und ist.

„Sensationelle Bestätigung von US-Gesundheits-Chef Dr. Fauci: PCR-Test kann Viren und ihre Übertragung nicht nachweisen“.

Dieser Satz eines Artikels aus dem Blog Fassadenkratzer. Und anhand dieser Lüge werden seit 22 Monaten Gesellschaften zerstört. Und das schlimme daran ist: die Masse hält noch immer daran fest … oder hielt daran fest, denn allmählich bröckelt die Lügenmauer.

Die Aussage von Cynjker stimmt mit meiner Ansicht überein.
Das ein Ende der Pandemie viele Politiker Bloßstellen würde,hat im vergangenen Jahr schon ein Schweizer festgestellt.
Leider hat unsere Regierung nicht genug (sorry) Arsch in der Hose zuzugeben das der ganze Pandemiezirkus auf Fehlentscheidungen beruht.Die Deutsche Wirtschaft steht am Abgrund und wird unerbittlich weitergetrieben.Warum werden diese Politiker nicht zur Verantwortung gezogen;sie erhalten hohe Diäten,egal ob richtig oder falsch.
Schon der Sozialismus hat gezeigt dass das nicht funktioniert.

Zitat aus dem Beitrag

https://uncutnews.ch/was-sie-wirklich-meinen-wenn-sie-vom-leben-mit-covid-reden/

„…….. Was ist wirklich gemeint, wenn es heißt „mit Covid leben“?

Zunächst einmal sollten wir nicht den Fehler machen, einer Regierung, den Medien oder einem „Experten“ zu vertrauen, nur weil sie anfangen, 20% der Wahrheit zu sagen.

Sie sind Lügner, sie haben eine Agenda, das ist immer so – man sollte sich dessen immer bewusst sein, auch wenn – oder gerade wenn – sie einem plötzlich sagen, was man hören will.

Sie haben das Licht nicht gesehen, sie korrigieren ihre Fehler nicht, sie werden nicht endlich vernünftig, und sie wechseln nicht die Seiten.

Es gibt keine Damaskus-Bekehrungen. Es gibt keine Welle von schlechtem Gewissen, die durch die Elite schwappt.

Sie haben eine Agenda. Sie haben immer eine Agenda.

Sie sollten auch alle Vorstellungen von einer „Rückkehr zur Normalität“ aus Ihrem Kopf verbannen. Das wird nicht geschehen.

Woher wissen wir das? Weil sie es gesagt haben.

Die Hälfte der Artikel, die sich mit dem Thema „Leben mit Covid“ befassen, gehen im Detail darauf ein, dass sich die Dinge nicht wirklich ändern werden. Nehmen Sie diesen, der gestern im „Guardian“ erschien:

„Leben mit Covid“ muss nicht bedeuten, dass man alle Schutzmaßnahmen über Bord wirft

Darin wird dargelegt, dass Covid bald endemisch werden könnte, dass die Massentests bei asymptomatischen Menschen kontraproduktiv sein könnten und möglicherweise eingestellt werden sollten – aber das bedeutet keine Kehrtwende bei Masken oder Impfstoffen gemacht und öffnet einer neuen „Variante“ Tür und Tor, um in Zukunft weitere Lockdowns zu veranlassen:

„Leben mit Covid“ muss nicht bedeuten, jede Schutzmaßnahme rückgängig zu machen. Wenn bessere Belüftung und Gesichtsmasken die Auswirkungen von Atemwegserkrankungen im Winter verringern, ist das positiv, auch wenn der NHS nicht mehr unmittelbar von einer Überlastung bedroht ist. Wir müssen auch weiterhin die Bedrohung durch neue Varianten im Auge behalten, die immer noch große Rückschläge verursachen könnten. Es gibt keine Garantie dafür, dass in Zukunft nicht eine andere Variante auftaucht, die infektiöser und virulenter ist als Omicron. Die Wissenschaftler sagen, dass die Unterstützung der weltweiten Impfanstrengungen entscheidend sein wird, um den Weg zur Normalität zu sichern.

Masken, Arbeit von zu Hause aus und soziale Distanzierung in belebten Umgebungen könnten laut einem der oben genannten „CNBC“-Artikel „greifbar bleiben“. Und „Covid-Booster könnten wie jährliche Grippeimpfungen werden“.

In der Zwischenzeit warnen „Experten“, dass wir uns auf „Schübe“ alle drei oder vier Monate einstellen sollten, selbst wenn Covid endemisch ist.

Es scheint, dass „mit dem Virus leben“ bedeutet, den Status quo beizubehalten, ein paar Einschränkungen zu lockern, aber den Weg für neue Wellen von Angstpornos freizuhalten, falls sich die Notwendigkeit ergibt.

Aber warum? Warum tun sie das jetzt?

Es könnte sein, dass es Spaltungen und Fraktionen gibt, Brüche in den Korridoren der Macht. Vielleicht wollen einige Mitglieder des großen Clubs die Pandemie dort stoppen, wo sie gerade ist, weil sie befürchten, dass jeder weitere Fortschritt auf dem Weg zum „Großen Reset“ ihre eigene Position oder ihren eigenen Reichtum gefährden könnte.

Vielleicht.

Was ich für wahrscheinlicher halte, ist, dass sie spüren, dass sie sich bereits zu weit aus dem Fenster gelehnt haben und dass eine weitere Ausdehnung ihre gesamte Geschichte in Stücke reißen könnte.

Um eine treffende Metapher zu verwenden, stellen Sie sich die „Great Reset“-Agenda wie eine Invasionsarmee vor, die durch eine Stadt nach der anderen marschiert, eine Schlacht nach der anderen gewinnt und dabei alles niederbrennt.

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man aufhören muss. Ihre Nachschublinien sind angespannt, Ihre Männer sind müde und zahlenmäßig geschwächt, und die besetzten Bürger leisten immer mehr Widerstand. Wenn Sie jetzt weitermachen, könnte Ihr gesamter Feldzug scheitern.

In einer solchen Situation ziehen Sie sich in eine vertretbare Position zurück und befestigen sie. Sie geben das Land, das Sie erobert haben, nicht zurück, zumindest nicht viel davon, aber Sie hören auf, weiter vorzudringen.

Die Menschen, in deren Land Sie eingedrungen sind, werden froh sein, dass der Krieg vorbei ist, sie werden des Kämpfens müde sein, sie werden erleichtert sein über die Atempause, bevor sie merken, wie viel von ihrem Land Sie ihnen weggenommen haben. Vielleicht sagen sie sogar: „Sollen sie es doch behalten, solange sie uns nicht mehr angreifen“.

So funktioniert Eroberung, seit den Tagen des alten Rom und darüber hinaus. Ein Zyklus von Angriffen, gefolgt von Befestigungen.

Wenn wir von „pandemisch“ zu „endemisch“ übergehen, werden wir unsere Rechte nicht zurückbekommen, die Impfpässe, die Überwachung und die Kultur der Paranoia und Angst werden bleiben, aber die Menschen werden so erleichtert sein, dass die Angst- und Propagandakampagne pausiert, dass sie aufhören, sich zu wehren.

Sie werden sich nicht wehren, und die „neue Normalität“ wird buchstäblich genau das werden: normal.

Wahrscheinlich werden sie sogar grünes Licht für alles geben, was Bill Gates tun will, um sicherzustellen, dass „Covid die letzte Pandemie ist“.

Und dann, eines Tages, wenn die Menschen wieder nett und fügsam sind, wird eine neue Variante zurückkommen, oder wir werden eine „Klimasperre“ brauchen, und der Drang nach Kontrolle über jeden Aspekt unseres Lebens wird wieder ernsthaft beginnen.

Das Beste, was wir tun können, ist, nicht in diese Falle zu tappen.

Die Presse, die Politiker und Big Pharma haben nicht alle die Wahrheit erkannt, sie nutzen nur einige kleine Teile der Wahrheit, die sie seit zwei Jahren ignoriert haben, um ihre Position zu stärken.

Aber das macht es nicht zu einer schlechten Sache.

Allein die Tatsache, dass sie das Gefühl haben, dies tun zu müssen, zeigt, dass sich Widerstand formiert und dass sie versuchen, uns einzulullen, damit wir uns entspannen.

Jetzt wäre der schlechteste Zeitpunkt, um den Kampf einzustellen.„

Ich lebe seit einem Jahr in Schweden und ich kann definitiv sagen, dass die Gesellschaft in Schweden eine funktionierende Gemeinschaft geblieben ist, trotz Corona. In Deutschland hat stattdessen eine furchtbare Spaltung der Gesellschaft/Bevölkerung stattgefunden. Erst heute hat mich ein Schwede in unserem Ort wieder gefragt, warum die Ungeimpften in Deutschland so schlecht behandelt werden, warum sie vom Leben regelrecht ausgeschlossen werden. Es würde doch bis jetzt keine Impfpflicht in Deutschland geben, also sei es doch jedem freigestellt, sich impfen zu lassen oder eben auch nicht. Das müßte man doch respektieren. Tja, was soll man darauf antworten?
Mich hat in diesem Jahr in Schweden noch niemand gefragt, ob ich geimpft bin oder nicht. Da es auch hier keine Impfpflicht gibt, ist es eines jeden persönliche Entscheidung, die es zu respektieren gilt. Für mich der größte (positive) Unterschied zu Deutschland ist die fehlende Panik in den Medien und dass es auch noch andere Themen gibt über die man spricht und diskutiert. Es ist ein fast „normales“ Leben. Zumindest hier in der Provinz. Ich hoffe, es bleibt so.

Liebe Annika, vielen Dank für interessante und positive Informationen über Schweden.

Ich habe aber vor einpaar Tagen gelesen, dass es mittlerweile auch in Schweden mit Ausgrenzung von Ungeimpften losgehen soll – dass sie kaum noch Gastronomiebetriebe betreten und keine Theater, Klubs etc. mehr besuchen dürfen. Da ich aber keine Verbindungen nach Schweden habe, weiß ich nicht, ob und inwiefern diese Information als wahrheitsgetreu betrachtet werden darf (wobei meine Hoffnung auf Verneinung dieser Frage plädiert…).

Ob Sie vielleicht dazu bitte was erzählen könnten und würden? So zu sagen, aus der ersten Hand? Ich wäre Ihnen dafür sehr verbunden ☺

Liebe Miloja,

Sie dürfen nicht alles glauben, was in deutschen Zeitungen über Schweden steht. Mich macht es wirklich wütend in den Medien zu lesen, dass die Beschränkungen jetzt massiv verschärft würden, dass man auch nicht mehr überall reinkomme, dass man als Ungeimpfter ausgegrenzt sei.
Die neuen Beschränkungen, welche die schwedische Ministerpräsidentin am Montag bekannt gab, sind im Verhältnis zu Deutschland pipifax.
Ja, Veranstalter von Events mit mehr als 500 Menschen sind angehalten, nun nur noch Geimpfte hineinzulassen. Ob sie es tatsächlich machen, sei dahin gestellt. Die Macher des Göteborg Filmfestivals haben jedenfalls enormen Gegenwind erhalten, als sie es für das Festival bekanntgaben.
Da ich solche Festivitäten normalerweise nicht besuche, stört mich die Entscheidung nun nicht gerade besonders. Mir ist wichtig, wie das Alltagsleben abläuft. Alle Arbeitnehmer sind nun aufgefordert, falls möglich, ins homeoffice zu gehen. Und wenn möglich, sollte man sich auch zu Hause bei den Kontakten beschränken, d.h. keine großen Partys mit vielen Leuten feiern. Ist auch kein großes Problem für die Menschen. Zum Einkaufen kann jeder gehen, egal ob geimpft oder ungeimpft und mit Einkaufen meine ich in jedes Geschäft, nicht nur in Supermärkte. Die Geschäfte dürfen im Zuge der Verschärfung aber nur noch eine bestimmte Anzahl von Leuten hineinlassen. Und falls gerade voll, muss man eben warten, aber das trifft sowohl Ungeimpfte als auch Geimpfte!! Ich komme auch weiterhin in ein Cafe oder ein Restaurant, aber viele Gastronomiebetriebe haben zugemacht, weil ihnen die Einschränkungen der Regierung bereits zu weit gehen und verkaufen nur noch Gerichte zum Abholen. Den öffentlichen Verkehr (Busse, Züge, Flugzeuge) kann jeder nutzen. Für Busse und Züge braucht man keine Test- oder Impfnachweise, auch das Maskentragen ist kein Zwang, wird aber im engen Berufsverkehr (z.B. in Stockholm, Göteborg, Malmö) empfohlen. Bei innerschwedischen Flügen bin ich jetzt gerade überfragt, ob man da irgendwelche Nachweise braucht. Bei den SAS-Flügen ist auf jeden Fall das Tragen von Masken vorgeschrieben.
Kinder, jünger als 6 Jahre, werden hier überhaupt nicht getestet. Man will die Psyche der Kinder nicht kaputt machen. Ansonsten geht man zum Testen nur, wenn man tatsächlich irgendwelche Beschwerden verspürt. Man holt sich beim örtlichen Gesundheitszentrum einen Test aus dem Automaten, führt den Test selbst durch, steckt das Röhrchen mit den notwendigen Angaben wieder in den Automaten und nach ein paar Stunden kriegt man das Ergebnis per sms auf sein Handy. In der alltäglichen Handhabung der Corona Pandemie ist das Ganze sehr viel entspannter als in Deutschland.
Und wie bereits gesagt, Ungeimpfte werden nicht dämonisiert, werden nicht als potentielle Gefährder für andere angesehen, die es zu „separieren“ gilt (welch schreckliches Wort!!).
Im Kriseninterventionszentrum der schwedischen Polizei steht z.B. der folgende Text:
„Special advice to those not vaccinated – Not being vaccinated increases the risk of serious illness from Covid-19. To avoid becoming infected, people who are unvaccinated should be extra careful and avoid crowded indoor environments“

Diese Worte enthalten keine Herabwürdigung, keine Häme, keinen Hass auf die Ungeimpften. Man ruft sie ganz pragmatisch einfach nur zur besonderen Vorsicht auf. Und fertig ist!!

An dieser Verhaltensweise sollte sich jedes Land ein Beispiel nehmen – ganz besonders Deutschland!!!

Stattdessen wird hier lieber nur noch Lügenmüll über andere Länder erzählt, um unserer Öffentlichkeit noch mehr Schreck einzujagen… Das ist so depremierend und herabwürdigend, insbesondere vor dem Hintergrund der furchtbaren Schadens- und Todeszahlen infolge der „Impfungwen“, die ja gar keine sind, worüber schon sogar manche Politiker und Wissenschaftler öffentlich in MSM reden… Doch dagegen scheint die deutsche Regierung mit ihrer Massenpropaganda und Menschenverachtung (noch) immun zu sein…

Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort und Ihre Zeit! Hoffen wir, dass Schweden dem üblichen Lobbydruck auch weiterhin nicht nachgibt und sich das Bild für alle anderen sehr bald zurecht umdreht!!!

Ich habe mal gelesen, dass sich evtl was ändern könnte in Schweden. Denn dieses Jahr finden Parlamentswahlen statt und es sieht angeblich so aus, als ob die derzeitige sozialdemokatische Minderheitsregierung abgewählt würde und die konservativen Parteien an die Macht kommen. Und diese haben eben nicht diese lasche Einstellung zu den Corona Massnahmen wie die bisherige Regierung, sondern fordern härtere Corona Regeln. Ist da was dran?

Es ist völlig unwissenschaftlich die Ungeimpften in den Lockdown zu zwingen. Medizinisch, wissenschaftlich und auch logisch richtig wäre es die Impfer/-innen in Quarantäne zu verwahren, nach dem Prinzip „Die Guten ins Töpfchen“. Dort verbleiben die Impfer/-innen dann in völliger Sicherheit, erhalten ihre regelmässigen Auffrischungsimpfungen und täglich frischen FFP2 Innenraummasken usw, bis die Pandemie vorbei ist. Nur in Quarantäne sind die Impfer/-innen in Sicherheit!!

Diese Maßnahmen wären bei deren Befürchtungen bestimmt angebracht.
Es wäre interessant, ob sie sich wehren würden und endlich aufwachen würden, wenn man sie einführen würde.
Aber wir wollen ja nicht gemein sein, haben Mitgefühl und wollen nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.

Nein. Schweden hat es nicht richtig gemacht. Auch in Schweden wurden nach Ausrufung der „Pandemie“ und Anstieg der Hysterisierung und Panik massenhaft alte Menschen von Krankenhäusern in Pflegeheime verlegt um Platz für die befürchtete Welle von Covid-Kranken zu schaffen. Damit, mit dem massiven Einschleppen von Krankenhauskeimen in die Pflegeheime begann dort das massenhafte Sterben (wie auch in Italien, teils England, Belgien, New York, …).

Aber Schwedens Verantwortliche haben diesen Fehler wenigstens erkannt und benannt und sich dafür entschuldigt.

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