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Erfahrungsbericht – # 1 Großdemonstration in Berlin 01.August 2020

Nochmal für alle – vor allem diejenigen die nicht bei der Großdemonstration dabei waren und nun meinen, anhand eines Bildes (eine Momentaufnahme) sich ein Urteil bilden zu wollen

1. Die Menschen standen bereits seit 10:00 Uhr auf der Straße (Unter den Linden – Treffpunkt) in der prallen Sonne.
Der Aufzug ging dann erst kurz nach 11:00 Uhr sehr schleppend los – sprich die Menschen liefen ca. 5h, für in etwa 8km, bei 30 Grad, durch Berlin – aber kein Wunder bei der Menschenmenge.
Dabei kamen dann noch Schikanen der Polizei hinzu; wie eine spontane Umleitung der Menschen über eine andere Seitenstraße – von Seiten der Beamten wurde erklärt, „die Straße des 17. Juni wäre bereits überfüllt – deshalb diese Maßnahme“. 🤔
Wieso wusste der Spiegel in seinem Artikel bereits zu dem Zeitpunkt, als der Aufzug noch im vollen Gange war, dass die Demonstration von der Polizei untersagt wurde/wird?

2. Zu besagten Gegendemonstranten, welche sich an den abgesperrten Kreuzungen befanden, kann ich sagen, diese waren gefühlt vielleicht mit max. 40 Personen (oder soll ich sagen 4 Personen ) an einem Hot-Spot, an weiteren Absperrungen bemerkte man diese kaum.

Wir riefen vereint den Menschen entgegen „Nazis raus“ und distanzierten uns gewollt und überzeugt von diesen Anschuldigungen.

3. Es fiel auf, dass sich die Presse gezielt und bewusst an diesem Hot-Spot aufhielt um dort Gegendemonstranten zu filmen.
Unsere Zwischenrufe mit „Nazis raus“ werden aber in den Videos so gezeigt, als kämen Sie von den Gegendemonstranten.
Es wurden die 4-5 in Frage zu stellenden Flaggen gewollt in Szene gesetzt und darauf herumgeritten – diese Personen fest zu machen wäre die Aufgabe der Polizei gewesen – denn niemand Anderes darf Personenkontrollen durchführen.
Dem kamen die Beamten aber gewollt (?) nicht nach.
Vielleicht liegt das auch an nachstehenden Aspekt?

4. Auf dem ganzen Weg und es waren ja doch 8km, habe ich vielleicht 20 Polizisten aktiv wahrgenommen, wobei aktiv auch übertrieben dargestellt ist, Sie standen mit Stift und Zettel an Häuserwänden und notierten sich Dinge (?).
Polizei-Durchsagen waren zu keinem Zeitpunkt zu hören, vielleicht hat die Polizei/Politik nicht mit so einem Aufzug gerechnet 🤷 – denn zwischenzeitlich kreuzten unsere Laufroute Autos …
Wird ein Aufzug nicht u.a. deshalb angemeldet, dass einen die Polizei vor solchen Verkehrsteilnehmern schützt?
Wieso berichtet die Presse nicht von dieser Missachtung durch die Polizei?
Aber vielleicht war die Polizei auch mit wichtigerem Beschäftigt: vielleicht mit der Demonstration einer linken Gruppierung die gegen die Räumung eines Geschäfts demonstrierte?
Hier die original Pressemitteilung der Polizei Berlin.


Pressemitteilung der Polizei Berlin zu den Demonstrationen am 01. August 2020 – Polizeimeldung vom 02.08.2020, berlinweit, Nr. 1805

„Zeitgleich versammelten sich in Neukölln rund 400 Personen zu einem Aufzug, der unter dem Motto „Gegen Räumungen, Abschiebungen & Faschisierung“ angemeldet worden war. Kurz nach Beginn dessen wuchs er auf 2.500 Personen an. An der Hermannstraße Ecke Flughafenstraße griffen die Versammlungsteilnehmenden dann unvermittelt die Polizeikräfte an und bewarfen sie unter anderem mit Steinen. Dabei umzingelten sie auch Einsatzkräfte, die zur Verkehrsregelung eingesetzt waren, und bewarfen diese mit Steinen.
Eine Polizistin konnte sich vor diesem Angriff nur zu Fuß in Sicherheit bringen, wobei sie von einer vermummten Personengruppe verfolgt und mit Gegenständen beworfen wurde. Bei diesem Angriff wurden drei Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte leicht verletzt. Ein weiterer Mitarbeiter erlitt einen Schock. Alle vier mussten ihren Dienst abbrechen. Zwei Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt.“

„Erst durch nachalarmierte Kräfte konnte die Lage beruhigt werden. Die Versammlungsleitung hatte zwischenzeitlich den Aufzug beendet, da sie keinen Einfluss mehr auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen konnte. Durch die Angriffe wurden mehrere Kolleginnen und Kollegen verletzt, drei von ihnen mussten in ein Krankenhaus verbracht werden, da sie zum Teil Verletzungen durch Glassplitter im Gesicht aufwiesen.“
„Nach jetzigem Stand wurden 45 Einsatzkräfte verletzt.“
Hier geht es zu dem Artikel – klick.


5. Als die Menschen dann auf der Straße des 17. Juni ankamen, erblickten Sie eine Autosperre der Polizei mit einem Leuchtschild. An einem der Polizeibusse leuchtete immer wieder im Wechsel „Überfüllt“ mit Pfeilen in Richtung der Grünflächen, des Großen Tiergarten. Man konnte also nicht direkt zu der Bühne laufen. Als Teilnehmerin wunderte ich mich, denn zwischen den Lücken der parkenden Polizeibusse sah man, dass die Straße noch halb leer war. Da bei den Polizeibussen kein Durchkommen war, liefen wir der Menge durch den Park hinterher, sprich direkt neben der Straße des 17. Juni – allerdings durch die Bäume verdeckt. Die Abzweigungen die durch den Park zu der Straße des 17. Juni (in regelmäßigen Abständen) führten, waren durch Beamte gesperrt.
Der Park war zur Straße hin auch durch einen Zaun abgegrenzt, welcher stark mit Dornen und Brennnesseln bewachsen war (Breite ca. 2 Meter).
Man konnte also erst ziemlich weit oben auf die Straße des 17. Juni gelangen, wo sich schlussfolgernd bereits die Menschen „stapelten“ da nur ein schmaler Zugang zu der Straße führte 🤷‍♀️.
Gewollt?

Für mich war dies nicht logisch, derzeit beschleicht mich ein Gefühl, dass dies evtl. sogar gewollt war?
Die Nichteinhaltung der Maskenpflicht auf der nun herumgeritten wird, war aus gesundheitlichen Gründen zu keinem Zeitpunkt überhaupt möglich, geschweige denn, dass die Polizei dies kontrollierte (hätte Sie ja gekonnt).
Menschen die bei 30 Grad z.T. 5h in der prallen Sonne liefen sollten sich dann auf dem Gelände eine Maske aufsetzen?
Selbst die Polizisten zogen sich immer wieder die Masken vom Gesicht, da Sie kaum atmen konnten.

6. Als die Menschen dann erschöpft angekommen waren, hielten sich viele rechts und links unter den Bäumen – die Schatten spendeten – auf, um sich erst mal kurz zu erholen.
Die Straße des 17. Juni wie man gut sehen kann, bietet keine Schattenflächen, sodass gut und gerne – bei dem ein oder Anderen Bild – der Eindruck entstehen mag, es waren ja nicht mehr als 20.000 Menschen oder vielleicht sogar weniger.

Update zu der Teilnehmerzahlen von den Veranstaltern selbst
Die Organisatoren des Aufzugs in Berlin am 01. August 2020 – Nadine und Nils von Bewegung Leipzig – erklären im Interview wie Sie auf die 800.000 Teilnehmer kommen 🤫Es waren natürlich nur 20.000 (Die ersten 20 Minuten des Videos sind relevant) – klick.

7. Alle die an der Versammlung teilgenommen haben, wissen, dass sich unzählige Menschen im Park (Tiergarten) befanden, viele sich noch auf dem Aufzug befanden, ein Großteil der Menschen stieß erst nach 16:00 Uhr auf das Gelände – u.a. weil Sie von der Polizei auf dem Weg zum Gelände durch unnötige Umleitungen, m.E. nach Schikane – aufgehalten wurden und unnötig in der prallen Sonne laufen mussten.

Ich möchte nicht behaupten, dass ich hier alles allumfänglich darstelle, aber dies war meine Wahrnehmung der in meinen Augen absolut friedlichen Demonstration, welche ein so noch nie gesehenes Ausmaß annahm.

Es wäre schön, wenn wir uns an die tollen Momente erinnern und uns diese wirklich außergewöhnlichen Stimmung bewahren ❤️.

Aber die Menschen die dort waren wissen es ja 📸

Macht euch durch dieses Video selbst ein Bild ❤️
Danke Lars Töpfer (YouTube) – AHA-Regeln neu definiert – News aus Berlin – Coole Anleitung zum Nachdenken

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