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Neue Studie von Prof. Ioannidis – erschienen am 14. Oktober 2020 – Gefährlichkeit von Covid-19 werde überschätzt

BIH

John P. A. Ioannidis – weltweit bekannter Epidemiologe und Forscher von der Stanford University – veröffentlichte am 14. Oktober 2020 eine neue Studie – „Hier der Link zur Studie“.
John Ioannidis von der Universität Stanford veröffentlichte 2005 ein tausendfach zitiertes Paper mit dem provokanten Titel: Why most published research findings are false, zu Deutsch: Warum die meisten veröffentlichten Forschungsergebnisse falsch sind.
Mit dieser neuen Studie versucht Ioannidis seine frühen Einschätzungen und Untersuchungen zur Coronaviruspandemie noch einmal zu untermauern.
Nachdem er schon früh erklärt hatte, dass die Gefährlichkeit von Covid-19 überschätzt werde, weswegen Lockdowns nicht notwendig seien, wurde er zu einer prominenten Bezugsfigur für die Menschen.
Jedoch von unseren Öffentlich-Rechtlichen Medien totgeschwiegen.
Für seine neue Metastudie, die die Infektionssterblichkeit aus Untersuchungen zur Verbreitung von Antikörpern (Seroprävalenz) abschätzt, hat Ioannidis 61 Studien und 8 nationale Schätzungen für 51 Regionen/Länder analysiert

Es gibt keine wirklich neuen Erkenntnisse, aber die schon zuvor veröffentlichten Befunde werden auf gewisse Weise noch einmal bestätigt, also dass die Covid-19-Infektionssterblichkeit nicht sehr hoch ist und dass weit mehr Menschen bereits infiziert wurden, als aus den offiziellen Zahlen hervorgeht.
Die durchschnittliche globale Mortalität ist also ähnlich oder geringer als eine Grippewelle.
Ioannidis weist selbst darauf hin, dass die von ihm analysierten Studien schwer vergleichbar sind und auch die Frage der tatsächlichen Repräsentativität besteht.

6 Antworten auf „Neue Studie von Prof. Ioannidis – erschienen am 14. Oktober 2020 – Gefährlichkeit von Covid-19 werde überschätzt“

Hallo,
dies hilft insoweit, dass sich Menschen informieren können – auf wissenschaftliche Daten zurück greifen können.
Durch diese Menschen wachen immer mehr Menschen auf 😉

Viele Grüße
die Zwitscherer 🐦

Saurabh Jha: Let me ask you, frankly. Did you support the lockdown?

John P.A. Ioannidis: Let me answer, frankly. Yes. But only as a temporary measure.

Saurabh Jha: So, you’re not against locking down the economy?

John P.A. Ioannidis: By February, we missed the window for nipping the novel coronavirus in the bud. Had we acted earlier, with aggressive testing, tracing, and isolating, like the South Koreans, the Taiwanese and the Singaporeans did, the virus wouldn’t have spread as wildly as it did. The biggest lesson from this pandemic is that the costs of delaying controlling the infection can be substantial. Act decisively in haste or repent at leisure.

Once we missed the boat, the lockdown was inevitable. I say „inevitable“ grudgingly because I don’t think it should have reached that eventuality.

Saurabh Jha: The situation would certainly have been different had the extent of the spread been identified in January, and the infection was controlled. If I understand you correctly, given our situation in March, as avoidable as it could have been, and our state of knowledge at that time, you supported the lockdown.

John P.A. Ioannidis: That’s correct.

Quelle: „John Ioannidis Explains His COVID Views“
https://www.medscape.com/viewarticle/933977

Danke für den Link. Lohnt sich, das ganz durchzulesen, denn er sagt ja z.B. direkt nach dem „That’s correct“:

That’s correct. Once the country was locked down, I felt we should be focusing in minimizing its duration. I view „lockdown“ as a drug with dangerous side effects when its use is prolonged. It’s an extreme measure — a last resort, the nuclear option.

A country should be locked down not a minute longer than absolutely necessary. We have to keep assessing its risk-benefit calculus, by collecting and analyzing data, making sure we’re measuring the denominator accurately, and finding vulnerable and not vulnerable sub-groups.

Question: I don’t mean to play „gotcha.“ But isn’t what you’re saying contradictory? You didn’t believe that COVID-19 was a „3.4 % fatality rate“ pandemic but you also supported the lockdown, which you, rightly, call an „extreme“ measure.
Answer: If the fatality rate were truly 3.4 %, I’d have myself tied like Ulysses did, perhaps to my refrigerator to avoid ever getting out of my house. I’d want an even stricter lockdown. One of the challenges in science communication is downgrading the threat of an infection, which you believe is inflated, without making it sound harmless. That I didn’t think that COVID-19 was that dangerous didn’t mean that I thought it was harmless.

Nach dem Thema Lockdown folgt dort vieles mehr. Sehr ruhig, klar und sachlich. Der letzte Punkt des Interviews ist sehr interessant, weil seine Papier wohl bewußt nicht veröffentlicht wurden, weil die Medien Angst vor einem Shitstorm hatten.

Wenn ich das richtig verstehe, ist ein Lockdown als temporäre Maßnahme nur deshalb notwendig, weil auf das Infektionsgeschehen am Anfang nicht vernünftig reagiert wurde und zu viel Zeit verstrich.
Soweit korrekt, wenn es darum geht, die Verbreitung des Virus einzudämmen.
Gleichzeitig stellen die Ergebnisse der Studie aber in Frage, ob die Gefahr nicht doch so weit überschätzt wurde, dass entsprechende, ergriffene Maßnahmen weit über das Notwendige hinausgehen.
Irgendwie seltsam – Lockdown ist nicht notwendig, kann aber sinnvoll sein. Den Widerspruch muss man erst einmal auflösen.

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