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PEI Sicherheitsbericht

8. Sicherheitsbericht des PEI: 351 Todesfälle nach der Impfung und wieder einmal viele Fragezeichen

Der 8. Sicherheitsbericht des PEI enthält Meldungen bis zum 12.03.2021. Eine Auswertung der spärlichen Informationen, die das PEI mit ca. zwei Wochen Verzug herausgibt.

Am (späten Nachmittag des) 23.03.2021 ist der 8. Sicherheitsbericht des Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (Paul-Ehrlich-Institut, PEI) veröffentlicht worden. Er enthält Daten, die bis zum 12.03.2021 gesammelt wurden – das PEI benötigte also ganze 11 Tage zum veröffentlichen der Daten. Einzige Ausnahme bilden Sinusvenenthrombosen (Blutgerinnsel im Gehirn) und Thrombozytopenie (Abnahme der Blutplättchen, was zum Einbluten in Haut und Organe führen kann), hier enthält der Bericht Daten bis zum 19.03.2021.

Bei 41 Personen kam es entweder zu einer Thrombozytopenie oder einer Sinusvenenthrombosen – bei 9 Personen davon zu beidem.


Bis dato erhielten 6.113.484 Menschen in Deutschland eine der drei verfügbaren (BioNTech-Pfizer, Moderna, AstraZeneca) Impfungen, davon 2.749.786 Personen ebenfalls die Zweitimpfung. 64% der Geimpften waren dabei Frauen.

Allgemeine Impfnebenwirkungen

Insgesamt traten bei 19.194 Personen Impfnebenwirkungen auf, davon klassifiziert das PEI 2.287 Fälle als „schwerwiegend“.
In folgender Grafik ist der Sachverhalt dargestellt:

PEI Klassifizierung der Schwere der Meldungen, getrennt nach Impfstoff

Überraschend ist, dass der Anteil der schwerwiegenden Impfnebenwirkungen bei BioNTech-Pfizer am Größten (16,5%) ist, dicht gefolgt von Moderna (15,4%) und erst danach AstraZeneca (4,6%).
Dies steht scheinbar in direktem Widerspruch zur medialen Wahrnehmung, wo AstraZeneca als der „gefährlichste“ Impfstoff hingestellt wird.
Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass BioNTech-Pfizer bisher mit Masse an ältere Menschen (in Pflegeheimen) verimpft wurde – und starke Impfnebenwirkungen (oder sogar Todesfälle) dort kein so großes, mediales Interesse wecken, wie z.B. der Tod eines jungen Menschen. Da AstraZeneca ausschließlich an jüngere Menschen verimpft wird, treten dann vermehrt solche Impfnebenwirkungen auf, über die die Presse berichtet. Die Grafik gibt also einen Vorgeschmack auf das, worauf wir uns einstellen können, wenn die mRNA Impfstoffe auch vermehrt an junge Menschen verimpft werden.

Die folgende Grafik zeigt die häufigsten, gemeldeten Impfnebenwirkungen:

Häufig gemeldete Impfnebenwirkungen (prozentualer Anteil der Anzahl der jeweilig
gemeldeten Impfnebenwirkungen an der Gesamtzahl der gemeldeten
Impfnebenwirkungen des jeweiligen Impfstoffs)

Bis zum 12.03.2021 wurden ferner bei 127 Menschen anaphylaktische Reaktionen nach der Impfung gemeldet. Personen mit diesen Impfnebenwirkungen waren im Schnitt nur 41,8 Jahre alt. Auffallend ist hier, dass 119 dieser Meldungen Frauen betrafen – das entspricht einem Anteil von 93,7%.
Damit sind – auch wenn man beachtet, dass insgesamt 64% der Geimpften Frauen waren – unverhältnismäßig viele Frauen von anaphylaktischen Reaktionen nach der Impfung betroffen. Das PEI erwähnt dies im Bericht noch nicht einmal bzw. geht auf diesen Sachverhalt ein.

Auffälligkeiten bei der Meldung der Todesfälle

Darüber hinaus wurden dem PEI angeblich 351 Personen gemeldet, die im Zusammenhang mit der Impfung verstorben sind. Das jüngste Opfer war gerade einmal 24 Jahre alt. Die Impfopfer starben innerhalb von einer Stunde bis 40 Tage nach der Impfung. Es bleibt unklar, ob sich die Zahl der Todesfälle nach der Impfung auf den Stichtag 12.03.2021 oder 19.03.2021 bezieht.

Überraschend ist die nur marginal gestiegene Anzahl an Personen, die nach der Impfung verstorben ist. Von 330 Todesfällen bis zum 26.02.2021 stieg die Zahl nun um lediglich 21 auf 351 Todesfälle. Und das, obwohl die Zahl der geimpften Personen von 3.881.487 auf 6.113.484 angestiegen ist und sich die Meldungen über Todesfälle nach der Impfung in der Lokalpresse die letzten Wochen stark mehrten. Wir haben den Sachverhalt grafisch dargestellt:

Trotz starkem Anstieg der geimpften Personen sieht es seit Anfang März so aus, als ob geimpfte Personen nicht mehr sterben. Ist die Impfung etwa Quelle ewigen Lebens – oder schönt das PEI extrem die Zahlen?

„Unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse“

Das PEI wendet sich in einem eigenen Absatz den Themen „Thrombozytopenie“ und „Sinusvenenthrombose“, hier explizit mit den Meldungen bis zum 19.03.2021. Das PEI kategorisiert diese als „unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse“.
Unter Thrombozytopenie versteht man den Mangel an Blutplättchen. Bei einem starken Mangel kann es dazu kommen, dass es zu sogenannten „Spontanblutungen“ kommen kann. Diese äußern sich in Symptomen, angefangen bei Nasenbluten bis hin zu Einblutungen in die Haut oder in innere Organe.
Eine Sinusvenenthrombose bezeichnet ein Blutgerinnsel im Gehirn, wobei streng genommen der vom PEI genutzte Ausdruck der „Sinusvenenthrombose“ falsch ist und der korrekte Begriff „Hirnvenenthrombose“ lauten müsste, da die Sinus Blutleiter im Gehirn keine Venen sind. Nichtsdestotrotz kann solch ein Blutgerinnsel im Gehirn zum Beispiel zu Lähmungen oder dem Verlust des Sehvermögens führen.
Interessant ist, dass im Bericht großspurig angekündigt wird „Aus aktuellem Anlass berichtet das Paul-Ehrlich-Institut über Fälle einer
Sinusvenenthrombose […]“
, die eigentliche Auswertung (die ein ganzes Kapitel im Bericht spendiert bekam) geht dann über ganze 7 Zeilen.
Schauen wir uns die spärlichen Informationen im Bericht zu den beiden Themen für die einzelnen Impfstoffe an:

  • BioNTech-Pfizer
    Nach Impfungen mit dem mRNA Impfstoff der Firma BioNTech-Pfizer (Comirnaty) traten 17 Fälle einer Thrombozytopenie auf. 13 Fälle betrafen Frauen im Alter von 16 bis 92 Jahren. 4 Fälle traten bei Männern im Alter von 42 bis 85 Jahren auf.
    Darüber hinaus wurd bei 2 Frauen eine Sinusvenenthrombose nach Impfung mit Comirnaty gemeldet. Die Frauen waren 47 und 86 Jahre alt.
  • AstraZeneca
    Nach Impfung mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca wurden 15 Fälle einer Thrombozytopenie gemeldet, darunter 2 Fälle mit einer zerebralen Blutung – einer Einblutung ins Gehirn. Die Patienten, eine Frau und ein Mann, 24 und 37 Jahre alt, sind beide verstorben.
    Darüber hinaus wurde bei 14 Personen eine Sinusvenenthrombose gemeldet. Mit Ausnahme eines Falles betrafen alle Fälle Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Zwei Patientinnen verstarben.
  • Moderna
    Nach Impfung mit dem Covid-19 Impfstoff von Moderna wurden 2 Fälle einer Thrombozytopenie gemeldet. In beiden Fällen waren Frauen im Alter von 40 und 41 Jahren betroffen.

Das AstraZeneca Desaster

Das PEI resümiert nüchtern:
„Am 15.03.2021 wurden die Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca zunächst ausgesetzt. Anlass waren Meldungen über schwerwiegende thrombotische Ereignisse im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Es wurde eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca gemeldet. Seit dem 19.03.2021 gehen die Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca weiter […] der Nutzen des Impfstoffs zur Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie und der damit verbundenen COVID-19-Erkrankungen gegenüber den Risiken überwiegt.“

Als Ursache, für die vermehrten Meldungen über Tote oder Impfnebenwirkungen mit AstraZeneca hat das PEI auch eine Erklärung parat:

Aus der vergleichsweise höheren Melderate des AstraZeneca-Impfstoffes kann jedoch nicht zwangsläufig auf eine höhere Reaktogenität des Impfstoffes geschlossen werden, da die erhöhte Melderate auch mit der erhöhten medialen Aufmerksamkeit für den Impfstoff zusammenhängen könnte.

8. Sicherheitsbericht des PEI, S. 3

Die erhöhte mediale Aufmerksamkeit soll jetzt also Schuld an der „Häufung von Todesfällen“ bzw. wie es das PEI nett umschreibt an der „höheren Reaktogenität“ sein?

Verschwundene Aussagen zu Todesfällen in der Altersgruppe 50+

Vergangene Woche haben wir uns mit Unstimmigkeiten der letzten PEI Sicherheitsberichte beschäftigt, insbesondere eine abenteuerliche Rechnung zur Sterberate in der Altersgruppe 50+. Das PEI behauptete noch im 7. Sicherheitsbericht, dass die Anzahl der beobachteten Todesfälle in der Altersgruppe 50+ nach der Impfung die erwartete Anzahl nicht übersteigt. Für diese Behauptung fehlten jedoch Quellen und es wurden verschiedene Gruppen miteinander verglichen. Wir haben die Berechnung selbst neu durchgeführt und kamen auf ganz andere Ergebnisse: Die Anzahl der Todesfälle in der Altersgruppe 50+ nach der Impfung ist um 52% höher als man erwarten würde.
Interessant ist, dass dieser Passus – der seit dem 2. Sicherheitsbericht in jedem Bericht zu finden war – nun verschwunden ist.
Wir gehen schwer davon aus, dass das PEI auf unsere Auswertung aufmerksam wurde und man erkannt hat, dass diese so nicht haltbar ist und wissenschaftlichen Standards bei weitem nicht genügt.

Den original Sicherheitsbericht findet man auf der Seite des PEI oder hier in Kopie bei uns:


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