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Maskenpflicht im Auto-Verbandskasten: Was kommt als nächstes?

Demnach sollen die Masken dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden, schrieb die Zeitung. Wer den Verbandkasten dann nicht um zwei Masken ergänzt habe, müsse mit einem Bußgeld rechnen. Bisher sind dem Bußgeld-Katalog entsprechend fünf Euro fällig, wenn die Erste-Hilfe-Ausrüstung unvollständig ist.

Die Tagesschau berichtet heute in einem Post auf Instagram:

Das Bundesverkehrsministerium plant eine Normenänderung, wonach das Mitführen von zwei Masken im Auto zur Pflicht werden soll. Die Normenänderung solle mit der nächsten Änderung in die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung übernommen werden, teilte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums am Samstag mit. Zuerst hatte die „Rheinische Post“ (Samstag) darüber berichtet.


Demnach sollen die Masken dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden, schrieb die Zeitung. Wer den Verbandkasten dann nicht um zwei Masken ergänzt habe, müsse mit einem Bußgeld rechnen. Bisher sind dem Bußgeld-Katalog entsprechend fünf Euro fällig, wenn die Erste-Hilfe-Ausrüstung unvollständig ist. Der Entwurf sei mit Unterstützung des Bundesverband Medizintechnologie erfolgt, teilte die Ministeriums-Sprecherin weiter mit.
#tagesschau #Masken #Auto #Pflicht

Es wundert uns an dieser Stelle nicht, dass dieser Entwurf mit der Unterstützung des Bundesverbands Medizintechnologie erfolgte. Denn wer würde denn sein eigenes Geschäftsmodell und die damit einhergehende Existenz schlecht machen?


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25 Antworten auf „Maskenpflicht im Auto-Verbandskasten: Was kommt als nächstes?“

Wurde schon gesetzlich geregelt, dass Mund-zu-Mund-Beatmung zwecks Gesundheitsschutz künftig nur nach Anlegen der FFP2-Maske gestattet ist?

Falls nicht: dann aber schnell, bevor die ganzen Querdenker noch mehr Menschen gefährden.

Und dann kommt der logische Schluß: Mund-zu-Mund Beatmung, wobei beide Parteien eine Maske aufhaben müssen.

Aber Logik und Corona… da paßt ohnehin nichts zusammen.

Gut solch eine Maske irgendwo im Kofferraum zu haben. Wenn man dann mal das Rigips abschleifen muß, dann weiß man immerhin, wo man auf die Schnelle eine FFP2 Maske her bekommt.

Jeder wird wohl ein paar gebrauchte Mundwindeln haben, die ihren Platz im Verbandskasten finden, damit die Vollidioten im Bundesverkehrsministerium Ruhe geben.

„2 Doofe“ ein Gedanke. Ging mir auch durch den Kopf. Mal die genaue Formulierung abwarten. Wenn da nicht klar geregelt ist, wie die Maske zu sein hat etc. kommt auf jeden Fall eine verdreckte rein und dann freu ich mich auf die Polizeikontrolle, die dann verstärkt stattfinden werden.
Ich würde nie jemand Fremden mit direktem Kontakt beatmen und in Zukunft gar nicht mehr, viell. ist es ja ein Geschlumpfter, wer weiß, was der dann so über seine Atemwege so verbreitet…

Liegen doch sowieso überall in den Straßengräben rum, die Dinger! Kann man ja aufsammeln und in die Nähe des Kastens legen, daneben noch das Nachfüllöl…. und fertig

Ja, die sollen sich mal alle ihre Gedanken machen, wie zukünftig eine Erste-Hilfe-Soffort-Maßnahme Herzdruckmassage ohne Beatmung von statten gehen soll bis der Notarzt am Unfallort eintrifft.
Schlecht für den Verunglückten,
Evtl. gut für den Organhandel.

Hallo,
das stimmt so nicht, die Reanimations Leitlinien wurden wegen Corona geändert. Dass die Atemspende wichtig ist, erkennt man, sobald man mit einigen Ersthelfern gesprochen hat. Aber wie so manches, kann man in solchen Zeiten gewisse Dinge einfach mal vernachlässigen.

Viele Grüße
das Corona Blog Team

Die Leitlinien haben auch schon vor Corona (2008) die Atemspende situativ nur bedingt empfohlen.
Zitat:
„Nur ausgebildete Ersthelfer, die sich eine sichere Beatmung mit minimaler Unterbrechung der Herzdruckmassage zutrauen, können auch weiterhin im Verhältnis von 30 Thoraxkompressionen zu zwei Atemspenden reanimieren. Der wesentliche Schwerpunkt liegt allerdings auch hierbei in der Sicherstellung einer ausreichend schnellen und tiefen Herzdruckmassage.“
Quelle:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/59888/Reanimations-Richtlinien-Herzdruckmassage-hat-nicht-erst-jetzt-Prioritaet
Oder hier:
Empfehlung Herzdruckmassage ohne Atemspende (2019)
Quelle:
https://www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/mit-herzdruckmassage-zurueck-ins-Leben

Eine interessante Info dazu:

„Mund-zu-Mund“ ist in den USA schon lange abgeschafft. Und auch bei uns rät man Laien nur zu Herzdruckmassage:

„Diese Daten unterstreichen die Empfehlungen der Deutschen Herzstiftung, dass eine Mund-zu-Mund-Beatmung nur von Personen angewendet werden sollte, die auch nachhaltig gut ausgebildet sind und die einzelnen Schritte sicher beherrschen. Eine einmalige Schulung reicht dazu nicht aus (**). „Da diese Voraussetzungen bei medizinischen Laien in aller Regel nicht vorliegen, sollten Laien bei Patienten mit beobachtetem Herzstillstand ausschließlich eine Herzdruckmassage ohne Beatmung durchführen“, so Andresen.“

Könnte natürlich sein, dass der Retter hinter seiner FFP2 selbst kollabiert – bei 100 mal drücken in der Minute und das 6 cm tief! Plus Stress!

In der von Ihnen beschriebenen Situation darf der Helfer die Maske bestimmt absetzen. Die Person, die gerade reanimiert wird, wird eher nicht so stark atmen, die Ansteckungsgefahr sollte dadurch reduziert sein.
Gruss,
Bob

Stimmt – die Beatmung kann ein Ersthelfer unterlassen, wenn er sich diese nicht zutraut, bzw. sich ekelt – schon lange vor Covid-19!
War lange Zeit Erste-Hilfe-Ausbilder und hab bei uns im Rettungsdienst die erweiterten Reanimationsschulungen gehalten!

Musste nach einer 2-Minuten-Reanimation (ohne Beatmung) eines positiven Patienten vor einem Jahr 2 Wochen in Quarantäne, da ich ohne Mundschutz als ungeschützt galt!

Der Lobbyismus hat mal wieder zugeschlagen. Es kommt noch das Verfallsdatum für die Masken und der Umsatz ist gerettet. Aus Berlin kommt nur noch Stuss!

Ich packe in meinen Verbandkasten: 1 Paket Nudeln, 1 Rolle Toilettenpapier, 1 Grabkerze, 1 Schwimmweste… schlechte Zeiten für Kleinwagen.

„Dass die Atemspende wichtig ist, erkennt man, sobald man mit einigen Ersthelfern gesprochen hat.“ – waren es Laien oder Profis?

Wer übt schon regelmässig!? Und man sollte schon wissen was man tut!

„Risiken der Atemspende bei Erwachsenen

Vor allem bei der Mund-zu-Mund-Beatmung kann durch den ausgeübten Druck beim Einblasen Luft in den Magen gelangen. Das kann beim Bewusstlosen Erbrechen auslösen. Wenn das Erbrochene in die Atemwege gelangt (Aspiration), können diese blockiert werden.“
(netdoktor)

Neue „Reanimationsleitlinien 2021

Falls sie trainiert sind 30 mal drücken 2 mal Atemspende

Falls sie nicht trainiert sind – 100 bis 120 mal die Minute drücken.“

„Eine Mund-zu-Mund-Beatmung sollte nur von Personen angewendet werden, die nachhaltig ausgebildet sind und die einzelnen Schritte sicher beherrschen, bestätigt Andresen und fügt hinzu: Aber welche Laien sind schon gut geschult?“

Hallo,

nun ja – komisch, dass ausgerechnet in dieser wunderbaren Pandemie nun auch die Menschen diese Empfehlung glauben.
Gings bisher doch meist nur um die Frequenz von Herzdruckmassage und Atemspende, wird jetzt allen ernstes die gesamte Atemspende in Frage gestellt?

Es sollte doch eigentlich klar sein, dass wenn eine Person nicht mehr atmet, diese nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Und vermutlich kennen ja alle die „3er“ Regeln (3 Minuten ohne Sauerstoff, 3 Tage ohne Wasser, 30 Tage ohne Nahrung – dann ist halt der menschliche Körper irgendwann nachhaltig geschädigt).
Da die Ausatemluft noch Sauerstoff enthält, ist es doch naheliegend, dass man damit Menschen, die nicht mehr atmen, helfen kann…

Zumindest so haben wir es alle gelernt und bisher galt, dass die Gefahr einer Mangelversorgung an Sauerstoff größer ist, als die Gefahr, dass der Ersthelfer durch Erbrechen Atemwege blockiert (die ohne Beatmung sowieso nicht genutzt werden).

Nun ja, zumindest das Deutsche Rote Kreuz ist noch bei der alten Regel:
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/herz-lungen-wiederbelebung/

Aber ja, bei der nächsten Pandemie kommt dann die Regel „einfach gar nichts mehr zu machen“. Bei der Herzdruckmassage besteht schließlich die Gefahr, dem Betroffenen die Rippen zu brechen…

Viele Grüße

das Corona Blog Team

Die Empfehlungen zur Beatmung wurden schon im Jahre 2010 geändert, das DRK hat sie nur immer noch nicht in Ihre Traningsmaterialien übernommen.
In den USA und der Schweiz gehören sie seit Jahren zum Standard „Erste-Hilfe“ und das schon lange bevor jemand überhaupt einen Gedanken an Corona verschwendet hat.

Und nebenbei:
„Zumindest so haben wir es alle gelernt und bisher galt,…“

Dieser Satzanfang ist visualisierte Ignoranz. Was man einmal im Leben gelernt hat ändert sich nie wieder; frei nach dem Motto, das war schon immer so…

Machen Sie doch mal wieder einen Auffrischungskurs beim DRK und fragen sie die Kursleiter, was diese von Herzdruckmassage und Atemspende von untrainierten Laien halten und was sie als Minimum für einen Laien empfehlen

Gruss,
Bob

Hallo,

Ob Sie es glauben oder nicht, aber wir haben durchaus Erfahrung in diesem Bereich – mehr als die Erste Hilfe Kurs zum Führerschein.
Auch im letzten Jahr wurde von einem Rettungssanitäter unterrichtet MIT Beatmung – auch als schon die Corona Regel der nicht Beatmung galt. Begründung: weil es die Überlebenschance steigert.
Haben Sie eine Quelle mit einer Empfehlung einer deutschen Behörde zur nicht Beatmung von 2010?

Sie müssen doch selbst einsehen, dass sie Argumentation „wir beraten nicht, weil der Betroffene erbrechen könnte und erstickt“ bei einer Person, die NOCHT mehr atmet und dadurch sowieso erstickt ziemlich sinnfrei ist…

Viele Grüße

das Corona Blog Team

Das Problem bei der Atemspende, wenn sie falsch angewendet ist, ist nicht nur die Möglichkeit des Erbrechens, dann bricht der geringe Blutfluss, den man gerade aufgebaut hat wieder komplett zusammen und man fängt danach wieder bei 0 an.

Generelle Empfehlung:

„So sollen Ersthelfer bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand von Erwachsenen zunächst einen Notruf absetzen und anschließend mit einer „kräftigen und schnellen“ Herzdruckmassage in der „Mitte des Brustkorbs“ beginnen. Diese sollte so wenig wie möglich unterbrochen werden. Neu ist, dass sich der untrainierte Ersthelfer bis zum Einsatz eines halbautomatischen Defibrillators (AED) oder bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausschließlich auf die Herzdruckmassage konzentrieren soll (hands-only CPR).

Aus: Reanimations-Richtlinien: Herzdruckmassage hat – nicht erst jetzt – Priorität (2008)
Quelle:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/59888/Reanimations-Richtlinien-Herzdruckmassage-hat-nicht-erst-jetzt-Prioritaet

Hallo,

in Ihrem Artikel vom „Ärzteblatt“ geht es ausschließlich um einen „Herz-Kreislauf Stillstand“. Nicht umsonst sollte der Ersthelfer Herzschlag und Atmung kontrollieren (darüber wird ja auch gelegentlich gestritten)… und wenn beides nicht vorhanden ist, eben Herz-LUNGEN Wiederbelebung starten.
Also Ihr Artikel ist ein netter Bericht, aber sicher keine offizielle Empfehlung oder Leitlinie für das Durchführen einer HLW im Rahmen der ersten Hilfe.
Und wie gesagt: Wir haben Leute aus dem Bereich bei uns, dass das so unterrichtet wird oder wurde ist schlicht falsch.

Viele Grüße

das Corona Blog Team

Die alten, wie die aktuellen Guidelines sind bei der AHA (American Heart Association) und beim ERC (European Resuscitation Council), bzw. GRC (German Resuscitation Council) nachzulesen!

Herz-Kreislauf Stillstand ist hier die Umschreibung für eine Zustand, in dem das Herz seiner Pumpfunktion nicht mehr nachkommt, sei es auf Grund von Durchblutungsstörungen im Herzmuskel oder Herzkammerflimmern (gestörte Funktion des Sinusknotens),
beides resultiert in einer bewusstlosen Person ohne erkennbaren Herzschlag und (sehr unregelmässiger) Atmung.

Für einen untrainierten oder Laien ist von aussen nicht erkennbar oder feststellbar, weshalb die Person das Bewusstsein verloren hat. Für einen untrainierten, Laien, oder jemanden der keine Atemspende durchführen kann/möchte gilt hier Notruf absetzen und die Herzdruckmassage durchführen bis der Notarzt eintrifft.

Hier der Link zur Guidelines des European Resuscitation Council von 2017:
https://www.resuscitationjournal.com/article/S0300-9572(17)30776-1/fulltext

Gruss,
Bob

Hallo,

alles klar… sogar in dieser guideline:
„CPR with compression for adults“ ist wohl die Regel.
Und nur „untrained or unwilling to perform rescue breaths“ sollten darauf verzichten.
Und jeder mit einem Führerschein hat das ja gelernt – und da ist ja auch wirklich keine Raketenwissenschaft.
Zum Abschluss noch ein Zitat aus Ihrer guideline:

While crude analysis of patient outcomes between the two groups favoured compressions and ventilations (30:2), significant differ-
ences in demographic and prognostic factors between the two groups complicate the interpretation of data.

Und Fakt ist auch: Sie haben noch keine deutsche Richtlinie gezeigt, die aussagt, man soll als Ersthelfer darauf verzichten (und nahezu jeder deutsche Erwachsene ist das).

Viele Grüße

das Corona Blog Team

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