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Leugnen ist zwecklos: alleine in Thüringen gingen gestern 20.000 Menschen spazieren

Am 27. Januar berichtete die tagesschau davon, dass es einen bundesweiten Zuwachs zu den Spaziergängen von 260.000 auf 350.000 gibt. Ist dies als exponentielles Wachstum zu bezeichnen?

Dass die Proteste immer mehr zunehmen, kann man deutlich erkennen. In Weiden legten am Samstag unzählige Pflegekräfte ihre Berufskleidung vor dem Arbeitsamt ab. Die tagesschau berichtet nun regelmäßig von den Montagsspaziergängen auf Instagram. Die heutige Meldung zu den Montagsspaziergängen ist für die Öffentlich Rechtlichen akzeptabel:

In vielen deutschen Städten sind am Montagabend erneut zahlreiche Menschen im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Dabei blieb es nach ersten Angaben der Polizei größtenteils friedlich. In Thüringen protestierten insgesamt etwa 20.000 Menschen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Brandenburg beteiligten sich Tausende Menschen an den Demonstrationen. Bei fast allen Veranstaltungen wurde besonders die bereits beschlossene Impfpflicht für Menschen in Gesundheitsberufen sowie eine mögliche allgemeine Impfpflicht kritisiert. In zahlreichen Städten kam es auch zu Gegenaktionen.

Wo genau die Bilder und Videos der Gegenaktionen sind ist uns zumindest ein Rätsel.

Vor einer Woche lautete die Berichterstattung:

In Leipzig sind Dutzende Gegner:innen der Corona-Maßnahmen auf ein Gelände der Uniklinik gestürmt. Die Polizei habe versucht, einen Versammlungsleitenden ausfindig zu machen und den Aufzug gestoppt, sagte eine Sprecherin. Dabei hätten einige Dutzend Menschen die Polizeikette durchbrochen. Auf Videos, die auf Twitter veröffentlicht wurden, war zu sehen, wie einige Einsatzkräfte am Tor zu dem Gelände versuchten, die Menge zurückzuhalten.

Instagram 30.01.2022

Bleibt friedlich und liefert keine Bilder und Videos die dann im Anschluss derart medienwirksam aufbereitet werden können und Menschen davon abhält, sich den wirklich überwiegend friedlichen Spaziergängen anzuschließen.

Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen und eine Impfpflicht ist nach Angaben der Bundesregierung gestiegen. Am vergangenen Montag versammelten sich bundesweit insgesamt rund 350.000 Menschen, erklärte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Zwei Wochen zuvor seien es rund 260.000 Demonstrantinnen und Demonstranten gewesen. Das Innenministerium beruft sich dabei jeweils auf Angaben der Länder.

Instagram 27.01.2022

Eine weitere Nachricht, es wird auf einen bundesweiten Stopp der berufsbezogenen Impfpflicht gedrängt. Vor dem Hintergrund der Nachricht, dass alleine in Köln 15.000 Pflegekräfte ungeimpft seien, ist dies nicht verwunderlich. Zeigt aber auch, dass hier auf Zeit gespielt wird. Weshalb, darüber lässt sich munkeln, vermutlich um die allgemeine Impfpflicht abzuwarten.
Fakt ist, die temporäre Impfpflicht in der Pflege könnte umgesetzt werden, allerdings scheut man sich davor, weil man die Konsequenzen des Pflegenotstands kennt.

Nach der Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), die einrichtungsbezogene Impfpflicht vorerst auszusetzen, dringt die Union auf einen bundesweiten Stopp. „Die Bundesregierung muss einsehen, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Moment kaum umsetzbar ist“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Tino Sorge, der „Bild“. Die Regierung müsse unter anderem die Frage klären, wie mit Personal umzugehen sei, das von Einrichtungen als unverzichtbar angesehen wird.


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42 Antworten auf „Leugnen ist zwecklos: alleine in Thüringen gingen gestern 20.000 Menschen spazieren“

Zur Zeit läuft die Omikron Welle, viele Firmen stehen still mit Krankenständen die es so noch nie gab. Bei uns zeichnet sich ebenfalls folgendes Bild ab.
1. Gruppe Altgenesene, von Apr. 20 , Jan. 21 Ungeimpft (ca. 40%)
2. Gruppe bisher verschont, trotzdem Ungeimpft (ca. 20%)
3. Gruppe aktuell geimpft geboostert (ca 40%)
Gruppe 1 hält zur Zeit den Laden am laufen, alle kerngesund trotz mehrfachem Kontakt mit Infizierten. Es wird täglich getestet.
Gruppe 2 alle erkrankt, omikron leichter Verlauf, zeitgleich zu Gruppe 3
Gruppe 3 (eine Ausnahme) Omikron mittlerer Verlauf (dauert länger).

Da die Faktenscheckschwindler die Gruppe 1 und 2 nicht getrennt ausweisen (2020 wurden die meisten Infektionen überhaupt noch nicht erfasst) entsteht, welch Zufall ein, falsches Bild.

Herzerwärmend, das Video. Danke an alle. Nächsten Montag bin ich auch wieder dabei 🙂

Ohne den Mut schwächen zu wollen habe ich den Gedanken, dass China, als wichtiger „Player“ im Corowahn, die Olympischen Spiele nutzen wird für hysterisierende Aktionen.

Gerade jetzt, in dieser Phase, wenn die kriminellen Goldgräber aus den Goldgruben mit den Rücken zur Wand stehen und ihre horrenden Profitsteigerungen und Börsenwerte in Gefahr sehen, müssen wir ganz besonders wachsam sein.

Immer mehr Menschen wachen auf. Die meisten setzen ihre Maske zwar auf, lassen aber die Nase frei, um eben FREI atmen zu können. Die Panik mit dem angeblichen Killervirus zieht nicht mehr. Die täglichen Zahlen sind laaaaangweilig, weil eh falsch. Karl läutet weiter die Alarmglocke, der scheint unter bösen Panikattacken zu leiden. Der Söder ändert ständig seine Meinung (hat temporär eine vernünftige Ansicht), vertrauenswürdig ist aber was anderes. Ich bin auch der Meinung, die Pflegekräfte sollten standhaft bleiben und sich auf eine Impfpflicht ab Herbst einstellen, der Protest muss aufrecht erhalten werden. Es kann kein Zufall sein, dass man ihnen ausgerechnet heute höhere Löhne ab Herbst verspricht und jetzt einen Rückzieher macht. Da ist was megamäßig oberfaul, wie man so schön sagt.

In meinen Umfeld werden alle Gespritzten ständig krank. Ausserdem merken sie, dass Ungespritzte nicht krank werden. Und dann kam die Ankündigung der vierten Spritze: bei uns sind jetzt alle raus, kenne in meinem näheren Umfeld (endlich!) keinen mehr, der noch „auf Linie“ ist.

Kommentar mit der meisten Zustimmung (aktuell 1559):

„Egal was das gericht entscheidet. MEIN KÖRPER MEINE ENTSCHEIDUNG, daran gibts nichts zu rütteln“

Dem kann ich mich nur anschließen.

„dass alleine in Köln 15.000 Pflegekräfte ungeimpft seien“

Wo waren diese 15.000 gestern? Habe von 3.500 Teilnehmern beim Kölner Montagsspaziergang gelesen.

Was muss noch passieren, bevor ALLE Betroffenen (und das sind wir ALLE) auf der Straße sind?

Ja, daheim auf dem Sofa über die Corona-Diktatur und das schlechte Wetter zu jammern, geht nicht mehr. Aufstehen und raus auf die Straße!

Ich weiß nicht, wie die Situation in Köln derzeit ist.
Gibt es Verbote, Anzeigen, Einkesselungen?

In Hannover war es ja zuletzt wohl wieder echt bös, was die Polizei angeht.

Ich kann verstehen, wenn das viele abschreckt. Auch wenn es mich sehr ohnmächtig macht, denn der Staat hat letzten Endes immer die wirkliche Gewalt.

@Anonymous:
In Köln ist die Situation (bisher?) wirklich unproblematisch. Formal gilt Maskenpflicht und ab 750 Personen 3G. Es gab Teilnehmer, die sich bei der Polizei bedankt haben.
In meinem Umfeld 2 ungeimpfte Personen aus dem Pflegebereich. Keiner von beiden geht auf die Straße. Vielleicht kommt das ja noch, wenn sie dieses schöne Video sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=VnK6mOp0yMI

„Wo waren diese 15.000 [Pflegekräfte] gestern?“

Arbeiten? Pflege ist ein 24 Stunden /7 Tage die Woche-Job …

Immer wieder unglaublich diese Tatsachenverdrehungen: „Zehntausende protestierten weitgehend friedlich für … Maßnahmen.“ So relativieren die ÖRR den Protest, indem sie angebliche Gegendemonstranten in gleicher Menge erfinden, nur noch peinlich und zum Fremdschämen.

Zumindest vorläufig kann man davon ausgehen, dass das Omikron-Märchen für den langsamen Ausstieg kreiert worden ist. Die Anzahl der Menschen, die bereit ist zu akzeptieren, dass es um mehr als nur ein Virus geht ist in den letzten Monaten vermutlich zu einer kritischen Maße angestiegen.

Aber es gibt immer noch die Hintertür, die sich EU nennt. Die meisten Gesetzte/Verordnungen in diesem Land werden von der EU diktiert. Und was für eine bessere Ausrede gibt es als: „Wir setzten nur EU-Recht um“?

Und wenn ich einen Tipp abgeben müsste, was nach Corona kommt: ESG

Dazu sehr lesenswert:

Systemfrage: Wieder einmal schaffen überschwänglicher Optimismus und Doppeldeutigkeit ein falsches Gefühl von “Hoffnung”
https://www.konjunktion.info/2022/02/systemfrage-wieder-einmal-schaffen-ueberschwaenglicher-optimismus-und-doppeldeutigkeit-ein-falsches-gefuehl-von-hoffnung/

„Es gibt zwei verschiedene Arten von Menschen auf der Welt: die, die wissen wollen, und die, die glauben wollen.“ – Friedrich Nietzsche.

Ob man einem Lauterbach oder einem Wodarg alles glaubt, macht im Endeffekt tatsächlich keinen großen Unterschied. Es sind die Massen an Menschen, die sich immer anderen anschließen, ohne selbst einen Standpunkt zu haben. Nur wegen ihnen gibt es überhaupt das weltumspannende Netzwerk der „Public Relations“. Sobald sie mit Informationen konfrontiert sind, die ihnen niemand vorkaut, kennen sie sich nicht mehr aus, sind abhängig und handlungsunfähig.

Wir sind längst an dem Punkt, an dem Verordnungen und Gesetze aus vielen guten Gründen schlicht nicht mehr befolgt werden. Sie werden in großen Teilen auch gar nicht mehr kontrolliert. Ob diese Vorschriften supranationale oder nationale sind, spielt dabei keine Rolle. Recht bedarf immer auch des Rechtsfolgewillens der Rechtsunterworfenen, sonst handelt es sich nicht um Recht.

Liebe Menschen in Gesundheitsberufen: Bleibt standhaft, auch wenn dann die allgemeine Impfpflicht kommen sollte.
Das könnte genau deren Plan sein. Dass dann alle aufgeben, weil eine Kündigung dann eh nichts mehr bringt.

Ich für meinen Teil werde alles opfern, einfach alles, wenn ich es muss um meine körperliche Unversehrtheit zu retten.
Aber es muss der absolut letzte Schritt sein.

Ja Anne, ich auch. Meine nackte Haut ist das letzte was ich habe und genau da ist die rote Linie. Ich sehe es genauso, dass auf Zeit gespielt wird bis die allgemeine Impfpflicht kommt. Aber warum sollte sich das Pflegepersonal etc. dann impfen lassen bei einer allgemeinen Verfügung? Weil es dann alle müssen? Ergibt für mich keinen Sinn, jeder ist sich der Nächste, meine Haut

Ich denke das die einrichtungsbezogene Impfpflicht das Zuckerli für die Impffanatiker ist. Nicht umsonst ist eine allg. Impfpflicht noch nicht beschlossen aber die Frist läuft eben ab. Wenn vor Mitte März nicht entschieden ist bleibt die Lage für das Klinikpersonal weiter unklar, können diese nicht entscheiden aufgrund der fehlenden allg. Impfpflicht.

„Bleibt friedlich und liefert keine Bilder und Videos […]“

Schaut euch einfach mal die Hessenschau von diesem Wochenende an. Hier wird einer Anwohnerin aus Frankfurt groß und breit eine Platform geliefert, auf der sie dann behauptet, sie werde von Demonstranten mit Bierflaschen in der Hand bedroht!

Ich kann mir das nicht vorstellen. Aber die Hessenschau gibt das einfach so wieder.
Hetze sonder gleichen.

Hoffen wir, dass die Kehrtwende in der berufsbezogenen Impfpflicht auch noch auf die allgemeine abfärbt.
Ich habe aktuell noch den Verdacht, dass Letztere eher den Grund für die Lockerung in Ersterer darstellt.

Das denke ich auch! Herr Lauterbach spricht ja von Impfpflicht zum Herbst, bis dahin wird man die berufsbezogene Impfpflicht „hinauszögern“! um Ruhe in die momentane angespannte „Demo“-Situation zu bringen!

Unlauterbach ist schon wieder am Volksverhetzen und frei nach Macron (der Ungeimpfte mit Fäkalien überschütten wollte) sagt dieser Irre „In Deutschland reicht es nicht, den Ungeimpften nur auf die Nerven zu gehen, da muss man mehr tun“. (https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/lauterbach-dringt-auf-allgemeine-impfpflicht-a3714359.html) Was genau läßt der Kinderimpfer offen, vielleicht mit einem SUV in Gruppen Demonstrierender fahren wie in Kanada passiert. Der Kerl muss weg, aber ganz schnell!!!

Sehe ich genau so. Leute die eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen gehören nicht in ein Amt sondern in die Psychiatrie. Diese Leute müssen immer weiter ihre harte Linie fahren weil sie sonst zugeben müssten sich geirrt zu haben.

Das wäre auch eine Erklärung. Ich denke aber eher, es ist reiner Opportunismus. Geht jetzt nicht, kommt in die Schublade und wird später wieder rausgezogen (wenn die nächste Todes-Mutante fertig gebastelt ist). Diejenigen, die jetzt die Aussetzung (nicht Rücknahme) fordern, argumentieren ja im Grunde auch so: ist im Moment nicht umsetzbar.

Die Entwicklung bei den Spaziergängen ist sehr erfreulich, ich hoffe, es werden schnell noch viel mehr und dass die Bewegung nicht abebbt, wenn kleine Zugeständnisse gemacht werden. Es bedarf, nach allem, was geschehen ist, gründlichster Aufarbeitung und sowohl personeller, als auch struktureller Konsequenzen.

Es gibt immer noch viel zu viele, die 2019 zurück haben wollen. Das wird es nicht spielen, das kommt nicht mehr zurück und das ist auch sehr gut so, denn alles, was jetzt geschieht, war vorher bereits angelegt und die nötigen Veränderungen sind viel umfassender, als die meisten wahrhaben wollen.

Aus dem Chaos, das hier absichtlich produziert wurde, um den Great Reset, die NWO, umzusetzen, gilt es, einen eigenen, selbstbestimmten Weg in die Zukunft zu wählen und die Gelegenheit, all dasjenige, was schon die ganze Zeit falsch gelaufen ist (und es läuft schon sehr lange sehr vieles und vieles davon absichtlich falsch..), zu verwerfen, ist für alle Seiten eine große Chance.

Das „Chaos“ wurde bereits vor Jahrzehnten vorbereitet. Die scheinbare Schiefentwicklung war genauso gewollt. Aber die „Weltverbesserer“ sollten sich nichts vormachen: Alle Ideologien scheiterten in schönster Regelmäßigkeit an einer einziger Frage: „Wer soll die Arbeit machen, wenn es keine Sklaven mehr gibt?“ In sozialistischen/kommunistischen Systemen wird Leistung nicht belohnt, sondern als solidarisch gefordert. Das ist schlimmer als Sklaverei. Das heutige Schneeballsystem hat mit Kapitalismus so viel gemeinsam wie der strippende Weihnachtsmann mit Weihnachten. Kapital ist nach Marx vorgeleistete Arbeit, aber keine Glaubenssache (=Kredit). Dass Selbstlosigkeit und Konkurrenz einander ausschließen, war den Politikern in der BRD durchaus bewusst, die nach dem 2. WK daher das Konzept der sozialen Marktwirtschaft entwickelten, die durch Verstaatlichung von Infrastruktur und dem Gesundheitssystem genau das verhindern wollten, was nach dem Mauerfall zum langsamen Zusammenbruch eines Sozialsystems führte, um das die BRD einst von allen Ländern beneidet wurde.

Im Kapitalimus heißt der Gott Mammon und das ist kein guter Gott.

Folgende Bücher kann ich dazu empfehlen:

David Graeber: „Schulden: Die ersten 5000 Jahre“.
Klaus Karwat: „Schuldenfreies Geld: Warum der Kapitalismus eine Systemreform braucht“.
Andrew Carrington Hitchcock: „Die Banker Satans“ (nicht von Titel und Cover im C-Movie-Stil abhalten lassen, das Buch enthält ganz wesentliche Informationen über die Zentralbanken, nach denen man sonst lange suchen muss, weil mit falschem „Antisemitismus“-Vorwurf zensiert).

„Grau mein Freund ist alle Theorie und grün des Lebens goldnner Baum.“ Der Kapitalismus ist die Antwort auf das Entschädigungsdenken. Eine Gesellschaft, die Dankbarkeit fordert, aber den Kapitalismus ablehnt, macht sich etwas vor, weil sie vergisst, dass Dankbarkeit zur Verschuldung führt, und Schulden erpressbar machen.

Aber Menschen wollen selbst bestimmen, wie groß der Einsatz ist, den sie zu erbringen bereit sind, um notfalls auch „nein“ sagen zu können, weil ihnen ihre Ungebundenheit wichtiger ist. Bedürfnisse sind individuell verschieden. Wenn ich am Meer wohne, brauche ich kein Schwimmbad. Im Sozialismus/Kommunismus legt jedoch der Staat fest, welche Leistung wer zu erbringen hat – ohne Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse. Einen Vorgeschmack auf die Unmenschlichkeit dieses Vorgehens erleben wir bereits im Zug der Klima-, Migrations- und Gesundheitspolitik.

Im Kapitalismus muss die Leistung vorher erbracht worden sein, d.h. sogar die Kreditvergabe ist keine Glaubenssache, sondern wird nur auf der Grundlage der Bonität des Schuldners vergeben, der Sicherheiten in Höhe des Kredits einbringen muss. In der sozialen Marktwirtschaft gab es darüberhinaus Regeln und Gesetze, die den freien Wettbewerb einschränkten, wo es notwendig ist.

Haben Sie denn einen besseren Vorschlag, wie den individuellen Bedürfnisse von Millionen Menschen Rechnung getragen werden kann, ohne diese zu bevormunden?

Für die Deckung der lebensnotwendigen Bedürfnisse war in der BRD bis zum Mauerfall gesorgt. Das hatte bisher so kein sozialistisches/kommunistisches System geschafft – mit Ausnahme des Nationalsozialismus, da Hitler nicht die arrogante Naivität der Marxisten teilte, dass die Menschen vor Freude aus der Bux springen, wenn sie sich für die Gesellschaft den Allerwertesten aufreißen sollen – zu denen sie selbst natürlich nicht gehören wollen. Denn auch andere „malen lieber Bilder als zu putzen.“ Aber die aufrecht gehenden Schweine waren noch in jedem System die besseren Menschen, und bezeichnenderweise lehnen sie zwar materielles Eigentum ab, lassen sich aber ihren geistigen Dünnschiss ohne rot zu werden vergolden.

Eine Theorie, bei der der Faktor Mensch bzw. Psychologie keine Rolle spielt, macht die Rechnung ohne den Wirt und ist immer früher oder später zum Scheitern verurteilt.

Auf welcher Basis diskutieren Sie hier? Kapitalismus hat eine Geschichte, die man kennen sollte, wenn man die gegenwärtige Ausformung verstehen will, um eine zukünftige Alternative zu gestalten.

Wer die Entwicklung verstehen will, die zu der heutigen Schieflage führte, der muss nur zum Ende der 1960er Jahre zurückgehen, in der die 68er-Studentenbewegung sich schlauer wähnte als ihre Vorfahren und mit der Mao-Bibel in der Hand rumlief, weil sie in Mao und den fahrradfahrenden Chinesen die Zukunft sah. Dem Ostblock konnte die kapitalismusfeindliche Stimmung der konsummüden Studenten, die meistens aus wohlhabenden Familien stammten, nur recht sein – bliesen sie ja in das gleiche Horn von Ausbeutung der Arbeiter und Frauen, obwohl in der BRD Arbeiter und Frauen mehr gesellschaftliche und wirtschaftliche Freiheit genossen als jemals zuvor in der Geschichte und wohl auch in jedem anderen Land.

Warum ausgerechnet Studenten, die in einem freien Industriestaat aufwachsen durften, hinter dem Eisernen Vorhang den Garten Eden witterten, wissen wohl nur diese alleine. Einem System nachzueifern, das seine Adam und Evas mit Schießanlagen von der Flucht aus dem „Paradies“ abhalten muss, erfordert schon viel Fantasie …

Die damaligen Studenten (bzw. deren Kinder), die sich den Systemsturz aufs Banner geschrieben hatten, deutsche Soldaten als Mörder bezeichneten und ihre Vorfahren durch den Dreck zogen, sitzen seit den 1990er Jahren in der Regierung.

Das ist nur eine Momentaufnahme, das erste Buch beginnt vor 5000 Jahren. Es ist wirklich lesenswert.

Die Einführung eines universalen Zahlungsmittels ist doch nur eine Antwort auf den Tauschhandel, der spätestens dann zum Scheitern verurteilt ist, wenn an dem Tauschgegenstand kein Bedarf besteht – entweder weil er im Überfluss vorhanden ist oder das Interesse an ihm geschwunden ist. Deb Tauschhandel gibt es sogar schon bei Tieren.

Nicht ganz, lesen Sie das Buch! Münzen wurden für Kriege geschaffen, um die Söldner zu bezahlen.

Heute ist ein Mensch ab seiner Zeugung verschuldet. In unserer Sklavenwelt ist Leben gleich Schuld.

Unabhängig davon, dass unser Wissen über das Leben der Menschen vor 5.000 Jahren immer ein lückenhaftes sein wird – wir schaffen es ja noch nicht einmal, unsere jüngste Vergangenheit vorurteilsfrei zu bewerten – so wird Kost und Logis Söldnern nicht Anreiz genug gewesen sein, ihre Haut zu Markte zu tragen. Warum also immer gleich Verschwörungen wittern anstatt das Naheliegendste?

Geld ist Tauschhandel, und zum Problem wird der Tauschhandel mit schönster Regelmäßigkeit, wenn die Gegenleistung geschuldet wird. Das können Missernten sein, Krankheit, Unfälle etc. Die Liste ist endlos. Um die Zeiten der „Zahlungsunfähigkeit“ überbrücken zu können, kam der Geldverleih ins Spiel. Die erste Bank wurde wohl gegründet, weil irgendwo das Geld herkommen musste, das verliehen wird. Da aber niemand umsonst arbeiten will, wurde die Verzinsung eingeführt. Über die Zinseszinsen kann man sicherlich geteilter Meinung sein – aber es liegt doch letztendlich im Verantwortungsbereich der Bank und seines Kunden, Vereinbarungen zu treffen, die eine Verschuldung durch eine zu hohe Verzinsung ausschließen. Heute wird der Anleger mit Minuszinsen sogar bestraft. Wo gibt es denn sowas!

Zur Schieflage kommt es, wenn Kredite nicht mehr zurückgezahlt werden. Wirtschaftskrisen gehen daher seit jeher mit Verschuldung einher. Für die Verschuldung nach dem 1. WK war ein verlorener Krieg ursächlich, der zur galoppierenden Inflation führte. In den USA waren nach dem Schwarzen Freitag Banken nicht mehr zahlungsfähig, weil die Anleger ihr Vertrauen in deren Zahlungsfähigkeit verloren hatten und alle ihr Geld auf einmal abheben wollten. Darauf war das Bankensystem natürlich nicht ausgelegt. Andere Anleger hatten ihre Ersparnisse bei Wertpapiergschäften verloren.

Die BRD konnte nach dem 2. WK einen Schuldenschnitt machen und wieder bei 0 anfangen. Das ging solange gut, bis die SPD ab 1969 zunächst mit Brandt an der Spitze die Staatsverschuldung vorantrieb und später ein Schmidt zur Überzeugung gelangte, dass die Gesellschaft 5% Inflation besser verkraften könne als 5% Arbeitslose. Aber man macht nicht die Rechnung ohne den Wirt, sprich die Unternehmer. Arbeit und Produktion wurden in der BRD unbezahlbahr, der Rest ist Geschichte.

Was wir jetzt haben, ist eine immense Staatsverschuldung, die mit den Corona-Maßnahmen noch auf die Spitze getrieben wird. Die Regierung präsentiert sich als der golddukatenscheißende Esel – doch auf wessen Kosten und vor allem – warum?

Heute in HR-Info-Nachrichten: Hunderte Demonstrationen gestern bundestweit, insgesamt mehr als 10 Tausend Teilnehmer.

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