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Charité-Forscher Harald Matthes im Interview: „Mindestens 70 Prozent Untererfassung bei Impfnebenwirkungen“

Harald Matthes ist Arzt an der Berliner Charité. In einem interview spricht er von einer Untererfassung von 70%, bei Impfnebenwirkungen. Das weiß er daher so genau, weil er seit 15.04.2021 eine Studie namens ImpfSurv leitet. Beobachtet werden derzeit 10.000 Menschen. Da es in Deutschland kein Impfregister gibt, schließlich verursachen Impfungen ja keine Nebenwirkungen, kann diese groß angelegte Impfkampagne auch nicht wissenschaftlich begleitet werden.

Auch der Focus thematisiert kurz vor der Abstimmung im Bundestag die Untererfassung von Impfnebenwirkungen. Zu dem Urteil kommt er deshalb, weil er an der Berliner Charité eine Studie, seit dem 15.04.2021, durchführt, welche genau das untersuchen soll. Dort werden Daten von Menschen erhoben, welche entweder eine Infektion hatten oder aber 1-4 mal geimpft wurden. Der Titel lautet: „Sicherheitsprofil von COVID-19 Impfstoffen“ und Teilnehmende werden dort noch gesucht. In der Studie werden derzeit 10.000 Menschen betreut. Alleine in Marburg sprechen Kardiologen von 20.000 Long-Covid Betroffenen nach der Impfung.

Da Herr Matthes ebenfalls an der Charité arbeite, an der sich auch Herr Drosten befindet, sollten diesem doch auf jeden Fall die Erkenntnisse schon bekannt sein? Sollten dann nicht auch diese Ergebnisse unserer Regierung und den Abgeordneten bekannt sein, zumindest wenn ein Interesse besteht? Das sollte es ja, bei solch einer weitreichenden Entscheidung die morgen ansteht.

Allgemeinverständliche Kurzbeschreibung
Bei der Studie handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, bei der von den Studienteilnehmern online ein neuentwickelter
ImpfSurv-Fragebogen zur Erfassung von körperlichen Beschwerden nach Impfung, COVID-19 Erkrankung bzw. allgemeiner
Beschwerden. Der ImpfSurv-Fragebogen erfasst neben den demographischen und klinischen Daten die Daten zu den Impfreaktionen
und Nebenwirkungen der COVID-19 Impfung bzw. bei der Befragung COVID-19 erkrankter Personen bzw. nicht-erkrankter Personen die Krankheitssymptome bzw. Beschwerden. Zusätzlich werden Fragen zur mentalen Gesundheit erfasst.

Wissenschaftliche Kurzbeschreibung

Bei der Studie handelt es sich um eine Real-World Data Beobachtungsstudie, bei der von den Probanden online ein neuentwickelter
ImpfSurv-Fragebogen zur Erfassung von körperlichen Beschwerden nach Impfung, COVID-19 Erkrankung bzw. allgemeiner
Beschwerden. Der ImpfSurv-Fragebogen erfasst neben den demographischen und klinischen Daten die Daten zu den Impfreaktionen
und Nebenwirkungen der COVID-19 Impfung bzw. bei der Befragung COVID-19 erkrankter Personen bzw. nicht-erkrankter Personen die Krankheitssymptome bzw. Beschwerden. Zusätzlich werden Fragen zur mentalen Gesundheit (PHQ-9, GAD-7 und PHQ-Stressmodul) erfasst.

Einschlusskriterien

Alter

18 – 120
Geschlecht

Alle

Weitere Einschlusskriterien

Personen ab 18 Jahren
Probanden, die eine COVID-19 Impfung erhalten haben
Probanden, die nicht gegen COVID-19 geimpft worden sind
Probanden, die an COVID-19 erkrankt waren
Probanden, die nicht an COVID-19 erkrankt waren
Einwilligungsfähigkeit und unterschriebene Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

Fehlendes Verständnis der deutschen Sprache

Focus Artikel 01.04.2022

Wie häufig sind Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung? Harald Matthes leitet an der Berliner Charité eine Studie, die das herausfinden soll. Im FOCUS-Online-Interview erklärt er, warum er von einer deutlichen Untererfassung beim Paul-Ehrlich-Institut ausgeht.

Ein kurzer Film der MDR „Umschau“ sorgt seit der Ausstrahlung vergangene Woche für Diskussionen. Denn er behandelt ein brisantes Thema: Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe. Betroffene, Ärzte und Forschende kommen zu Wort und schildern ihre Erfahrungen. Darunter auch Harald Matthes, ärztlicher Leiter des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe und Stiftungsprofessor am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Berlin. Im Gespräch mit FOCUS Online gewährt er Einblicke in seine Arbeit und erklärt, warum er von einer deutlichen Untererfassung der Fälle durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ausgeht.

FOCUS Online: Herr Matthes, Sie leiten eine Studie zum Thema Impfnebenwirkungen an der Charité. Können Sie kurz schildern, was Sie derzeit erheben?

Harald Matthes: Wir machen jetzt seit zwei Jahren ein sogenanntes ImpfSurv-Register. Das ist eine Studie, bei der wir Daten von Menschen erheben, die entweder eine Covid-Infektion durchgemacht haben, oder die sich einmal, zweimal, dreimal oder, in wenigen Fällen sogar viermal, haben impfen lassen. Diese Menschen haben ihre Beschwerden nach der Infektion beziehungsweise nach den Impfungen über ein System, das die Charité als elektronisches System betreibt – was REDCap heißt – in regelmäßigen Abständen eingeben. Die Teilnehmer werden dabei menügesteuert durch verschiedene Fragebögen geführt.

Es wird nach typischen Impfreaktionen gefragt, also zum Beispiel, ob der Impfarm erwärmt war oder geschmerzt hat und wie lange. Auch weitere Symptome, die nach der Impfung aufgetreten sind, werden abgefragt. Wenn ein Teilnehmer angibt, dass die Beschwerden weiter bestehend sind, wird dieser Patient in bestimmten Wochenabständen wieder kontaktiert und konkret befragt, ob die Beschwerden weiter bestehen und wie sie sich graduell entwickelten. Dabei ist wichtig zu betonen, dass diese Angaben subjektiv sind.

Wie groß ist Ihr Datensatz, also wie viele Menschen nehmen derzeit an der Studie teil?

Matthes: Wir verfolgen derzeit circa 10.000 Personen nach Impfung und deren Impfnebenwirkungen sehr systematisch.

Sie kommen in einem derzeit viel diskutierten Beitrag des MDR zu Wort, in dem es um Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe geht. Was hat sich seit der Ausstrahlung bei Ihnen getan?

Matthes: Es ist nicht das erste Mal, dass solche Veröffentlichungen in der Presse zu einem großen Interesse an unserer Arbeit führen. Nachdem der Beitrag ausgestrahlt wurde – und es gab noch einen weiteren Bericht von „Plus-Minus“ – haben sich erneut sehr viele Menschen gemeldet, die selbst unter Nebenwirkungen der Impfstoffe leiden und die uns ihre Daten zur Verfügung stellen wollen, damit wir die vielen verschiedenen Nebenwirkungen evaluieren können. 

Das sind Menschen, die bei fünf, sechs, sieben verschiedenen Ärzten waren und dort teilweise mit ihren Symptomen nicht ernst genommen wurden. Viele Ärzte sagen, das könne gar nicht mit der Impfung zusammenhängen. Andere sagen, es könnte vielleicht sein, aber sie können den Patienten nicht helfen. Die Betroffenen sind daher sehr froh, wenn auch mal öffentlich darüber berichtet wird, dass es teilweise schwere und auch länger anhaltende Nebenwirkungen der Impfstoffe gibt – auch wenn sie selten sind.

Wie gehen Sie mit diesen gemeldeten Nebenwirkungen um? 

Matthes: Wir erfassen sie inzwischen in einem separaten Register. Es ist wichtig, dass diese Kohorte von den anderen getrennt wird, denn hier sind nur Fälle von Menschen vertreten, die bereits eine Komplikation haben und sich deshalb aktiv bei uns melden. Das heißt, da haben wir eine Sammlung von seltenen und auch schweren Nebenwirkungen, die letztendlich von uns so aufgearbeitet werden müssen – und das ist ja der springende Punkt bei solchen Register-Studien – dass klar wird, wie die Kausalität des Zusammenhangs ist.

Wenn Menschen uns mitteilen, dass sie schwere Nebenwirkungen haben, dann ist das ja erstmal eine Mitteilung eines Verdachts. Und dann muss man versuchen, entsprechend die Kausalität herzustellen: Ist das möglich, ist das wahrscheinlich, oder ist das eher nicht wahrscheinlich?

Wir führen daher mit dieser Kohorte eine Nachbefragung zum zeitlichen Zusammenhang zwischen Impfung und Beschwerdebeginn durch. Wir versuchen dabei herauszufinden, wie wahrscheinlich ein Zusammenhang mit der Impfung ist und ob bestimmte Laboruntersuchungen durchgeführt wurden und vorliegen.

Im MDR-Beitrag sagen Sie, dass Sie von einer Untererfassung der gemeldeten Nebenwirkungen durch das Paul-Ehrlich-Institut ausgehen. Wie kommen Sie darauf?

Matthes: Das Problem ist, dass in Deutschland kein Impfregister eingeführt wurde, mit dem man eine so große Impfkampagne wie die aktuelle mit den Sars-Cov-2-Impfstoffen hätte begleiten können. Gerade, wenn solche flächendeckenden Impfungen oder Maßnahmen durchgeführt werden, wäre es wichtig, dass man diese auch entsprechend gut dokumentiert.

In Deutschland geht allerdings der Datenschutz vor. Da sind andere Länder seit Jahren schon weiter als wir. Daher haben wir viel davon profitiert, dass wir aus den skandinavischen Ländern Daten bekommen. Schweden und Dänemark zum Beispiel, aber auch Kanada und Israel haben gute epidemiologische Daten was solche Impfregister angeht. Deshalb haben wir unsere Daten der ImpfSurv-Studie immer mit diesen Daten aus dem Ausland verglichen. Natürlich haben wir auch geprüft, welche Meldungen beim Paul-Ehrlich-Institut eingehen.

Wenn man jetzt unsere Daten mit denen aus anderen Ländern mit vollständigen Impfregistern und mit denen des Paul-Ehrlich-Instituts vergleicht, sieht man, das unsere Daten eher denen aus anderen Ländern entsprechen. Das freut uns als Wissenschaftler natürlich. Auf der anderen Seite zeigt es aber auch, dass beim PEI nicht alle Verdachtsfälle so gemeldet werden, wie sie gemeldet werden sollten.

Warum haben Länder wie Dänemark oder Schweden Impfregister geführt, Deutschland aber nicht?

Matthes: Schweden hat in der Vergangenheit ja schon einmal schlechte Erfahrungen mit dem Impfstoff Pandemrix gemacht. Damals hat sich der Gesundheitsminister und auch die Universität Stockholm bei den Bürgern entschuldigt, weil dort schwere Nebenwirkungen aufgetreten, aber zu spät gemeldet worden sind. Deshalb hat man in Schweden entschieden, dass in Abwägung gesellschaftlicher Schutz gegenüber dem individuellen Datenschutz an dieser Stelle zu Gunsten eines Impfregisters abzuwägen ist, gerade wenn neue Impfstoffe entwickelt werden. Wenn neue Impfungen massenhaft an die Bevölkerung gebracht werden, wird dort ein Register genutzt, um epidemiologischen Daten zu generieren, damit dann sehr früh Signale für potentielle Komplikationen entdeckt werden können.

Deutschland hat sich für einen anderen Weg entschieden. 

Matthes: Man hat zwar immer gesagt, dass man in Deutschland vorsichtig ist und genau guckt – aber das Instrument für eine solche Beobachtung ist eben ein epidemiologisches Register und das gibt es in Deutschland nicht. Das heißt, es gibt eine Diskrepanz zwischen dem, was in der Öffentlichkeit gesagt worden ist und dem, was tatsächlich unternommen und etabliert wurde. 

Was könnte man jetzt noch tun, um die schlechte Datenlage in Deutschland zu verbessern? 

Matthes: Es haben schon mehrere Journalisten und auch Wissenschaftler gefragt, warum man nicht die Daten der Krankenversicherungen (KV) für eine Auswertung nutzt. Die KV bekommt ja gemeldet, wie viele Impfungen die Hausärzte durchgeführt haben. Das wird ja abgerechnet. Aus dem Abrechnungsdaten kann man aber auch Diagnosen herausfiltern und anonymisiert zusammenfassen, um zu sehen, ob neue zum Beispiel allergische Reaktionen auftreten oder Reaktivierungen von Infektionen – also Beschwerden, von denen wir wissen, dass sie durch die Impfungen ausgelöst werden können. Diesen Daten hätte man sammeln können. Aber man hat sich bewusst dagegen entschieden.

Aus diesem Grund haben wir hier die Situation, dass das Paul-Ehrlich-Institut und die Politik nicht ihrer Behauptung nachkommen, sie würden sehr genau hingucken und alles für die Sicherheit tun. Und das ist der Grund, warum auch Frau Cichy für ihren sehr gut recherchierten Beitrag im MDR so angegangen wird.

Andreas Schöfbeck von der BKK Provita hatte eine ähnliche Idee und ließ die Daten von zehn Millionen Versicherten auswerten. Er fand die Zahl der so ermittelten Nebenwirkungen so alarmierend, dass er einen öffentlichen Brief an das Paul-Ehrlich-Institut schrieb, mit der Aufforderung, die Daten schnellstmöglich zu prüfen. Er wurde fristlos entlassen.

Matthes: Wenn man Andreas Schöfbeck etwas vorwerfen kann, dann vielleicht, dass er nicht vorsichtig genug formuliert hat. Er hätte sagen sollen, es gibt hier einen Hinweis, die Kausalität ist aber noch zu prüfen. Es war nicht ganz klar, ob er sich politisch geäußert hat, oder ob er einfach seiner Sorgfaltspflicht nachkommen und sagen wollte: Hier ist ein Signal, das bitte genauer untersucht werden muss. Diese kleine Differenzierung hat ihn den Job gekostet.

Wenn man sich dann aber anguckt, wie in der Öffentlichkeit zurzeit schwarz/weiß gemalt wird und mit welcher Heftigkeit bestimmte Meinungen ausgetauscht werden, ohne dass da Fakten sind – dann merkt man schon, wie ungerecht er für etwas abgestraft worden ist, das vielleicht nicht ganz vorsichtig formuliert war.

Es ist doch völlig normal, dass jemand einen Hinweis gibt oder sagt, wir wollen untersuchen, ob es eine Gefährdung durch die Impfungen gibt. Mehr hat er ja gar nicht sagen wollen. Da merkt man, wie aufgeheizt die Stimmung war zwischen den beiden extremen Lagern.

Man hätte den Fall auch nutzen können, um Transparenz zu zeigen und zu beweisen, dass die Dokumentation von Nebenwirkungen ernst genommen wird. Wie hoch schätzen Sie denn die Untererfassung beim Paul-Ehrlich-Institut ein? 

Matthes: Wenn wir die Daten mit anderen Registern vergleichen, liegt sie mindestens bei 70 Prozent.

Wie kommt es zu dieser großen Diskrepanz?

Matthes: Wir wissen, dass wir in Deutschland auch schwere Arzneimittelwirkungen nicht sehr gut melden, dass wir also ein Underreporting haben. Das hat etwas mit der Ärzteschaft zu tun. Die Ärzte sind zwar gesetzlich zur Meldung verpflichtet, aber es macht eben viel Arbeit und wird deshalb oft nicht so ausgeführt, wie man es sich wünschen würde.

Und sicher haben wir jetzt bei der Sars-Cov-2-Impfung die Situation, dass auch aufgrund der Politisierung der Impfung entsprechend viele Ärzte auch nicht bereit waren, Symptome, die als Verdacht hätten gemeldet werden müssen, auch zu melden – weil der Eindruck entstehen könnte, dass die Impfung stark nebenwirkungsreich sein könnte.

Wie empfinden Sie diese Politisierung eines medizinischen Eingriffs? 

Matthes: Das ist nicht sehr wissenschaftlich. Wenn man sich ansieht, was nach dem Beitrag vom MDR zum Beispiel auf Twitter geschrieben wird, erkennt man, wie schwierig aktuell eine sachliche Diskussion zu diesem Thema ist. Es gab Menschen, die geschrieben haben, wir würden die Impfung diskriminieren wollen – was natürlich völliger Unsinn ist.

Medizin ist eine empirische Wissenschaft und wir versuchen empirisch zu schauen, wie gut oder schlecht die Impfung ist, was sie für Nebenwirkungen hat. Ich persönlich habe auch ein Impfzentrum mitgeleitet und wir haben auch viel geimpft – also dann zu sagen, ich wäre ein Impfgegner, ist absurd.  

Welche weiteren Erkenntnisse konnten Sie bislang durch ihre Studie gewinnen? 

Matthes: Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass Menschen, die schon einmal Herpes zoster oder Herpes labialis hatten, nach der Impfung auch eine vermehrte Reaktivierung dieser Viren hatten, sodass man sagen kann, dass das Risikofaktoren für die Impfung sind, also ein Risiko, um Impfnebenwirkungen zu entwickeln.

Wir sehen außerdem, dass die Beschwerden von Menschen mit Long-Covid, also anhaltenden Beschwerden nach einer Corona-Infektion, häufig den unerwünschten Symptomen ähneln, die Menschen nach einer Sars-Cov-2-Impfung beschreiben. Und das ist doch interessant!

Wir wissen, dass der schwere Covid-Verlauf mit einer überschießenden Immunreaktion zu tun hat und wenn wir jetzt sehen, dass wir durch die Impfung ähnliche Symptome haben, dann wissen wir, das hat etwas mit dem Spike-Protein zu tun. Und es hat damit zu tun, dass bestimmte Strukturen, die das Spike-Protein aufweist, offensichtlich in ähnlicher Form im Organismus vorhanden sind, die dann wie bei einer Allergie falsch erkannt und attackiert werden.

Welche Systeme sind davon betroffen? 

Matthes: Die Myokarditis, also eine Herzmuskelentzündung, können wir zum Beispiel gut erklären, denn die Gefäße des Herzmuskels haben diesen ACE-2-Rezeptor, auf den das Spike-Protein besonders affin bindet. Auch die Nervenscheiden haben ähnliche Rezeptoren.

Und das sind ja die Dinge, die wir verstehen wollen, um auch zu gucken, was verbessert werden kann. Wir wollen verstehen, welche Epitope besonders gefährlich sind, um solche falschen immunologischen Reaktionen auszulösen und welche Epitope gut vor dem Virus schützen können, gleichzeitig aber keine ähnlichen Strukturen im Körper vorhanden sind und damit die immunologischen Reaktionen reduzieren könnte.

Uns geht es ja nicht darum, die Impfung gut oder schlecht zu machen, sondern zu schauen, was man verbessern kann. Und das ist ja etwas, was gerade bei einer so neuartigen Impfung aus meiner Sicht jedenfalls wünschenswert gewesen wäre. 

Haben Sie in Ihren Daten Warnsignale gefunden, die das Paul-Ehrlich-Institut nicht entdeckt hat?

Matthes: Also wenn wir unsere Daten mit denen anderer Länder vergleichen, können wir sagen, dass insbesondere die seltenen neurologischen Erscheinungen beim Paul-Ehrlich-Institut deutlich unterrepräsentiert sind. In anderen Registern aus dem Ausland tauchen sie aber auf. Wir haben keine neuen Komplikationen entdeckt, die nicht zum Beispiel schon in schwedischen, dänischen, kanadischen oder israelischen Registern aufgeführt wurden. Aber wir haben etwas Interessantes entdeckt, und zwar, dass die Komplikationen zum Teil Chargen-abhängig assoziiert waren.

Unterschiedliche Impfstoff-Chargen haben unterschiedlich starke Nebenwirkungen ausgelöst?

Matthes: Ja. Es sind dazu auch schon zwei Publikationen erschienen von anderen Gruppen, wo man auch gesehen hat, dass offensichtlich die Konzentration beim Impfstoff in einer Charge besonders hoch war, weil eben auch die Nebenwirkungsrate höher waren als bei anderen Chargen.

Wie kann so etwas passieren? Die Chargen werden doch regelmäßig geprüft… 

Matthes: Also wenn ich ehrlich bin, war ich als Wissenschaftler doch eher erstaunt, wie schnell man die Impfstoffproduktion in diesen Massenbetrieb bekommen hat. Wir haben ja ähnliche Erfahrungen bei Neuentwicklungen von Impfstoffen in der Vergangenheit gehabt und gesehen, dass es eben sehr lange dauert, bis die Chargen wirklich standardisiert sind – gerade, wenn sie schnell und in großer Menge produziert werden. Dass es da zu Schwankungen kommt, ist nicht ungewöhnlich.

Man kann also nicht sagen, das darf nicht passieren, sondern Wissenschaft und Neuentwicklung bedeuten immer, dass bestimmte Dinge nicht vorhergesagt werden können. Wir können nur dann, wenn etwas auftritt, untersuchen, warum es so ist. Deshalb wäre es eigentlich erforderlich, wenn man in so kurzer Zeit etwas entwickelt, dass man dann ein Impfregister einrichtet, um möglichst schnell auch Warnsignale erkennen zu können. 

Wenn Sie sich anschauen, wie viele unterschiedliche Nebenwirkungen allein in Ihren Daten auftauchen, wenn Sie bedenken, wie viel wir über die Sicherheit der Impfstoffe noch nicht wissen und vielleicht auch nicht wissen können aufgrund der Art und Weise, wie Nebenwirkungen derzeit dokumentiert werden – was bedeutet das für die Nutzen-Risiko-Bewertung der Impfstoffe? Können Menschen aus Ihrer Sicht mit den jetzt vorhandenen Informationen eine gute Entscheidung für sich treffen?

Matthes: Das ist jetzt eine hochpolitische Frage. Unter Omikron kann man das noch nicht genau sagen, aber bis zur Delta-Variante fiel das Nutzen-Risiko-Verhältnis sicher immer zu Gunsten der Impfung aus. Auch die unter 40-Jährigen haben von der Impfung profitiert.

Aber ich glaube, uns fehlt in Deutschland das Vertrauen in die Politik und in die Wissenschaft. Sie ist missbraucht worden, wir haben keine differenzierten Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt, sodass wir inzwischen neben einer breiten Mitte auch zwei extreme laute Lager vor allem in den sozialen Medien haben.


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10 Antworten auf „Charité-Forscher Harald Matthes im Interview: „Mindestens 70 Prozent Untererfassung bei Impfnebenwirkungen““

Mattes ist auch Chef von der anthroposophischen Klinik Havelhöhe.

Entsetzlich! Wenn da kein Verstand und kein Verantwortungsbewußtsein mehr zu finden ist, wo soll man es dann noch finden?

Lachhaft, die wollen uns doch nur verkohlen! Erst werden massiv Impfnebenwirkungen geleugnet, Ärzten sogar mit dem Verlust der Zulassung gedroht und ausgerechnet das Charite öffnet die Büchse Pandora noch weiter.

— Die Charité gehört mit zahlreichen Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu den forschungsintensivsten medizinischen Einrichtungen in Deutschland. (…) Weltweit genießt die Klinik hohe Anerkennung.

Ehrlich? Dann hätte die Charite bereits 2021 vor der Corona-Spritze warnen müssen. Schrotteinrichtung ist die bessere Wortwahl. Schließen, einstampfen und was Neues aufbauen.

Mein Vorschlag: Herr Drosten entwickelt den ultimativen PCR-Test zur Erkennung von Impfschäden. Dann können er und sein Compagnion Landt damit einmal mehr kräftig Kasse machen, die Ärzte haben ein einfaches und definitives Diagnoseinstrument zur Hand und ein paar falsch-positive Testergebnisse machen den Braten ja auch nicht fett. Und dann wird die gesamte Bevölkerung dreimal wöchentlich auf Impfschäden getestet, auch die Ungeimpften. Wäre doch gelacht, wenn man die Erfassung von Impfschäden so nicht in den Griff kriegte!

Für mich klingt das alles so, als wenn diese Kreatur in erster Linie das von den Great-Reset-Verbrechern gewünschte Impfregister durchboxen möchte.

Und nein, Herr Matthes, bei diesen von Ihnen fälschlicherweise „Impfung“ genannten Gensubstanzen gibt es nichts mehr zu verbessern. Als Arzt wäre es Ihre Pflicht, das sofortige Verbot einer Flüssigkeit zu fordern, die – um nur ein Beispiel zu nennen – annerkantermaßen Myokarditiden auslöst. Dass Sie dieses nicht tun, sagt mir alles, was ich über Sie wissen muss.

Ist den Menschen überhaupt bewusst, dass körperliche Schäden, die der Proband durch die Teilnahme an dieser experimentellen Impfung erleidet bei Tod wie Selbstmord gewertet wird? Auch von der Versicherungswirtschaft?
Der oder die Bezugsberechtigten verlieren also ihren Leistungsanspruch gegenüber dem Versicherer.
Wohlgemerkt nur, da es sich um die Teilnahme an einer experimentellen Impfstudie handelt (R.K.I.).

Wer glaubt, dass aus der Charite irgendwas Gutes kommen könnte …

H. Matthes: „In Deutschland geht allerdings der Datenschutz vor. Da sind andere Länder seit Jahren schon weiter als wir. “

Genau darum geht es auch heute im Bundestag. Das ist das wesentliche Ziel. Das wird heute angeleiert, zumindest vorbereitet. Und dieser Matthes liefert direkt und zeitpunktgenau dafür den Zündstoff.

Überwachung (angeblich zu unserer Sicherheit) geht über Datenschutz und individuelle Datenselbstbestimmung.

Na, da hat die PR-WEF-Planungsabteilung uns wieder ein klasse Kuckucks-Ei uns ins Nest gelegt.

… und ich möchte hier einen Querverweis auf die Aktivitäten dieser Frau Bodderas (Welt-Redakteurin mit angeblichem Impfschaden) einfügen: auch sie propagiert in die Richtung wie dieser Matthes.

Ich sehe das alles als im Endeffekt das Gleiche an:

Datenschutz abschaffen für das „höhere Ziel der Gesundheit“=Impfregister=digitale Gesundheitsakte=ID202=die persönlichsten aller Daten, unsere Gesundheitsdaten, überall einsehbar zu machen, mit Reisen, Bankkonten, Einkauf, jeglichen Aktivitäten verknüpfen, …, den gläsernen Bürger schaffen

zu ID2020 siehe Norbert Haering sein Blog „Geld und Mehr“

Die Tatsache, das man die Nebenwirkungen verschweigt, zeigt nur worum es wirklich geht, um Nebeneinkünfte der Politiker! Man macht die führenden Wissenschaftler mundtot, damit die TV-Lemminge auch weiterhin zum Impfen rennen. Die Größte Lüge im 21.Jahrhundert beginnt mit einem Massenmord im Namen einer Impfung!

Das ist keine Impfung, sondern experimentelle Gen“therapeutika“.

Impfungen werden zum Zweck steriler Immunität verabreicht.

Diese Stoffe haben keinerlei Wirkung in dieser Hinsicht.

Weil das keine Impfungen sind.

Folglich handelt es sich auch nicht um „Impfnebenwirkungen“, denn das würde Impfwirkungen voraussetzen, die es hier aber gar nicht gibt. Es gibt keinerlei Nutzen.

Was hier als „Impfnebenwirkungen“ bezeichnet wird, sind die Hauptwirkungen dieser Stoffe und sie sind rein schädlich, weil es sich bei diesen Stoffen nachweislich um Zellgift handelt.

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