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Mitten in der dritten Welle – Fallzahlen aber keine Toten

Uns wurde eine weitere Auswertung zu den Fall- und Todeszahlen der sogenannten „dritten Welle“ zugesandt, die nüchtern darstellt, dass wir uns aktuell in einer „Test-Pandemie“ befinden: Wir haben eine hohe Fallzahl bei einer zeitgleich sehr geringen Anzahl an Todesfällen.
Eine interessante Analyse der „dritten Welle“.

Der anonyme Ersteller der hier veröffentlichen Auswertungen:

hat uns erneut eine Auswertung zugesendet – dieses Mal für die sogenannte „dritte Welle“ – in der wir uns ja (glaube man den Quantitätsmedien) gerade befinden, und die wir hier veröffentlichen wollen:

Medien und Politik bereiten uns nunmehr auf die dritte Corona-Welle vor und natürlich den alternativlosen Lock-down Maßnahmen, die zwingend erforderlich sind. Bereits am 11. März 2021 hat RKI-Chef Wieler verkündet, dass sich die dritte Welle seit Ende Februar aufbaut. Das müsste sich nunmehr auch in den Todeszahlen widerspiegeln. Als Begründung werden meistens Mutationen und die gestiegene Verbreitung in jüngeren Altersgruppen genannt. Aus diesem Grund schauen wir uns nicht nur die Sterberate seit Beginn der „dritten Welle“ an und vergleichen Sie mit den Fallzahlen und der Entwicklung in den vorherigen „Wellen“.

Für die Analyse verwenden wir den Datensatz des RKI mit den konsolidierten Daten seit 1. Januar 2020 (da haben sich wohl ein paar Fehler eingeschlichen), der über den Dienstleister für die Dashboards mit täglichen Updates zur Verfügung gestellt wird (Robert Koch-Institut (RKI), dl-de/by-2-0, 2021). Der Zeitraum wird dabei vom 1. März 2020 – 31. März 2021 gewählt, da die allerjüngsten Daten noch nicht vollständig sein können. Das RKI selbst publiziert wöchentliche, getrennte Corona-Sterbezahlen bis zur Kalenderwoche 10, d.h. betrachtet diese Daten bis zum 14. März als zuverlässig.

Leider hat der Datensatz die Besonderheit, dass das tatsächliche Sterbedatum und in vielen Fällen der Erkrankungsbeginn nicht eingepflegt sind – oder werden kann (s.u.) –, so dass wir für diese Analyse ausschließlich mit dem Referenzdatum arbeiten. Das Referenzdatum gibt dabei den Beginn der Erkrankung an, oder falls es keine gibt, z.B. „Fälle symptomlos“(!) sind, das Meldedatum an. Das Meldedatum ist das Datum, an dem dem Gesundheitsamt der Fall bekannt gemacht wurde.
D.h. in den allermeisten Fällen liegt das tatsächliche Sterbedatum nach oder am Tag der Meldung. Außerdem sind die Toten an einem Tag immer bei den Fällen des gleichen Tages mit enthalten.
Das hat aber für unsere qualitative Analyse nur einen marginalen Einfluss.

Um die Kurven etwas besser zu glätten, wenden wir für alle Berechnungen von Fall- und Todeszahlen den Mittelwert der vergangenen 7 Tage (ausgehend vom aktuellen Referenzdatum) an. Diese Metrik wird auch für auch bei der Berechnung der berüchtigten 7-Tage Inzidenz herangezogen.

Aus dem Datensatz ergibt sich folgendes Bild für die Sterbezahlen:

Wir erkennen dabei die ersten beiden „Wellen“, die im Wesentlichen von der Sterblichkeit der Altersgruppe 80+ getragen wurden. Außerdem sieht man, dass die Sterblichkeit bis Ende März sich sehr stark zurückentwickelt hat.
Leider zeigt das RKI in seinem Dashboard immer nur den Verlauf der „Fälle“ und die Todeszahlen nur kumuliert pro Altersgruppe! Genauere Analysen für die erste und zweite Welle kann man über die entsprechenden Links finden.

Wenn man die entsprechende Logik auf die Fälle anwendet, erhält man die folgende Grafik:

Anmerkung vom Corona Blog: Die dritte Welle (in der wir aktuell sind) beginnt rechts von der eingezeichneten, grauen Linie am 13.02.2021

Man erkennt auf den ersten Blick das Muster der ersten und zweiten „Welle“ allerdings auch schon den Beginn der dritten „Welle“ ab dem 13. Februar 2021 (graue Linie).
Die Anzahl der Fälle wird dabei hauptsächliche von Personen im Alter von 35 – 59 Jahren getrieben. Die über 80-jährigen spielen praktisch keine Rolle mehr. Außerdem ist eine Zunahme der Fälle bei den unter 15-jährigen zu beobachten.

Wir legen jetzt beide Grafen übereinander und tragen die Sterbefälle ohne Altersgruppen an der rechten Achse auf (Verhältnis zur linken Achse ist 1:25). Bitte beachten Sie, dass die Sterbekurve wegen fehlender Daten eigentlich um ein paar Tage nach rechts verschoben sein müsste (Erklärung s.o.), was allerdings für unsere Betrachtung keine wesentliche Rolle spielt.

Anmerkung vom Corona Blog: Die rote Markierung haben wir eingefügt – unten in der Originaldatei ist die Grafik ohne diese zu finden

Man erkennt deutlich, dass die „dritte“ Welle sich auf keinen Fall in der Anzahl der Sterbefälle widerspiegelt wie man es in den vorherigen Wellen gut beobachten konnte. Im Gegenteil der Trend läuft momentan sogar komplett konträr. Dazu kommt, dass die Mutante b.1.1.7 bereits Anfang März 55% der Infektionen ausgemacht haben soll, die wiederum ansteckender – das könnte man evtl. aus den Zahlen noch ableiten – aber auch wesentlich tödlicher(!) sein soll.

Wir können also Stand heute festhalten, dass die anlaufende dritte „Welle“ eine reine „Fallwelle“ ist und sich bis jetzt in den Sterbefällen im Bezug auf die gemeldeten Fälle völlig anders verhält.
Vorsichtshalber füge ich noch hinzu, dass natürlich die Sterbefälle für die zweite Märzwoche evtl. unvollständig sind. Die Nachmeldungen müssten aber sehr extrem ausfallen, um überhaupt auf das Niveau der letzten Februar-Woche (1562; entspricht ca. 233 pro Tag) zu kommen.

Bewertung

  • Die dritte Welle zeigt sich bis jetzt als eine Welle von „Fällen“, d.h. von Corona-positiv getesteten, wie es das RKI definiert und von den Gesundheitsämtern übermittelt bekommt.
  • Die Auswirkungen der vermeintlich tödlicheren Mutante b.1.1.7 sind Stand heute nicht in den Sterbezahlen sichtbar.
  • Der Datensatz des RKI weist allerdings erhebliche Lücken auf, da er keine Sterbedaten und in vielen Fällen kein Datum für den Krankheitsbeginn aufweist. Das solle aber für die eher qualitative Betrachtung keine Rolle spielen.

Noch ein paar Anmerkungen vom Corona Blog Team:


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10 Antworten auf „Mitten in der dritten Welle – Fallzahlen aber keine Toten“

Der Titel ist so nicht richtig und liegt mir extrem schwer im Magen. Ich arbeite in der Pflege genau wie mein Mann. Der ist Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin und arbeitet überwiegend auf Intensivstationen wo Covid 19 Patienten behandelt werden. Dazu kommt noch unser Freundeskreis der ebenfalls überwiegend auf Intensiv arbeitet. Die so genannte 3. Welle zeichnet sich durch jüngere Patienten ( 36 Jahre), schnellerem schweren Verlauf und schnellerem Versterben aus. Aus Berichten von Kollegen weiß ich das sich auch hier echte Dramen abspielen. Zum Beispiel eine werdende Mutter die an Lungenversagen mit ihrem Baby im Bauch stirbt. Das Leid ist für die Kollegen kaum auszuhalten und viele schaffen das auf Dauer auch nicht bis zu 5 Verstorbene an einem Tag in den Leichenkeller zu schieben. Ich sehe viele Aspekte dieser Pandemie sehr kritisch aber wir müssen aufpassen bei aller angebrachter Kritik nicht zynisch zu werden werden. Das Leid von Corona hat viele Gesichter und für manche ist die reale Infektion der tägliche Albtraum. Ich hoffe das Sie eine angebrachtere Formulierung finden.

Es tut mir leid für diese Menschen, aber die deutsche Gesundheits-Industrie trägt dort eine Mitschuld. Denn es gibt schon seit Ende letzten Jahres Erkenntnisse zur erfolgreichen Behandlung: Calcifediol in Spanien sowie Ivermectin in Amerika! Wird in Deutschland abgelehnt! Ein Professor der Uni-Klinik Heidelberg bezeichnet das als unethisch. Wer sich nicht außerhalb Deutschlands informiert, bringt sich selbst in Gefahr. Zu empfehlen: FLCCC

Hm, „Todesrate“ könnte man auch missverstehen; vielleicht klarer so:

„Dritte Welle“ bei gleichbleibender Anzahl an Covid-Todesfällen.


@Anja K
deine Schilderung berührt.
Als nächstes versucht man subjektive Wahrnehmung mit Datenlage in Einklang zu bringen, was mir in dem Fall nicht zu 100pro auf Anhieb gelingt.

meine überschlägigen Berechnungen ergeben aktuelle mittlere Liegedauer auf ICU von ca 11 Tagen;
wogegen diese zuvor, seit ca Nov20 bis Ende Feb21 bei nur ca 8,5 Tagen gelegen hatte.
Womit einhergeht, daß aktuell gar nicht spektakulär viele tägliche Neuaufnahmen zu registrieren sind, nämlich ca 365 pro Tag, etwa so wie im späteren Feb21 als Belegungszahl noch stark im Sinken war.

Daß aktuell Patienten etwas jünger sind, dürfte klar sein, aber schnelleres Sterben wäre nur dann möglich, wenn die nicht sterbenden noch deutlich länger als 11 Tage liegen würden, also 12 bis 14 Tage zb.

Wobei meine erste Idee eigentlich war, daß Kampf ums Überleben bei Jüngeren eher länger andauern könnte (?).

Ihre Sicht der Dinge verstehe ich vollkommen. Allerdings sollte sich jeder einzelne fragen, inwieweit Maskenpflicht und Impfungen dazu beitragen?
Ich kann es nur schwer ertragen, dass Kinder, Schwangeren und alten Menschen mit diesen Masken buchstäblich der Atem geraubt wird. Dazu kommen die Schadstoffe, welche in einem Großteil der Masken gefunden wurden und eingeatmet werden. Dazu gibt es mittlerweile Studien aus vielen Ländern, welche einfach ignoriert werden. Das ist in meinen Augen vorsätzliche Körperverletzung…….

Hi,
diese Analyse wird auch gestützt durch die DESTATIS Sonderauswertung der Todesfälle in Deutschland. Es handelt sich um Rohdaten und es wird die Anzahl der Toten, die für die letzten 3-4 Wochen widergegeben werden, noch steigen, aber es ist unwahrscheinlich, das es den Trend zu vergleichbar geringeren Sterbezahlen ändern wird.

Den 3 Aussagen am Ende zu „Bewertung“ kann ich nur zustimmen.

Der Dienstag-TagesBericht des RKI zeigt u.a. die Sterbefälle nach tatsächlicher Sterbewoche; man sieht von KW11 bis 14 gleichbleibend ca 1000 Tote mit Cov2 .

Die tragischen Todesfälle auch bei Jüngeren gab es auch bei Influenza, dort waren sogar relativ noch mehr Jugendliche und Kinder betroffen.
Auch wenn es menschlich verständlich ist, eigene Beobachtungen auf einer Intensivstation höher einzuschätzen als offizielle Zahlen, führt dies zu einem falschen Gesamteindruck. Die meisten Menschen die an und mit Corona versterben, sterben außerhalb von Intensivstationen und sind weiterhin ca. 84 Jahre im Median. Der Blick von der Intensivstation trügt. Auch sind und waren die Behandlungsmöglichkeiten zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, trotz Bettenabbaus. Nie gab es das immer wieder befürchtet exponentielle Wachstum bis ad infinitum.
Auch geht ja um die Frage der berechtigten und sinnvollen Gegenmaßnahmen. Eine Ioannidisstudie zeigt keinen großen Einfluss, egal was die Politik sich einbildet.
Mit und ohne Lockdown, mit und ohne Maske, wir werden es kaum längerfristig steuern, was auch unnötig ist, da bei den meisten Menschen das Immunsystem ausreichend schützt. Letalität bei unter 70 Jahren nur 0,05%. So was konnte man bislang immer ohne Lockdown und Masken regeln, zuletzt sogar in der deutlich schwereren Hongkong-Grippe 1968.
Jetzt fallen alle auf die Panikmache rein, bis auf Schweden und zunehmend viele US Staaten, die alle Maßnahmen aufgegeben haben.
Aktuell haben wir sogar eine Untersterblichkeit, letztes Jahr keine Übersterblichkeit. Wer da noch von einer Jahrhundertpandemie faselt, ist blind oder in Schockstarre gefangen.

stimme Martin F. uneingeschränkt zu, was in Anbetracht einer ziemlichen Fülle an konkreten Aussagen eher Seltenheitswert hat bei mir, insbesondere auch zum Thema Covid.
Wo ich in Anspruch nehme schon sehr gut informiert zu sein
was zugängliche Informationen angeht.

Es fehlt aber an Zugang zu Informationen über das Geschehen nach Impfung. Wieviele der Neuinfizierten sind Geimpfte?
das müsste ohne weitere Aufforderung vom RKI angegeben werden, ansonst besteht dringender Verdacht daß die RKI Zahlen irreleiten,
massivst irreleiten. Auch Politiker und Journalisten.
Wobei eigentlich beide Gruppen soviel Hirn haben müssten aktiv nachzufragen

Nach über einem Jahr sogenannter Pandemie haben wir immer noch keine vernünftigen Rohdaten, da wir weiterhin zu den realen Covid-19 Toten eine unbekannt große Zahl an Menschen addieren, die an etwas anderem gestorben sind, und einen nicht aussagekräftigen positiven Test vor dem Tod aus welchem Grund auch immer gehabt haben.
Immer noch befolgen wir nicht die WHO Empfehlungen und bewerten eben nicht nur symptomatisch Getestete als potentiell infektiös, immer noch leisten wir uns den Fehler, den PCR Test nicht auf vernünftige CT-Werte zu begrenzen und mindestens 3 Genlokalisationen vorzuschreiben sowie einen zumindest stichprobenartigen multiplex-Test zu verlangen, um andere Viren, insbesondere Influenza nicht zu übersehen, und und und
Angst und Panik müssen aufrechterhalten werden, bis die Gier der Impfmafia befriedigt und der gewünschte Umbau der Gesellschaft in eine digitale Überwachungsgesellschaft weiter vorangebracht, die digitale Zensur und Gleichschaltung perfektoniert ist. Anders kann man diesen Zirkus der Masken- und Coronadiktatur nicht mehr begreifen. Mit Gesundheitsvorsorge hat es erkennbar nichts mehr zu tun.

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