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Der Faktencheck von Correctiv zu Marcel Barz Video: „Die Pandemie in Rohdaten“

Der Informatiker Marcel Barz bekam von der „Faktencheckerin“ Sarah Thust einige „eilige und private“ Fragen für ihren Faktencheck zu dem Video „Die Pandemie in Rohdaten“. Nun wurde dieser von Correctiv mit dem Hinweis gekennzeichnet, „Teilweise falsch, das Video enthält irreführende Schlussfolgerungen“. Würden sie nur auch immer solche gewissenhaften Faktenchecks, bezüglich unsere Politiker und der Medien selbst, durchführen.

Am 20. September war es nun soweit, Correctiv veröffentlicht seinen Faktencheck zu dem Video von Marcel Barz (46 J. Informatiker) mit dem Titel „Die Pandemie in Rohdaten“ (wir berichteten hier und hier). Durchgeführt wurde der Faktencheck von Alice Echtermann , Sarah Thust , Matthias Bau.

Wir berichteten vor einigen Tagen von Marcel Barz (46 J.) einem Informatiker, welcher zunächst absoluter Maßnahmenbefürworter war und seine Meinung nach einer intensiven Analyse – auf Drängen eines Bekannten – änderte.

Nun widmete sich Correctiv einem Faktencheck diesem Video und kam zu dem Schluss:

Teilweise falsch. Das Video enthält irreführende Schlussfolgerungen und lässt Kontext aus.

Wir haben diese Analyse durch Correctiv hier mal gesichert und wünschen viel Spaß beim Lesen.


Nachfolgend findet ihr nochmal die Anfrage von Correctiv bei Marcel Barz

1. Anfrage von Correctiv mit dem Betreff „Eilt“ und „privat“

Sehr geehrter Herr Barz,

ich arbeite als Journalistin für CORRECTIV.Faktencheck und würde Ihnen gerne einige Fragen stellen. Es geht um das Video, das Sie – falls ich mich nicht täusche – am 11. August erstellt haben (https://vimeo.com/591741693). Es wurde uns von zahlreichen Menschen eingereicht mit der Bitte um einen Faktencheck. Aus redaktionellen Gründen möchte ich Sie bitten, mir die folgenden Fragen bis spätestens Donnerstag zu beantworten. Sollten Sie mehr Zeit benötigen, geben Sie mir bitte Bescheid, dann überlegen wir uns eine Lösung.

Thema Sterblichkeit: Das Statistische Bundesamt betont uns gegenüber, dass die Betrachtung des ganzen Jahres saisonale Entwicklungen nicht darstellt und verschiedene Effekte, zB die milde Grippewelle, mit den Corona-Sterbefällen verrechnet. Vor allem am Ende des Jahres sei die Übersterblichkeit durch die Corona-Fälle stark ausgeprägt gewesen. Das ist auch in der Human Mortality Database für Deutschland sichtbar.
Ich möchte Sie dazu fragen:

1. Weshalb beziehen Sie sich bei den Sterbefällen auf das ganze Jahr und nicht auf einen Vergleich auf Wochenbasis?

2. Weshalb berücksichtigen Sie die gestiegene Lebenserwartung nicht, wie es zum Beispiel in dieser Studie geschehen ist? https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0255540


3. Weshalb vergleichen Sie Deutschland mit Schweden und nicht beispielsweise mit Spanien?


4. Weshalb erwähnen Sie in Ihrem Video nicht andere Länder, wie auch die USA, die von der Pandemie stärker getroffen wurden?


Thema Intensivbetten: Die Daten aus dem Intensivregister stellen laut Divi nicht die Anzahl aller vorhandenen Intensivbetten dar, sondern den täglich gemeldeten Ist-Zustand der tatsächlich betreibbaren Intensivbetten. Das bedeutet: Die Zahlen können schwanken, wenn viele Angestellte krank sind oder Überstunden ausgleichen.
Ich möchte Sie dazu fragen:

1. Warum erwähnen Sie diese Informationen in Ihrem Video nicht?


2. Weshalb berücksichtigen Sie andere Faktoren wie den Pflegeschlüssel, Krankenstände bei Personal und Umstellungen der Statistik in Ihren Berechnungen nicht?


3. Es gibt aktuell keine Belege dafür, dass Intensivbetten abgebaut wurden und mit der DIVI-Statistik allein lässt sich das auch nicht belegen. Gleiches gilt für Behauptungen, dass Krankenhäuser von 75 Prozent Auslastung finanziell profitieren würden und deshalb falsche Angaben machen. Dennoch greifen Sie diese Vorwürfe in Ihrem Video auf. Warum?

Thema Impfstoffe: In ihrem Video erklären Sie den Unterschied zwischen der relativen Wirksamkeit und der absoluten Wirksamkeit eines Impfstoffe und präsentieren die Werte für den Impfstoff von Biontech/Pfizer.

1. Dabei erklären Sie nicht, dass es in klinischen Studien üblich ist, die relative Wirksamkeit von Impfstoffen anzugeben. Wieso nicht?

2. Im Video sagen Sie, die meisten Menschen hätten von einer Impfung keine Vorteile, sondern „nur die Nebenwirkungen und sonst garnichts”. Weshalb erwähnen Sie an dieser Stelle nicht, dass die Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen gegen schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle in verschiedenen Studien nachgewiesen wurde?


Zuletzt noch einige allgemeine Fragen: Warum haben Sie dieses Video produziert? Haben Sie dafür Unterstützung erhalten – falls ja, von wem?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir diese Fragen bis Donnerstag schriftlich beantworten könnten, Sie können mich bei Rückfragen aber auch gerne anrufen. Erreichbar bin ich unter der 0178 1436123. Einen Überblick über unsere Arbeit bekommen Sie hier: correctiv.org/faktencheck Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Sarah Thust

Faktencheckerin
CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft

2. Antwort von Marcel Barz

Sehr geehrte Frau Thust,

vielen Dank für die Gelegenheit zur Stellungnahme. Meine Antworten finden Sie weiter unten.
Sicher haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihre Fragen und meine Antworten auch auf meinen Kanälen veröffentliche.
Ich freue mich schon auf das Ergebnis Ihrer Recherche.

Mit freundlichen Grüßen
Marcel Barz

1. Weshalb beziehen Sie sich bei den Sterbefällen auf das ganze Jahr und nicht auf einen Vergleich auf Wochenbasis?

zu 1. Übersterblichkeit ist ein statistisches Konzept, das abbilden soll, ob in einer Population in einem definierten Zeitraum ein ungewöhnlich hohes Sterbegeschehen stattgefunden hat. Je nach Betrachtungszweck kann einerseits die Population oder andererseits der definierte Zeitraum „passend“ gewählt werden. In Ihrer Frage legen Sie nahe, dass der Betrachtungszeitraum möglichst eng eingeschränkt werden sollte – auf Wochen oder wenige Monate.

Betrachtet man die Sterbezahlen der vergangenen Jahre, so wird allerdings schnell klar, dass eine zeitlich beschränkte Übersterblichkeit in nahezu allen europäischen Ländern regelmäßig zu beobachten ist. In Deutschland lässt sich beispielsweise für das Jahr 2018 eine Phase von ca. 12 Wochen beobachten, in der die täglichen Gesamtsterbezahlen zeitweise sogar höher ausfielen, als während der gesamten Corona-Pandemie. In meinem Vortrag bezeichne ich diese Phasen als „Ausreißer“. Ausreißer gibt es in jedem Jahr und auch in beide Richtungen (Über- und Untersterblichkeit). Die Einschränkung der Betrachtung auf einen (willkürlich) kleinen Zeitraum verfälscht also den Blick auf das Gesamtgeschehen.

Gestorben wird in Wellen entlang der Jahreszeiten. Manchmal beginnen die Wellen etwas früher – manchmal etwas später. Ich halte daher Jahresvergleiche für sehr aussagekräftig. Zudem ist es in der Statistik üblich, Populationsdaten jahresweise zu betrachten.

Die von Ihnen nahegelegte Einschränkung auf einen engeren Zeitraum ist m.E. daher nicht geeignet, um ein „ungewöhnliches Sterbegeschehen“ nachzuweisen. Wir könnten diskutieren, wie das Jahr geschnitten werden sollte. Ich habe in meiner Auswertung von Silvester bis Silvester geschnitten. Ich könnte mir auch eine Auswertung vom 01.07. bis 30.06. vorstellen, so wie es auch die Arbeitsgemeinschaft Influenza macht.

2. Weshalb berücksichtigen Sie die gestiegene Lebenserwartung nicht, wie es zum Beispiel in dieser Studie geschehen ist? https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0255540

zu 2. Die angenommene Lebenserwartung einer Population bzw. der einzelnen Altersgruppen einer Population wird aus Beobachtungsdaten abgeleitet. Bei diesen Beobachtungsdaten handelt es sich um nichts anderes, als die Sterbedaten der Vorjahre, die in den jeweiligen Altersgruppen vorherrschten. Die Lebenserwartung einer Altersgruppe X in einer konkreten Population wird also aus dem beobachteten Sterbegeschehen der Vorjahre in dieser Altersgruppe abgeleitet. Die Forderung, das Sterbegeschehen nicht als absolute Zahl für die Gesamtpopulation, sondern differenziert nach Altersgruppen zu betrachten, wird auch in meinem Vortrag vorgebracht. Ich gehe darauf auch in meinem Vortrag ein (20:16).

Sowohl das Statistische Bundesamt als auch zahlreiche Redaktionen etablierter Medien haben den Fehler begangen, absolute Zahlen der Gesamtbevölkerung als Nachweis für eine vermeintliche Übersterblichkeit zu verwenden, statt relative Zahlen (also Sterberaten) der einzelnen Altersgruppen zu betrachten.
Die im Video vorgebrachte Argumentation ließe sich also ohne Weiteres auf eine Betrachtung der Lebenserwartung übertragen, ohne dass die Ergebnisse sich ändern würden. Tatsächlich kommen auch die Autoren des von Ihnen zitierten Papiers zu demselben Ergebnis. Heißt es doch dort:„In 2020, there was barely any excess mortality in Germany for both approaches.“

Ich möchte Sie noch auf dieses wichtige Diskussionspapier der WHO aufmerksam machen: „age standardization of rates – a new WHO standard“. Hier der Link zum Download. Darin wird die Altersstandardisierung als Rechenverfahren zur Herstellung vergleichbarer epidemiologischer Maßzahlen gefordert. Hier die deutsche Anwendung der WHO-Vorgabe. Sicher erweckt das Ihren journalistische Ehrgeiz herauszufinden, warum das Statistische Bundesamt die Altersstandardisierung dennoch nicht vornimmt und sich somit nicht an die WHO-Vorgabe hält.

3. Weshalb vergleichen Sie Deutschland mit Schweden und nicht beispielsweise mit Spanien?

zu 3. Weil Schweden weniger Maßnahmen hatte als Deutschland. So erkläre ich es auch im Vortrag (26:29). Es ist in der Forschung üblich, die Wirksamkeit von Interventionen durch eine Einteilung in Experimentalgruppe und Kontrollgruppe zu untersuchen. Schweden war eines der wenigen Länder weltweit, welches auf scharfe nichtmedizinische Interventionen (AHA, „Lockdowns“) im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung verzichtet hat und eignet sich daher als „Kontrollgruppe“ zur Bewertung dieser Interventionen.

Schweden schloss weder Geschäfte, noch Schulen flächendeckend und führte auch keine Maskenpflicht ein. Für diese Vorgehensweise wurde es von den etablierten Medien gerade auch in Deutschland als Negativbeispiel herangezogen.

Die Betrachtung der schwedischen Gesamtsterblichkeit zeigt allerdings, dass Schweden keineswegs als Negativbeispiel taugt. Im europäischen Vergleich schneidet Schweden vielmehr besser ab, als zahlreiche Staaten, die besonders scharfe nichtmedizinische Interventionen umgesetzt haben und liegt im Vergleich zu Deutschland in 2021 in der Gesamtsterblichkeit seit KW4 permanent unter dem Vorjahresmittel.

Sie erwähnen mit Spanien gerade ein Beispiel, das durch seine besonders schafen Interventionen keinerlei positiven Effekt erreicht hat. Woraus sich für mich die Frage ergibt, ob die Annahme „Härtere Maßnahmen = weniger Tote“ in irgendeiner Weise gerechtfertigt ist. Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien inzwischen, dass sich diese Annahme durch Daten nicht belegen lässt.
Wenn Sie sich die Zeit nehmen, um diese beiden Links zu prüfen, werden Sie meine Zweifel nachvollziehen können: Wirksamkeit der Maßnahmen und Wirksamkeit der Lockdowns

4. Weshalb erwähnen Sie in Ihrem Video nicht andere Länder, wie auch die USA, die von der Pandemie stärker getroffen wurden?

Ich beschränke mich in meinem Vortrag auf die Zahlen in Deutschland. Maßnahmen und Einschränkung, die wir in Deutschland erleben, werden ebenfalls mit den in Deutschland erhobenen Zahlen begründet. Das war das Thema meines Vortrags. Sicher kann man auch die USA und weitere Länder untersuchen. Das ist jedoch ein anderes Thema.
Gleichzeitig sehe ich auch, dass sich die Situation in den Vereinigten Staaten nicht so einfach darstellt, wie durch Ihre Frage suggeriert wird. Denn auch dort beobachte ich, dass die Bundesstaaten, die besonders strikte Kontaktbeschränkungen erlassen haben, mit Blick auf die resultierenden Sterbedaten nicht notwendigerweise besser dastehen, als Bundesstaaten, die einen moderateren Kurs umgesetzt haben.
Als Beispiel können Sie Florida mit Kalifornien vergleichen. Zwei große Bundesstaaten mit ähnlichen klimatischen Bedingungen. Kalifornien setzte durchgehend sehr strikte Maßnahmen um. Während Florida einen moderaten Kurs wählte (welcher dem Schwedens ähnelt). Tatsächlich war Florida nicht weniger erfolgreich in der Pandemie-Bekämpfung als Kalifornien. Kalifornien muss sogar höhere Covid-19-Todesfallzahlen je 100.000 Einwohner ausweisen. Die USA als Gesamtheit zu betrachten, ist daher wenig zielführend, da die verschiedenen Bundesstaaten dort sehr unterschiedlich reagiert haben und reagieren.

Thema Intensivbetten: Die Daten aus dem Intensivregister stellen laut Divi nicht die Anzahl aller vorhandenen Intensivbetten dar, sondern den täglich gemeldeten Ist-Zustand der tatsächlich betreibbaren Intensivbetten. Das bedeutet: Die Zahlen können schwanken, wenn viele Angestellte krank sind oder Überstunden ausgleichen. Ich möchte Sie dazu fragen: 

5.Warum erwähnen Sie diese Informationen in Ihrem Video nicht?

Zu 5. In Ihrer Frage stellen Sie korrekt fest, dass die Anzahl der tatsächlich betreibbaren Intensivbetten von Tag zu Tag schwanken kann. Solche Schwankungen sind völlig normal. Tagesaktuelle Schwankungen sind jedoch zu unterscheiden von anhaltenden Änderungen der Gesamtzahlen. Es wäre folglich zu erwarten, dass Schwankungen sich sowohl in sinkenden als auch wieder steigenden Meldezahlen dokumentieren, nachdem beispielsweise Krankheitsausfälle in den Dienst zurückkehren. Dies ist nicht zu beobachten, sondern wir beobachten im Melderegister anhaltend sinkende Bettenzahlen. Wenn solche dauerhaften Änderungen in den Größenordnungen der Zahlen zu beobachten sind, so wäre es doch auch Ihre journalistische Pflicht, diese zu publizieren und die Frage zu stellen, wie diese begründet werden können. Hier sind die Fakten:
– Seit Ende April 2020 werden ca. 7.500 Intensivbetten weniger gemeldet.
– Seit Ende August 2020 werden mehr als 5.000 Intensivbetten weniger gemeldet.
– Seit Ende April 2021 werden ca. 1.500 Intensivbetten weniger gemeldet.
Derartige Bewegungen lassen sich m.E. nicht durch Krankenstände (zumal im Sommer) oder abzubauende Überstunden erklären. Zudem wurde aus der Praxis gerade in 2020 von langen Kurzarbeitsphasen bei Ärzten und Pflegepersonal berichtet.

6. Weshalb berücksichtigen Sie andere Faktoren wie den Pflegeschlüssel, Krankenstände bei Personal und Umstellungen der Statistik in Ihren Berechnungen nicht?

Zu 6. Die Zahlen des DIVI-Intensivregisters wurden durch Politik und Medien als wichtiges Steuerinstrument zur Pandemie-Bewältigung kommuniziert. Spätestens seit Herbst 2020 wurden diese Zahlen auch herangezogen, um gegenüber der Öffentlichkeit die Notwendigkeit strikter nichtmedizinischer Interventionen zu rechtfertigen. Soweit sich erinnern lässt, wurde dabei in den Verlautbarungen von Politik und Medien zwar auf die steigenden prozentualen Auslastungen gemäß den Zahlen des Intensivregisters hingewiesen, nicht aber darauf, dass diese Steigerungen auch durch die von Ihnen genannten Faktoren Pflegeschlüssel, Krankenstände bei Personal oder Umstellungen der Statistik verursacht worden sein könnten. Sie werden sicherlich zustimmen, dass grundrechtseinschränkende Maßnahmen nicht auf Faktoren wie der Einführung von Pflegeschlüsseln oder statistischen Methoden basieren sollten.

Insofern Sie also durch Ihre Frage nahelegen möchten, dass diese Faktoren maßgeblich waren für die hohen Auslastungen, ist dieser Möglichkeit keineswegs zu widersprechen. Die Änderung der Pflegeuntergrenzen hat bei den Bettenzahlen keinen Effekt – weder am 01.08.2020 noch am 01.02.2021. Einen Bettenrückgang haben die Wiedereinführung und Verschärfung der Pflegeuntergrenzen nicht erbracht.

7. Es gibt aktuell keine Belege dafür, dass Intensivbetten abgebaut wurden und mit der DIVI-Statistik allein lässt sich das auch nicht belegen. Gleiches gilt für Behauptungen, dass Krankenhäuser von 75 Prozent Auslastung finanziell profitieren würden und deshalb falsche Angaben machen. Dennoch greifen Sie diese Vorwürfe in Ihrem Video auf. Warum?

Zu 7. Es ist zunächst einmal ein statistischer Sachverhalt, dass im DIVI-Intensivregister im Zeitverlauf zunehmend weniger betreibbare Intensivbetten ausgewiesen wurden. Wenn von „abgebauten Intensivbetten“ die Rede ist, dann ist damit schlichtweg dieser Sachverhalt gemeint. Eine konkrete Ursache ist damit nicht benannt. Fakt ist, dass diese Intensivbetten einmal vorhanden und betreibbar waren und auch gemeldet wurden und, dass dies inzwischen nicht mehr der Fall ist – und ohne, dass hierfür konkrete Gründe genannt wurden.

Was die Auslastungsgrenze von 75% angeht, so lassen sich bei sorgfältiger Analyse der vorliegenden Daten über 100 Landkreise ermitteln, die rund um den 18.11.2020 die Anzahl der gemeldeten betreibbaren Intensivbetten signifikant reduziert haben. Der 18.11.2020 markiert den Beschluss des Dritten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (3. COVIfSGAnpG), mit welchem auch eine entsprechende Anpassung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes in Kraft trat. Gemäß dieser Anpassung standen Kliniken erhebliche Ausgleichszahlungen zu, wenn die Auslastungsgrenze von 75% dauerhaft überschritten wurde. Die meisten dieser Landkreise haben durch die beobachtete Reduktion gemeldeter Intensivbetten genau diese 75%-Auslastung überschritten und haben dieses Meldeverhalten auch beibehalten.
Wenn sich derart signifikante Reduktionen der gemeldeten Intensivbetten-Zahlen innerhalb eines so kurzen Zeitraums bei einem Viertel aller meldenden Landkreise ereignen, so muss es hierfür einen plausiblen Grund geben. Dies gilt umso mehr, wenn es sich nicht um einen vorübergehenden Effekt handelt, sondern um eine dauerhafte Änderung des Meldeverhaltens. Ein plausibler Grund wurde jedoch weder vom DIVI-Intensivregister noch vom Bundesministerium für Gesundheit kommuniziert. Auch der von Ihnen angeführte Correctiv-Artikel zur Thematik benennt keinerlei Gründe für diesen Sachverhalt. Außer Dementis und Worthülsen seitens der möglichen Mitverantwortlichen sind diesem Artikel keinerlei Fakten zu entnehmen.

Dagegen wird im Bericht des Bundesrechnungshofes vom 9. Juni 2021 an den Haushaltsausschuss des Bundestages darauf hingewiesen, dass der Bund allein im Jahr 2020 Ausgleichszahlungen, in Höhe von 10,2 Mrd. Euro an die Krankenhäuser leistete. Dies verbindet er mit der Kritik, dass dadurch nicht überwiegend Zahlungen zur Aufrechterhaltung freier Krankenhauskapazitäten für COVID-19-Patientinnen und -Patienten geleistet wurden, sondern vielmehr das betriebswirtschaftliche Risiko einer nicht ausreichenden Belegung der Krankenhäuser mitgetragen wurde (s. Bericht, Seite 8). Mir ist nicht bekannt, dass CORRECTIV in seiner journalistischen Arbeit auf diesen Bericht eingegangen ist und die Datenlage hinterfragt hat. Wäre das nicht Ihre journalistische Pflicht?

Insgesamt ist daher festzuhalten, dass (1) eine signifikante Änderung des Meldeverhaltens rund um den 18.11.2020 für über 100 Landkreise festgestellt werden kann, dass (2) seitens der Verantwortlichen außer Worthülsen keine plausiblen Gründe für dieses Meldeverhalten vorgebracht wurden und dass (3) ein erheblicher finanzieller Anreiz bestand, das Meldeverhalten in der beobachteten Weise anzupassen. Im Übrigen frage ich mich auch, inwieweit dieser Sachverhalt für die betreffenden Krankenhäuser strafrechtlich relevant sein könnte.

Thema Impfstoffe: In ihrem Video erklären Sie den Unterschied zwischen der relativen Wirksamkeit und der absoluten Wirksamkeit eines Impfstoffe und präsentieren die Werte für den Impfstoff von Biontech/Pfizer. 

8. Dabei erklären Sie nicht, dass es in klinischen Studien üblich ist, die relative Wirksamkeit von Impfstoffen anzugeben. Wieso nicht?

Die relative Wirksamkeit ist eine wichtige statistische Größe, die allerdings auch stark in die Irre führen kann. Dies mag das folgende Beispiel erläutern: Wird im Rahmen einer Studie unter 100.000 Personen der Experimentalgruppe lediglich 1 Todesfall festgestellt, in der Kontrollgruppe unter 100.000 Personen hingegen 2 Todesfälle, so beläuft sich die relative Risikoreduktion auf 50%. Dieser scheinbar beeindruckende Wert ist jedoch offensichtlich in der Praxis irrelevant, insbesondere dann, wenn die Intervention mit einer relevanten Anzahl von Nebenwirkungen einhergeht. Die absolute Risikoreduktion kann daher eine bessere Kenngröße sein. Details zu dieser Diskussion mit Blick auf die Covid-19-Impfstoffe wurden u. a. auch in diesem Fachartikel in „The Lancet“ veröffentlicht.

Meine Kritik bezieht sich im Speziellen aber auch darauf, dass die Aussage „95% Wirksamkeit“ dazu einlädt, missverstanden zu werden (95 von 100 Geimpften sind geschützt). Das habe ich in meinem Umfeld mehrfach genau so erlebt. Diese Kritik richtet sich auch an die Journalisten, die solche Missverständnisse leicht aufklären könnten – es aber nicht tun. Und zu dieser Kritik stehe ich nach wie vor. Ich bin mir bewusst, dass die Angabe der relativen Wirksamkeit in Fachkreisen ihre volle Berechtigung hat.

9. Im Video sagen Sie, die meisten Menschen hätten von einer Impfung keine Vorteile, sondern „nur die Nebenwirkungen und sonst garnichts”. Weshalb erwähnen Sie an dieser Stelle nicht, dass die Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen gegen schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle in verschiedenen Studien nachgewiesen wurde?

Ich beziehe mich in meinen Aussagen (1:09:20) auf diese Studie und auf die in dieser Studie dokumentierten Ergebnisse. Mein Satz:„Man muss also statistisch 141 Menschen impfen, um eine Person vor einer Infektion zu schützen.“ ist eine mathematische Aussage, die sich auf die Zahlen genau aus dieser angeführten Studie bezieht und die m.E. ihre volle Berechtigung hat. Die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe ist Gegenstand der laufenden wissenschaftlichen Diskussion. Bei der Beurteilung dieser Wirksamkeit ist insbesondere das Alter und der Gesundheitszustand des Einzelnen zu berücksichtigen. Das Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs ist für einen gesunden Erwachsenen unterhalb einer gewissen Altersgrenze (und damit für einen Großteil der Bevölkerung) nachweislich sehr gering.

Diesem Risiko steht das reale Risiko einer schweren und möglicherweise tödlichen Impffolge gegenüber. Für alle von der EMA zugelassenen Covid-19-Impfstoffe wurden mittlerweile Rote-Hand-Briefe veröffentlicht. Die Meldezahlen von Impfnebenwirkungen auch im Verhältnis zur Anzahl der Impfdosen sind um ein Vielfaches höher als beispielsweise die entsprechenden Meldezahlen für Grippeimpfstoffe. Sie sind sogar höher als die Gesamtzahl der Verdachtsmeldungen pro Jahr für sämtliche von der EMA zugelassenen Arzneimittel und Impfstoffe, die in den Vorjahren in der EudraVigilance-Datenbank veröffentlicht wurden. Warum dies so ist, kann ich noch nicht beurteilen, da bislang noch keine zufriedenstellenden Antworten veröffentlicht wurden. Vielmehr muss festgestellt werden, dass dieser Sachverhalt in der öffentlichen Diskussion totgeschwiegen wird. Damit stellt sich für Personen, deren Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs nur sehr gering ist, die Frage der Abwägung.

Andererseits ist die gemäß – wie Sie schreiben – „verschiedener Studien nachgewiesene“ Wirksamkeit noch keineswegs so nachgewiesen, wie dies wünschenswert wäre. Der relevante Endpunkt der Impfkampagne ist die Wirksamkeit in der geimpften Bevölkerung in der Zeit erhöhter Anfälligkeit für virale Atemwegsinfektionen, somit also bzgl. Deutschland im bevorstehenden Herbst und Winter. Solche Daten liegen schlichtweg noch nicht vor.
Ob die teilweise bereits viele Monate zurückliegenden Impfungen dann noch den gewünschten Schutzeffekt haben werden, kann schlechterdings heute noch niemand sicher sagen. Umgekehrt gibt es inzwischen Studienergebnisse, die nachweisen, dass die Wirksamkeit der Impfungen mit wachsendem Abstand vom Impfzeitpunkt nachlässt, sei es durch sinkende Antikörperspiegel oder durch die nicht zu verhindernden Mutationen im Bereich des Spike-Proteins. Die vorliegenden Zahlen aus Israel, das die Entwicklung in Deutschland um ca. 2-3 Monate vorwegnimmt, da seine Impfkampagne entsprechend früher begonnen hat, lassen in dieser Hinsicht jedenfalls Zweifel aufkommen – ein Sachverhalt, der ebenfalls in der öffentlichen Diskussion noch weitgehend totgeschwiegen wird. Hier würde ich mir Ihren journalistischen Ehrgeiz sehr wünschen!

Zuletzt noch einige allgemeine Fragen: Warum haben Sie dieses Video produziert?

Hintergrund zur Entstehung des Videos
– Das Ergebnis meiner Recherche hat mich so überrascht, dass ich daraus eine Präsentation erstellte, um den Vortrag vor Familienmitgliedern und Freunden zu halten.
– Ich erlebte, dass Zuhörer mein Vorgehen (durchdeklinieren) und meinen Widerspruch am Ende nachvollziehen konnten. Gleichzeitig konnte mir niemand Denk- oder Rechenfehler aufzeigen.
– Ich hielt den Vortrag öffentlich, um mehr Feedback einzusammeln und, um mögliche „Denkfehler“ zu finden.
– Ich suchte Fachleute auf, und bat darum, den Fehler zu finden – ohne Erfolg.
– Ich versuchte damit an die Presse zu gehen – ohne Erfolg.
– Weil ich es mit Freunden besprechen wollte, die weiter entfernt wohnen, ließ ich meinen Vortrag filmen und schneiden. Vielen Dank an Stefan von filmingforchange.

Hintergrund zur Veröffentlichung des Videos
– Der Vortrag wurde am 11.08.2021 in Jüterbog bei Berlin aufgenommen. Produktionskosten: 2 Mahlzeiten und ein Korb Gemüse für Stefan.
– Ich habe den Film am 27.08.2021 auf YouTube hochgeladen und den Link am 28.08.2021 an Freunde verteilt, mit der Bitte: „Findet den Fehler!“ und „Gefällt es Euch, teilt es!“
– Ich war überrascht und überwältigt von den zahlreichen Aufrufen und wertvollen Kommentaren.
– Es entstanden spannende Diskussionen und ein fachlich fundierter Austausch.
– Am 31.08.2021 hat YouTube das Video bei 145.000 Klicks gelöscht. Begründung: „medizinische Fehlinformationen“. Meine Beschwerde wurde abgewiesen.
– Andere Kanäle hatten selbständig Kopien erstellt und das Video auf ihren Kanälen hochgeladen. Ab jetzt hatte ich keinen Einfluss mehr.

Haben Sie dafür Unterstützung erhalten – falls ja, von wem?

Nein, es gabe keine Unterstützer. Es gab nur mich und Stefan Marks von ffch.net, der mich filmte. Nach meiner Veröffentlichung des Vortrags am 27.08.2021 auf YouTube erlebe ich nun jedoch viel Resonanz und bin im konstruktiven Austausch mit Wissenschaftlern, Ärzten und Unternehmern.

3. PDF zum Download
Hier noch zwei tolle Erklärvideos zu Marcel Barz Ausführungen

11 Antworten auf „Der Faktencheck von Correctiv zu Marcel Barz Video: „Die Pandemie in Rohdaten““

Wenn man es sehr genau nimmt, sind auch im Faktenchecker Artikel einige Aussagen (teilweise) falsch. Es wird behauptet eine Infektion wird nachgewiesen, nachgewiesen wird lediglich genetisches Material. Es wird auch behauptet, die Grippe sei ausgefallen und dabei auf das RKI verwiesen. Nunja, die Qualität der Statistiken des RKI würde mich da zweifeln lassen. Es fehlt jeder Beleg zur Durchführung von PCR Tests in Bezug auf Grippe, Anzahl, Positivtests usw. Wurde Corona und Grippe immer parallel getestet? Wenn nicht ist die Aussage nichts wert. Wenn nur nach einem Merkmal gesucht wird, kann nicht behauptet werden ein weiteres Merkmal ist nicht vorhanden.

Guten Tag!
Im Bericht befinden sich zwei Kästchen oben, und zwar gleich unter den zwei fett geschriebenen Zeilen – Zitat:

„Teilweise falsch. Das Video enthält irreführende Schlussfolgerungen und lässt Kontext aus.“

Im oberen Kästchen lautet die Überschrift „Behauptung“ – ich dachte zuerst, dort wird klar Correctiv zitiert, denn die Bezeichnung „Behauptung“ ist negativ behaftet. Und zudem, die Bezeichnung „Behauptung“ passt in diesem Fall zweifelsfrei zwar zu Correctiv, jedoch nicht zu der wissenschaftlich-mathematischen Arbeit von Herrn Barz. Hierbei fände ich eine Überschrift wie „Ergebnis“ oder „Resultat“ oder maximal noch „Schlussfolgerung“ NICHT NUR verständlicher…
Während beim zweiten Kästchen, indem es dann tatsächlich um den „Fakten“-Check von Correctiv geht , dort wo ich eigentlich ohne Frage mit der Bezeichnung „Behauptung“ gerechnet hätte, dann die positiv bellegte Bezeichnung „Bewertung“ verwendet wurde.

Hat euch etwa der Faktencheck von Correctiv dahingehend überzeugt, dass Herr Barz falsch liegt und Correctiv Recht hat?
Zumindest fühlen sich diese Bezeichnungen für mich so an. Die Frage ist ernsthaft gestellt, denn i c h werde den hochkriminellen Scheiß von Correctiv ganz sicher nicht mehr lesen, das habe ich in der Vergangenheit zu oft, und zu oft las ich dann klar heraus, dass Correctiv die Fake-News streut, bzw. wann immer Correctiv seinen Faktencheck auf eine Aussage oder einen Artikel los lässt, dann kann man mit größter Sicherheit davon ausgehen, der/die besagte „gecheckte“ Artikel/Aussage entspricht der Wahrheit – was als ERGEBNIS nämlich klar aus deren geschickten, ja von mir aus kompetenten (im journalistischen Sinne, wenn man Manipulieren und Augen-Wischerei betreiben möchte) Formulierungen heraus geht!
Aber, um hier jetzt bezüglich „kompetenten“ nicht absolut falsch verstanden zu werden, so möchte ich meinen Kommentar von letzter Nacht, hier gerne noch einmal mit hinein kopieren, denn mir gehen diese Hochkriminellen schon lange mächtig gegen den Strich – Kopie:

Birgit Zendel sagt:
21. September 2021 um 2:59

Correctiv hat bei mir auf Facebook heute (20.09.21) wieder zugeschlagen und zwar bei diesen geteilten Beitrag:
DIE PANDEMIE IN DEN ROHDATEN
Folgende Informationen bekam ich angezeigt:

1. Du hast Informationen geteilt
09.09.2021

2. Unabhängige Faktenprüfer haben die Informationen überprüft und sie als teilweise falsch bewertet.
20.09.2021

3. Facebook hat den Beitrag mit einem Hinweis versehen
20.09.2020

4. Beiträge von Personen, die wiederholt Fehlinformationen teilen, werden im News Feed möglicherweise weiter nach unten verschoben, sodass andere diese mit geringerer Wahrscheinlichkeit sehen.

„DIE PANDEMIE IN DEN ROHDATEN“ lässt Kontext aus und führt in die Irre
Correctiv

DAS IST DER DANK, dass Marcel Barz dieser hochkriminellen Sarah Thust von Correctiv, so ausführlich Rede und Antwort gestanden hat!
Ich sende euch den Screenshot als JPEG-Datei per E-Mail.
Ich habe mich am 17.09.2021 als Ihr diesen Artikel / Beitrag hier gepostet hattet so dermaßen im Zaum halten müssen, weil ich diese Verbrecherin am liebsten alles geheißen hätte, und deshalb auch hier kein Kommentar von mir – bis jetzt…
Alleine schon wegen ihrem Vermerk: „eilt und privat“
PRIVAT?
Damit die Öffentlichkeit nichts von Sarah Thust ihre hochkriminelle, hinterhältige, armselige und asoziale Art und Weise erfährt?
Hier habt ihr sie – Schwarz auf Weiss (Screenshot ist natürlich in Farbe – kann ich hier leider nicht mit hoch laden)!

Meinen geteilten Beitrag Mitte des Jahres, bezüglich den 20 Kliniken die im Jahre 2020 in Deutschland schlossen, den hat Correctiv sogar mit einem FAKE Hinweis diffamiert – wenige Wochen später kam im öffentlich-rechtlichen TV-Programm ein langer Bericht mit dem Titel:
„DAS KLINIK-STERBEN IN DEUTSCHLAND“
und siehe da, es waren GENAU 20 Kliniken, und jede einzelne wurde namentlich benannt – sogar auch eine in meiner Stadt.

Sarah Thust – oder wie Sie im realen Leben wirklich heißen – sie sollten sich das mal zu Gemüte ziehen:
https://pathologie-konferenz.de/
oder hier:
https://corona-blog.net/2021/09/20/heute-1600-uhr-live-pathologie-konferenz-analyse-der-todesursachen-nach-corona-impfung/
Wenn ich das jetzt auf FB poste, kommen diese hochkriminellen … gleich wieder und glaubt mir, ich würde euch dafür hängen, dass ihr WISSENTLICH MILLIONEN MENSCHEN gezielt und bewusst ins offene Messer rennen lässt, sprich Menschen tötet, in den Rollstuhl katapultiert, ihnen das Leben zerstört, etc. mit euerem Handel die Wahrheiten verbergen und sie diffamieren zu wollen!

Diese unwissenschaftliche Propaganda ist keine Sekunde Aufmerksamkeit wert. Da sitzt jemand mit einem Sandschäufelchen im Steinbruch und bewirft sich selbst mit Dreck: Kindergarten Correctiv.

Correctiv macht bezahlte Propaganda… nicht mehr und nicht weniger.

Das Endergebnis steht IMMER fest.

Man könnte auch den Satz „Antifa werfen bei Demo Steine auf Polizisten“ von Correctiv prüfen lassen, und würde ein „teilweise Falsch, der Kontext wird nicht beachtet“ erhalten!

Man müßte sich eher sorgen machen wenn Correctiv sich nicht an Kleinigkeiten hochziehen würde. Denn dann müßte man unweigerlich schließen, daß der begutachtete Artikel/Film im Auftrag unserer Politikerstrippenzieher produziert wurde. Oder?

So what? 🙂

Da haben sich die Faktenchecker ein klassisches Eigentor eingefangen. Oder noch besser: der Konter ist einfach genial! Und ja, der journalistische Ehrgeiz scheint stark unterentwickelt bei den FC’s, von Ehrgeiz ganz zu schweigen.

Die „Widerlegung“ von correctiv beweist rein gar nichts. Höchstens ein minimales Pandemiechen irgendwo in Schweden vielleicht.

Aber correctiv sollte sich unbedingt mit derselben Akribie an Regierungsaussagen oder Lauterbachaussagen bzgl. Corona machen! Das würde vernichtend ausfallen. Komisch dass das nie passiert. Correctic ist nur ein Propagandaarm der Regierung. „Sehr clever“!

Die Römische Inquisition
Um auf die Herausforderung durch den Protestantismus zu reagieren, lässt Papst Paul III. im Jahr 1542 eine neue Behörde einrichten: die Römische Inquisition. Sie wird von einem Kardinalsgremium geführt, das zahllose Prozesse zunächst gegen Reformatoren, dann innerkirchlich anstrengt. Noch im 19. Jahrhundert verurteilt sie Häretiker. Ihr Schwerpunkt liegt aber zunehmend auf Buchzensur; Kleriker erstellen einen Index der verbotenen Bücher.

„Inquisitio“ bedeutet „Erforschung“. Die Inquisitoren sind Ankläger, Verteidiger und Richter zugleich, sie „forschen nach“, sie sind befugt, ohne die Anklage eines Dritten einen Prozess von Amts wegen einzuleiten und Zeugen zu verhören.

UND SIE HABEN IMMER RECHT

Dennoch, uns bleibt nur die Auseinandersetzung weiter zu eskalieren, so lang bis sich auch dem letzten Gläubigen die Lächerlichkeit der Inquisitoren samt ihres Glaubens offenbart. Insofern ein weiterer wichtiger Schritt !

Nur zwei Punkte möchte ich zu diesem Korrektiv-Artikel anmerken.

1. Korrektiv gesteht zu, dass es über das gesamte Jahr 2020 keine Übersterblichkeit gegeben hat! Das ist doch schon einmal etwas, fast sensationell! Wieviele ältere Korrektiv-Artikel wurden hierdurch wohl durch Korrektiv selbst widerlegt ? 🙂

2. Die Forderung, Übersterblichkeiten nicht über das Jahr zu betrachten, sondern nur zu ausgesuchten, wochenweisen Zeiträumen zu vergleichen, ist ja hahnebüchen. Wenn ich mir nur einzelne Wochen zum Vergleich herauspicke, dann kann ich vermutlich fast jedes beliebige Jahr im Vergleich zu jedem anderen beliebigen Jahr als achlechter dastehen lassen. Das ist ja wohl offensichtlicher Unsinn.

Aber vor allem:
Bei einer Killervirus Pandemie nationaler Tragweite, die dermaßen schlimm ist, dass nun schon 18 Monate lang viele der elementarsten Grundrechte vorenthalten werden, sollte man schon problemlos gerade im Jahreszeitraum eine enorme Übersterblichkeit sehen. Dem ist mitnichten so, selbst wenn man die zur korrekten Interpretation erforderliche Altersgruppenverteilung nicht vornimmt. Auch das Korrektiv Argument des erhöhten Durchschittalters gegenüber der Vorjahre dürft wohl nur wenig Auswirkung auf die Ergevnisse haben.

Was ist CORRECTIV?

Die Initiative stellt sich zunächst als unabhängige Journalistenvereinigung vor:

Wir sind das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Wir wollen jedem Bürger Zugang zu Informationen geben. Das ist unser Ziel. Wir sind damit eine von vielen Antworten auf die Medienkrise. Die alten Geschäftsmodelle funktionieren immer weniger.

Mit der Überwachung regierungskritischer Meinungen hat das gemeinnützige Recherchebüro ein einträgliches Geschäftsmodell gefunden. In den Sozialen Medien verfügt CORRECTIV allerdings nur über eine begrenzte Reichweite: 22.000 Nutzer folgen den Journalisten auf Facebook, beim Kurznachrichtendienst twitter sind es 25.000.

Warum erhält eine so kleine Organisation den Auftrag, eine so umfangreiche und die gesamte Gesellschaft betreffende Aufgabe wahrzunehmen? Die Antwort: CORRECTIV ist keinesfalls unabhängig, sondern Teil des Establishments.

Die Personen hinter CORRECTIV

Geschäftsführer David Schraven war früher unter anderem für die linksradikale Tageszeitung (taz) und die linksliberale Süddeutsche Zeitung aktiv. Bis 2014 arbeitete Schraven in leitender Rechercheposition bei der Funke-Mediengruppe, einem Medienkonzern mit 1,1 Milliarden Euro Umsatz. Jetzt ist er „neutral“ und „unabhängig“ bei CORRECTIV tätig.

Chefredakteur Markus Grill arbeitete 2003–2009 für den Stern und 2009–2015 für den Spiegel. Auch er ist jetzt neutral und unabhängig.

Finanzierung durch Mainstream-Netzwerke und Stiftungen

CORRECTIV beteuert in einem Werbevideo (hier geht es zum Video) seine Gemeinnützigkeit und die Unabhängigkeit von Politik und Wirtschaft. Ein Blick auf die Zahlen offenbart: CORRECTIV steckt bis zum Hals im Spendensumpf.

Allein 2016 erhielt das unabhängige Recherchebüro unter Anderem:

1. 925.000 € von der Brost-Stiftung. Die Brost-Stiftung geht zurück auf Erich Brost, Mitbegründer der WAZ-Gruppe, die später zur FUNKE-Mediengruppe, dem früheren Arbeitgeber des CORRECTIV-Chefredakteurs David Schraven, wurde, und untersteht nach dem Tode Brosts seiner Frau.

Der stellv. Vorstandsvorsitzende der Brost-Stiftung Bodo Hombach sitzt gleichzeitig im Ethik-Rat von CORRECTIV. Hombach selbst war Wirtschaftsminister Nordrhein-Westfalens und Kanzleramtschef in Berlin.

Die Firmensitze der Brost-Stiftung, die Funke-Mediengruppe und CORRECTIV befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft im Essener Stadtzentrum nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.

2. 114.000 € von der niederländischen Stiftung Adessium. Die Adessium-Stiftung porträtiert sich als Umwelt- und Gesellschaftsinitiative und finanziert gemeinsam mit der Open-Society-Foundation des Globalisten George Soros weitere intransparente Stiftungsnetzwerke zur vermeintlichen Korruptionsbekämpfung in Afrika.

3. 54.750 € von der Deutschen Bank AG.

4. 35.000 € von der Rudolf Augstein Stiftung. Kuratoriumsmitglied Stefan Aust war früher Chefredakteur des Spiegel-Magazins, wo auch der jetzige CORRECTIV-Chefredakteur Markus Grill tätig war.

5. 26.884 € von der Open Society Foundation. Der Finanzmarktspekulant, Multimilliardär und Globalist George Soros ist Vorsitzender zahlreicher Fonds und Vereinigungen, die zumindest im Verdacht stehen, mit dem Ruf nach einer „offenen Gesellschaft“ Massenmigration und Bürgerkriegen Vorschub zu leisten.

Nach dem Ukraine-Konflikt investierte Soros massive Geldmittel in die Ukraine und forderte die Europäische Union ebenfalls zu weiteren Finanzhilfen auf, um seine angestrebte Rendite aus Finanzgeschäften zu erwirtschaften. Die russische Generalstaatsanwaltschaft erklärte in der Vergangenheit mehrere Stiftungen von George-Soros als unerwünscht, die Stiftungsmitarbeiter mußten umgehend ausreisen.

Soros wettet auf Konflikte, Zusammenbrüche und fallende Währungspreise. Er profitiert also direkt von Entwicklungen, die für die jeweiligen Völker nachteilig sind. Bei CORRECTIV soll das Spendengeld lediglich zur Förderung von Graphikzeichnern verwendet worden sein.

Außerdem beteiligt sind diese „neutralen“ Institutionen:

+ 19.350 € von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
+ 12.014 € von RTL Television GmbH
+ 9.758 € von Google Germany GmbH
+ 5.000 € vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)
+ 4.760 € von der Deutschen Gesellschaft für Informationsfreiheit e.V.
+ 4.000 € von der CDU-nahen Konrad Adenauer Stiftung
+ 2.571 € von der Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen, die der Partei Bündnis90/ Die Grünen nahesteht
+ 1.500 € von der ZEIT-Stiftung.

Die bestehenden Überschneidungen sind kein Zufall, sondern Existenzgrundlage für CORRECTIV!

Unabhängiger Journalismus hat seinen Preis!

Geschäftsführer David Schraven wirbt unter Mediennutzern um Privatspenden zur finanziellen Absicherung des Recherchebüros CORRECTIV. Verständlich: Das Gehalt von David Schraven in Höhe von monatlich 9253 € (111.038 € jährlich) und von Markus Grill in Höhe von monatlich 7291 € (87.000€ jährlich) liegt deutlich über den Durchschnittsverdiensten anderer Journalisten – und weit über dem Durchschnittsverdienst der deutschen Normalität!

Teure Journalisten – billige Ergebnisse

Bedenkt man die enormen finanziellen Möglichkeiten von CORRECTIV, sind die Rechercheergebnisse des Netzwerks allerdings von geringster Qualität: Anfang Januar publizierte CORRECTIV eine Übersicht zu alternativen Medien (hier geht es zur Themenseite), die nach Meinung der Journalisten natürlich alle „rechts“ der bürgerlichen Mitte stehen.

Die darin enthaltenen Zusammenfassungen sind schlecht recherchiert, plakativ aufgewertet und offenbaren das Schubladendenken der beteiligten Journalisten. Eine wirkliche Hintergrundrecherche wurde nicht betrieben.

Mittlerweile kritisiert Schraven, daß hingegen alternative Medien und Bürger die Hintergründe zur Finanzierung des Recherchebüros thematisieren. Der Geschäftsführer sieht jedoch trotz engster Verstrickungen in Wirtschaft, Politik und intransparente Spekulantenkreise keinerlei Interessenkonflikte (hier geht es zum Interview).

Anfang 2017 initiierte CORRECTIV die sogenannte Reporterfabrik: Eine „Web-Akademie für Journalismus“ soll „Nicht-Journalisten und Journalisten gleichzeitig aus- und weiterbilden“. Bei den bestehenden Netzwerken in Politik und Wirtschaft steht unzweifelhaft fest, mit welchem Ziel dort „Bildungsarbeit“ betrieben werden soll.

Fazit

CORRECTIV ist Teil des Establishments und finanziell abhängig von Konzernen, politischen Parteien und Verlagshäusern. Die Akteure hinter CORRECTIV sind ideologisch gefestigte Medienbeschäftigte mit langjähriger Erfahrung und beruflichen Verstrickungen in die großen Verlagshäuser. Unter dem medienwirksamen Anstrich einer vermeintlich unabhängigen Rechercheinitiative verbirgt sich das bekannte Netzwerk der alten Eliten. Ihr und ihrer Herrschaftssicherung dient die vorgeblich gemeinnützige Arbeit.

Ob das CORRECTIV-Netzwerk seinem Leitspruch „Wir decken Missstände auf. Wir sind unabhängig und nicht gewinnorientiert.“ gerecht wird, möge jeder selbst beurteilen…

Bei Correctiv scheinen die ein Formular zu verwenden, auf dem „teilweise falsch“ als Ergebnis vorgedruckt ist. Danach wird die Begründung ausgefüllt. „Teilweise falsch“ heißt ja nichts anderes als „im Wesentlichen richtig“.

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