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Covid-19 PCR-Test

Universität Duisburg Essen wertet 190.000 PCR Tests aus: Ergebnisse allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen

Die Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Universität Duisburg Essen (UDE) haben rund 190.000 PCR-Tests ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen sind.

Update 22. Juni 2021: Ex-Frau von Karl Lauterbach, Angela Spelsberg (Epidemiologin) arbeitet an der Studie der Universität Duisburg Essen mit.

Update 21. Juni 2021: Inzwischen berichtet RTL über die Erkenntnisse der Universität Duisburg Essen im Fernsehen und wird ebenfalls beim Sat1 Frühstücksfernsehen thematisiert. Am Ende des Beitrags findet sich das Video von RTL.

Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg Essen (UDE) weisen im renommierten „Journal of Infection*“ darauf hin, dass die Ergebnisse von RT-PCR-Tests allein eine zu geringe Aussagekraft haben, um damit Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu begründen. So steht es auf der Website der Universität im Pressportal.
Weiter wird dort ausgeführt, dass gemäß ihrer Untersuchung positive Testergebnisse nicht hinreichend beweisen, dass mit SARS-CoV-2 Infizierte andere Personen mit dem Coronavirus anstecken können. Zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Münster und dem MVZ Labor Münster hatten sie zuvor rund 190.000 Ergebnisse von mehr als 160.000 Menschen dahingehend ausgewertet.

Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können. Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV-2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt werden.

Erstautor Prof. Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) des Universitätsklinikums Essen

Wir möchten in diesem Zuge auf das Buch des Verlegers Thomas Kubo mit dem Titel „Das PCR-Desaster von Illa“ hinweisen, welches bei uns kostenlos heruntergeladen werden kann oder für einen geringen Betrag bei dem Verlag, in gedruckter Version (auch auf englisch), gekauft werden kann.

Weiter schreiben die Wissenschaftler die RT-PCR-Test-Technik gilt als Goldstandard, wenn es um den Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 geht. Sie kann nur in spezialisierten Einrichtungen durchgeführt werden. Während der Pandemie wurden und werden die Ergebnisse von Corona-Tests mittels RT-PCR-Technik verwendet, um die Zahl der bundesweiten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Inzidenz) zu ermitteln.

Dieser Inzidenzwert bildet für Bund und Länder wiederum eine wichtige Basis, um Anti-Corona-Maßnahmen zu begründen, zum Beispiel Kontaktbeschränkungen bzw. Ausgangssperren. Dies stellen die Forschungsteams aus Essen und Münster jedoch aufgrund ihrer Datenauswertung infrage. „Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können“, sagt Erstautor Prof. Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) des Universitätsklinikums Essen. „Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV-2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt werden.

Die Autoren raten deshalb, Daten aus anderen Bereichen zur Bewertung der Pandemie-Lage zu erheben bzw. zu nutzen. „Geeigneter wären zum Beispiel verlässliche Angaben zur Intensivbetten-Belegung sowie zur Mortalität, also zu der jeweiligen Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19“, schlägt Epidemiologe Prof. Stang vor. In seinem Fachgebiet werden die Folgen von Epidemien auf Gesellschaften untersucht.

Das Forschungsteam spricht aber auch über die Möglichkeit, die Aussagekraft des RT-PCR-Wertes bei künftigen Bewertungen der Pandemielage zu verbessern, indem der sog. Cycle-threshold-Wert (Ct-Wert) einbezogen wird. Durch die auch als Schwellen-Zyklus-Wert bekannte Zahl können Aussagen über die Ansteckungsgefahr durch positiv getestete Personen gemacht werden. Liegt der Ct-Wert bei positiv Getesteten bei 25 oder höher, geht man derzeit davon aus, dass diese nicht mehr ansteckend sind, weil die Viruslast zu gering ist. „Bei durchschnittlich etwa 60 % der Getesteten mit COVID-19-Symptomen wurden solch hohe CT-Werte nachgewiesen; In den Wochen 10 bis 19 waren es sogar 78 %, die sehr wahrscheinlich nicht mehr ansteckend waren“, betont Prof. Stang. „Auch das Abfragen von COVID-19-Symptomen bei Getesteten würde helfen, die Ergebnisse von RT-PCR-Tests besser bewerten zu können.“

Halten wir zusammenfassend fest:

  1. In unserem Beitrag „Die Bundesregierung hält Daten zur Fehlerquote der PCR-Tests zurück”, haben wir bereits das Thema der Ringversuche aufgegriffen. Denn im letzten Jahr wurden drei Ringversuche zur Feststellung der Qualität der PCR-Tests durchgeführt, mit denen ja bekanntlich eine SARS-CoV-2 Infektion festgestellt wird.
  2. Prof. Bhakdi thematisiert das Ganze bereits im Juni 2020 in seinem Buch „Corona Fehlalarm? Daten, Fakten, Hintergründe“ u.a. mit einer Aussage von Prof. Dr. Drosten.
  3. Am 31. März 2021 berichteten wir von dem Gerichtsurteil aus Wien, welches feststellte, dass der PCR-Test nicht zur Diagnostik geeignet ist.
  4. Bereits letztes Jahr wiesen wir in einem Beitrag, „Was hat es mit dem Ct-Wert (Cycle threshold) auf sich und ist der Virus-Test ein Virus-Test?“, bereits auf die Anfälligkeit dieses Werts, mit der Aussage des Erfinders Dr. Kary Banks Mullis, hin.
  5. Auch eine Whistleblowerin aus einem Gesundheitsamt weist auf diese Problematik in ihrer alltäglichen Arbeit hin: „Dieser Wert sagt wie viele Testzyklen nötig waren um den Virus nachzuweisen, sagt also etwas über die Infektionslast aus. Bei hohen CT Wert über 30 würde ich mir nochmal rechtlichen Rat einholen, bevor ich eine Quarantäne einfach so akzeptiere.“ Bei 80% der Tests die diese Mitarbeiterin gesehen hat, war kein CT Wert angegeben.
  6. Eine WDR Recherche weist darauf hin, dass bei 70% der Laboren dieser Wert nicht angegeben wird.
  7. Auch in dem Buch „Das PCR-Desaster von Illa“ wird das Ganze tiefergehend betrachtet. Mit diesem Buch geht jetzt auch ganz aktuell eine Mitmach-Bitte einher: Laborbefunde zur PCR Testung gesucht. Der engagierte Verleger Thomas Kubo, sucht Laborbefunde zu PCR Testungen und Presseberichte zu PCR Desastern. Ziel ist eine fortlaufende Sammlung von konkreten PCR-Desastern, die als Ergänzung zum Büchlein von Illa dienen. pcr@thomaskubo.de
  8. Die PCR-Test Sammelklage von Dr. Fuellmich.
  9. Zum Thema Intensivbettenauslastung möchten wir auf die Analyse des Bundesrechnungshof verweisen.

Die wissenschaftliche Arbeit könnt ihr hier downloaden



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2 Antworten auf „Universität Duisburg Essen wertet 190.000 PCR Tests aus: Ergebnisse allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen“

„… Ringversuche zur Feststellung der Qualität der PCR-Tests durchgeführt,…“

Ringversuche weisen die Qualität eines Testes nicht nach!!! Dazu aus einem Schreiben von Instand e.V.:

„Aussagekraft und Bedeutung von Ringversuchen zum Nachweis von SARS-CoV-2.
Hier: INSTAND-Ringversuch zum „Virusgenom-Nachweis –
SARS-CoV-2“ im April 2020: Beurteilung der PCR-Ergebnisse

Eine über die rein analytische Bewertung der Ergebnisse hinausgehende Beurteilung
des Infektionsstatus des Patienten im Rahmen einer medizinischen Gesamtinterpretation wurde in diesem Ringversuch nicht abgefragt. Auf Grund der Konfiguration dieses Ringversuchs konnte eine medizinische Gesamtinterpretation nicht ermittelt werden.

Die im Ringversuch dargestellten Erfolgsquoten (richtige Ergebnisse in Prozent) erlauben keine generellen Aussagen zur Spezifität sowie zur Sensitivität der in den Laboratorien verwendeten Teste. Das betrifft sowohl die analytische als auch klinische Sensitivität bzw. Spezifität der angewendeten Teste.

Fazit 3:
Die im Ringversuch angegebenen Ergebnisse beziehen sich nur auf die teilnehmenden Laboratorien und nicht auf alle deutschen Laboratorien. Aus den angegebenen Ringversuchser-
gebnissen kann keine Ableitung von Angaben zur analytischen Spezifität und Sensitivität von bestimmten Testen verschiedener Hersteller vorgenommen werden. Zudem ist es nicht zulässig, aus prozentualen Angaben zu Ringversuchsergebnissen auf die Gesamtzahl der in
Deutschland durchgeführten Teste hochzurechnen. Derartige Betrachtungen sind grundsätz-
lich nicht Ziel eines Ringversuchs, der die analytische Qualität eines Labors im Zusammenhang mit dessen eingesetztem Testverfahren erfassen soll.

… Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Virologie, Leiter des Konsiliarlabors für Coronaviren,
Prof. Dr. Christian Drosten, Dr. Victor Corman“

https://www.instand-ev.de/fileadmin/uploads/Aktuelles/Konsentierte_Stellungnahme_zum_INSTAND_RV_340_SARS-CoV-2_NAT_April_2020_bt.pdf

Drosten war immer eingebunden! Ihm war bekannt, dass die Labore Probleme hatten:

„Von diversen Laboratorien aus dem In- und Ausland erhielten wir nun vermehrt dringliche Anfragen, noch vor Ende der verlängerten Abgabefrist, also vor dem 28. April 2020, die Eigenschaften der zu untersuchenden Proben aufzudecken, damit Laboratorien bei etwaigen Fehlmessungen ihre Testmethode kurzfristig verbessern können.“

Zudem gibts es einen wichtigen Hinweise auf eine „hohe Variabilät“ der CT-Werte:

„Auffällig ist jedoch für beide Proben (bezogen auf die einzelnen Gen-Regionen) die hohe Variabilität der gemeldeten Ct/Cp-Werte (s. Min – Max-Angaben, Tabelle 1). Diese Variabilität betrifft die Teste verschiedener Hersteller unterschiedlich stark. Eine Zwischenauswertung mit einer Differenzierung der Ergebnisse nach Gen-Region, Hersteller, Testname, Median der Ct/Cp-Werte, niedrigstem gemeldeten Ct/Cp-Wert und höchstem gemeldeten Ct/Cp-Wert findet sich im Anhang 1. Hinsichtlich der beobachteten Variabilität der Ct/Cp-Werte bei den einzelnen Testsystemen ist abzuklären, inwieweit die Schwankungen durch unterschiedliche Extraktionseffizienzen bei den
einzelnen Untersuchungen bedingt sind.“

https://www.instand-ev.de/fileadmin/uploads/user_upload/Dokumente/Virologie/20200417g_DE_RV_340_SARS-CoV-2_Zwischenauswertung.pdf

Stellt sich noch die Frage, wann und wo das Kontrollmaterial der EU zur Validierung, Entwicklung und Qualitätssicherung zum Einsatz kam!?

„01.04.2020 Brüssel. Wissenschaftler der Gemeinsamen Forschungsstelle
der Kommission haben ein neues Kontrollmaterial entwickelt, mit dessen Hilfe Labors das Funktionieren ihrer Coronavirus-Tests überprüfen und falsche Negativbefunde vermeiden können.“

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