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Warum der Corona-Blog etwas Besonderes unter den Blogs sein kann – Mit einer kleinen Typologie von Kommentar-Schreibern

In diesem Gastbeitrag widmet sich F. Rust zunächst unserem Corona-Blog selbst und beschreibt, warum er für ihn etwas besonderes ist. Anschließend geht er noch weiter und beschreibt verschiedene „Kommentar-Schreiber-Typen“, angefangen beim „Bestätigungs-Suchenden“, über den „Misstrauischen“ bis hin zum „HILFE!!!-Typen“. Zumindest uns hat der Artikel öfter mal ein Lachen ins Gesicht gezaubert – beschreibt er doch an vielen Stellen sehr gut, was uns beim täglichen Freischalten der Kommentare so durch den Kopf geht. Ein Blick auf den Corona-Blog und seine Kommentatoren.

Gastautor „F. Rust“ hat sich schon so manchen Themen angenommen. Im letzten Beitrag ging es um das Thema „gesunder Menschenverstand“, davor um „Sprache und Haltung am Beispiel des Wortes ‚Schlafschaf‘“ und davor war es ein wilder Ritt durch vielfältigste Themen. Angefangen bei einem Plädoyer im Beitrag „die mRNA-Impfstoff-kritische Bewegung darf sich nicht nicht spalten“, über die „Existenz von Viren“, die er mehrfach untersuchte, bis hin zur „Bedeutung der Sprache in der Krise“. Aber auch die „4. Industrielle Revolution“ wurde von ihm unter die Lupe genommen und er hat eine interessante Corona Werbung kritisch analysiert.
In diesem Beitrag geht es nun zunächst um uns – also den Corona-Blog – und einer skizzenhaften Beschreibung der Kommentatoren hier. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

„Insgesamt ist das hier ein ziemlich niedriges Niveau.“

Lilly, Blog-Kommentar-Schreiberin 18. Mai 2022 um 21:23

„Das was Paul über den Peter sagt, sagt mehr über den Paul aus als über den Peter.

Baruch de Spinoza, Philosoph 1632 – 1677

Dem aufmerksamen Leser wird vielleicht aufgefallen sein, dass in der Überschrift keine Tatsache behauptet wird (dass der Corona-Blog etwas Besonderes ist), sondern dass nur eine Möglichkeit aufgezeigt wird (dass der Corona-Blog etwas Besonderes sein kann).

Diese ‚feine Unterscheidung‘ vorzunehmen ist deshalb erforderlich, weil der Ausdruck „etwas Besonderes“ sich nicht nur auf eine ‚objektiv beschreibbare‘ Andersartigkeit bezieht, sondern auch eine Bewertung enthält. Und Bewertungen vorzunehmen ist eine menschenspezifische, individuelle, subjektive Verhaltensform: etwas/jemand ist etwas Besonderes für jemanden.

Bevor ich durch die Charakterisierung verschiedener Leser(-Typen) skizziere, in welcher Hinsicht der Corona-Blog etwas Besonderes sein kann, möchte ich kurz auf die ‚objektiv beschreibbare‘ Andersartigkeit des Blogs eingehen.

Auf die Aspekte, die der Blog mit anderen Blogs teilt – die umfassende Information „worüber sich die [Mainstream-]Medien ausschweigen.“, das Archiv, die vielen nützlichen Links – möchte ich hier nicht näher eingehen.

Die erste Besonderheit besteht darin, dass die Blogbetreiber den Lesern gegenüber unerhört großzügig sind. Ich vermute, dass es keinen zweiten Blog gibt, der seinen Lesern so viel Raum und Zeit zur Verfügung stellt, einen Kommentar zu schreiben. Die meisten Blogs stellen dem Leser entweder gar keinen Platz für einen Kommentar zur Verfügung oder nur den Lesern, die ein bezahltes Abonnement haben. Oder der Platz für den Kommentar ist auf eine bestimmte Wortzahl oder einen bestimmten Zeitraum beschränkt, innerhalb dessen die Antwort erfolgen muss, bevor das Zeitfenster zufällt.
Dass es sich hier um eine Besonderheit handelt, wird deutlich, wenn man die folgenden Zitate liest:

„Warum gibt’s so viele Kanele die keine Kommentare zulassen“1

TelegramKanal „Molekulare Virologie“

„In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. „
Danke für Eurer Verständnis – das WELT-Team

Eva Herrman

Aber der Leser hat auf dem Corona-Blog nicht nur die Gelegenheit einen Kommentar zu schreiben; er hat darüber hinaus noch die Möglichkeit, einen Kommentar zu kommentieren. Und diesen Kommentar des Kommentar-Schreibers erneut zu kommentieren. Solche Kommentar-Ketten können zu einem für die daran Beteiligten interessanten Austausch führen, sie können aber auch zu einem nervigen Zicken-Krieg oder pissing contest2 führen. Diese können so lange weitergehen, bis ein Kommentarschreiber erschöpft aufhört oder ein anderer wütend aus dem Kommentar-Raum stürmt, in Großbuchstaben BRÜLLEND, kreischend oder ‚eingeschnappt‘. Oder bis den Blogbetreibern ‚der Geduldsfaden reißt‘ und sie das Ganze beenden, indem sie einem Kommentar-Schreiber ‚Hausverbot erteilen‘.

Und damit bin ich bei dem zweiten Aspekt, weshalb der Corona-Blog etwas Besonderes sein kann. Die Blogbetreiber haben eine ‚Engelsgeduld‘. Bisher scheint Ihnen der ‚Geduldsfaden noch nicht gerissen‘ zu sein. Die große Geduld der Blogbetreiber wäre leichter nachvollziehbar, wenn sie sich zurücklehnen und sagen könnten: Lass die Kommentare doch einfach laufen; irgendwann wird schon Schluss sein. Aber so einfach ist das nicht! Die Blogbetreiber müssen sich jeden Kommentar ansehen, um zu entscheiden, ob man ihn so, wie er geschrieben ist, auch veröffentlichen kann. Gelegentlich müssen sie einen Kommentar-Schreiber an die Netiquette erinnern und in seltenen Fällen auch einmal einen ‚etwas deutlicheren Ton anschlagen‘.

Die letzte Besonderheit, die ich erwähnen möchte, sind die Gastbeiträge. Die Blogbetreiber veröffentlichen nicht nur Gastbeiträge, die sich auf die Corona-Situation im engen Sinne beziehen, sondern auch solche, die philosophische (erkenntnistheoretische, sprachphilosophische) Aspekte mit einbeziehen. Dadurch werden auch Leser stärker zum Kommentieren angeregt, die sich ‚mehr‘ von einem Blog wünschen als „umfassende Information“.

Welcher ‚Typ‘ von Lesern und Leserinnen auf einem Blog Kommentare zu einem Artikel oder Kommentare zu anderen Kommentaren schreiben, prägt die Atmosphäre eines Blogs. Sieträgt entscheidend dazu bei, ob man sich auf einem Blog ‚zu Hause‘ fühlt oder nicht, bestimmt das Niveau eines Blogs entscheidend mit. Auf dem Corona-Blog herrscht zumindest eine angeregte Atmosphäre. Das erkennt man schon an der Anzahl der Kommentare zu manchen Artikeln.

Nun sagt die Anzahl noch nichts über die Qualität der Beiträge aus. Wenn man jedoch bedenkt, wie viele Kommentare zu einer ‚Kommentarkette‘ führen, auch wenn die einzelnen Glieder der Kette unterschiedlich stark sind, dann kann man unter Bezugnahme auf das eingangs angeführte Zitat

„Insgesamt ist das hier ein ziemlich niedriges Niveau.“

Lilly, Blog-Kommentar-Schreiberin 18. Mai 2022 um 21:23

zumindest zweierlei schließen:
Ganz so schlecht kann die Qualität des Blogs nicht sein.
Und: Die Leser werden durch bestimmte Artikel auch angeregt einen Erstkommentar zu schreiben; und dann Kommentare als Reaktion auf andere Kommentare. Es herrscht jedenfalls keine ‚Friedhofsatmosphäre‘ auf dem Blog. Der Blog ist lebendig!

Ich jedenfalls fühle mich auf dem Blog ‚zu Hause‘, weil ich hier wichtige Informationen finde und angeregt werde, kreativ zu sein, indem ich auf Kommentare antworte, in denen ich Anknüpfungspunkte finde, um ein neues, festes Glied in die ‚Kommunikationskette‘ einzufügen. Als Autor eines Gastbeitrags habe ich so zusätzlich die Möglichkeit, Aspekte meines Artikels, die offensichtlich missverstanden wurden, zu klären und auf anregende Gedanken von Kommentarschreibern einzugehen.

Nachdem ich beschrieben habe, warum der Corona-Blog für mich etwas Besonderes unter den Blogs ist, will ich versuchen anzudeuten, für welche Leser(-Typen) der Blog ebenfalls – wenn auch aus anderen Gründen – etwas Besonderes sein kann, indem ich – im Sinne des eingangs angeführten Zitats von Spinoza –

„Das was Paul über den Peter sagt, sagt mehr über den Paul aus als über den Peter.

Baruch de Spinoza, Philosoph 1632 – 1677

eine kleine Typologie von Kommentar-Schreibern zusammenstelle.

Wie das Wort „ Typologie“ schon ‚sagt‘, geht es dabei nicht um Individuen. Ein „Typ“ in diesem Sinne ist eine Anzahl von Individuen, die aufgrund eines bestimmten Merkmals oder mehrerer Merkmale zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Außer den Typ-definierenden Merkmalen haben sie natürlich viele andere Merkmale, zum Teil bewundernswerte, zum Teil weniger bewundernswerte, aber von denen ‚sehen wir ab‘, von denen abstrahieren wir, wenn wir von einem ‚Typ‘ sprechen. Wir stecken das Individuum sozusagen ‚in eine Schublade‘, aber das ist nicht die einzige, in die man ihn stecken könnte; es gibt – je nach dem, wie seine Persönlichkeitsentwicklung verlaufen ist – eine größere oder sogar viel größere Anzahl anderer Schubladen.3

Disclaimer (‚Haftungsausschluss‘): Bevor ich die einzelnen Kommentar-Schreiber-Typen vorstelle, möchte ich mich kurz absichern, damit ich nicht missverstanden werde. Die Beschreibung eines ‚Typs‘ hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Karikatur. Das Typ-definierende Merkmal wirkt oft überzeichnet: Niemand verkörpert einen ‚Typ‘ in Reinform. Individuen gehören oft mehreren Typen gleichzeitig an. Hinzu kommt, dass die Typ-definierenden Merkmale in einem Individuum mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Oft erkennt man sich in einem Typ, sagt sich aber zu Recht: Na, ganz so wie der bin ich ja nun wirklich nicht. Und hätte recht damit!

Eine zweite Quelle von Missverständnissen wäre die Selbstbezogenheit. Die Beispiele, die ich wähle, könnte jemand ‚auf sich beziehen‘; könnte meinen, er oder sie sei ‚damit gemeint‘, weil ich ein Wort oder eine Formulierung benutze, die er oder sie in einem Kommentar benutzt hat. Um solch einem Missverständnis vorzubeugen, ist der folgende Hinweis angebracht: Bestehende Ähnlichkeiten der ‚Typen‘ mit lebenden Kommentar-Schreibern sind … nein: „rein zufällig“ wäre gelogen.
Lebende Individuen haben schon eine Rolle gespielt. Aber auf sie wird hier nicht angespielt, um sie ‚vorzuführen‘. Ich benutze die Formulierungen nur, um die ‚Typen‘, die ja durch Abstraktion von allen anderen individuellen Eigenschaften gebildet wurden, zu illustrieren, lebendig zu machen. Dabei sind die benutzten Formulierungen ‚aus dem Kontext gerissen und verstümmelt‘ worden. Sie haben also überhaupt nichts mehr mit ihrer Quelle zu tun. Wer sie trotz dieser ausführlichen Erklärung auf sich bezieht, zu dem kann ich nur sagen: Ziehen Sie sich die Jacke ruhig an, wenn sie Ihnen passt.

Man kann die Situation auch mit einem Spiegelkabinett auf dem Rummel vergleichen, wo man in lauter Zerrspiegel schauen kann und sich mal dicker, mal dünner sieht, als man in der empirischen Wirklichkeit ist. Wenn dann jemand empört ist, weil er doch gar nicht so aussieht, wie er sich im Spiegel sieht, dann ist das nicht ‚unbedingt und ganz allein‘ die Schuld des Spiegelherstellers.

Nun also zu den Kommentar-Schreiber-Typen.

Der Bestätigung-Suchende4

Der Bestätigung-Suchende liest einen Artikel hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt, ob er seine Meinungen bestätigt findet. Am meisten sprechen ihn Überschriften an, die eine klare Aussage, eine These, oder wenigstens eine Entscheidungsfrage (Ja oder Nein?) enthalten. Enthält der Titel eine Entscheidungsfrage, z.B. „Gibt es nun Viren oder nicht?“, überfliegt er den Text und sucht nach einer Antwort auf die Frage. (Wie ein Krimi-Leser, der zuerst weiter hinten blättert, um herauszufinden, wer der Täter ist.) Wird ihm eine Antwort angeboten, die eine seiner Meinungen bestätigt, ist er zufrieden. Eventuell überfliegt er den Text noch einmal und sucht nach einer Begründung für die Antwort.

Falls die Antwort, die im Text gegeben wird, seiner eigenen Meinung widerspricht, legt er den Text in der Regel beiseite und wendet sich einer anderen Tätigkeit zu. Wenn es ihn jedoch aus Ärger doch einmal drängt, einen Kommentar zu schreiben, um ‚etwas Dampf aus dem Kessel zu lassen‘, fällt er am liebsten gleich zu Anfang ein eindeutiges Urteil, z.B. „Falsch!“; „Das ist doch Unsinn.“; „Das ist doch alles Quatsch“. Dieses Urteil wird dann mehr oder weniger ausführlich ‚begründet‘.
Ist der Kommentar geschrieben, wendet er sich dem nächsten Artikel zu, von dem er hofft, eine Bestätigung zu finden. Und die findet er gelegentlich auch in Artikeln, in denen gar keine Bestätigung enthalten ist.

Der Rosinenpicker

Der Rosinenpicker versucht nicht, den Text als Ganzes zu verstehen, sondern sucht sich nur ‚die Rosinen‘ heraus: Jene Stellen, zu denen er ‚etwas zu sagen hat‘. Diese Rosinen greift er auf und kommentiert sie, häufig so, dass er schreibt, was ihm gerade so zu ‚der jeweiligen Rosine‘ einfällt, was für Assoziationen er dazu hat. Damit besiegelt er das Ende der Gedankenkette.

Wenn ein anderer Leser in dem Kommentar des Rosinenpickers einen für ihn interessanten Gedanken findet, schreibt er dazu einen Kommentar. Damit wird das zweite Glied einer neuen Kette eingefügt.
Leser, die später dazu kommen, können durch die Verwirbelung der Ketten verwirrt und verärgert werden.

Der Sachbezogene

Der Sachbezogene schaut sich an, worum es in dem Text geht: Nicht nur das Thema, sondern auch die Absicht, die Intention, des Autors. Wenn der Autor beispielsweise bei der Entwicklung eines Gedankengangs das Wort „Einhorn“ verwendet (z.B. in dem Gastbeitrag „Gibt es nun Viren oder nicht?“), und der Sachbezogene merkt, dass der Autor das Wort offenbar nur als Bezeichnung für ein Phantasiewesen kennt, dann weist er ihn darauf hin, dass es ‚auch in der empirischen Welt‘ Einhörner gibt, nämlich ‚Steppeneinhörner5‚.

Das tut er in der Regel sachlich und nicht in einem besserwisserischen, triumphalen ‚Ätsch‘-Ton.6

Da der Sachbezogene verstanden hat, worum es in dem Text als Ganzem geht – auch wenn er möglicherweise den Text nicht in allen Einzelheiten nachvollziehen kann – reitet er auf der Einzelheit, die er ‚richtig gestellt hat‘, nicht herum.

Der Sachbezogene wählt für sich Texte aus die, möglichst klar formuliert und logisch strukturiert sind. Er liebt Sachtexte, denen er am effektivsten die für ihn wichtigen Informationen und Gedanken entnehmen kann. Er mag auch Texte, die andere als ‚trocken‘ und ‚langweilig‘ empfinden. Manchmal‚ geht ihm ein Licht auf‘, wenn er einen Text liest oder er hat ein ‚Aha-Erlebnis‘, und das freut ihn.

Wenn er die im Text angebotenen Informationen ergänzen kann oder wenn ihm eine logische Schwäche in einem Sachartikel auffällt, schreibt er einen Kommentar. Ansonsten hält er sich zurück, insbesondere wenn ‚ein Zickenstreit ausbricht‘ oder eine Kommentarkette sich zu einem pissing contest hochschaukelt. Bei Verfassern von Sachartikeln ist der Sachbezogene sehr beliebt. Das wird zum Beispiel in einer Bemerkung deutlich, die truthhammer auf seinem telegram-Kanal macht:

„I welcome and even CRAVE intelligent disagreement, what’s annoying as hell is lazy inarticulate whining that conveys nothing of interest, or pure non-stop negativity… which is what the „hard core black pilled“ do.“
(Intelligenter Widerspruch ist willkommen, ja ich bitte inständig darum. Was verdammt ärgerlich ist, ist das unartikulierte Gejammere, mit dem nichts Interessantes gesagt wird, oder eine absolut negative Haltung – die typisch für die Untergangspropheten ist.)

TruthHammer

Sowie an einer Reaktion auf diesen Kommentar:

„TruthHammer spricht mir aus der Seele, wobei das meinen Kanal nicht betrifft, da ich keine Kommentare aktiviert habe. Genau deswegen.“

Qlobal-Change

Der Misstrauische

Der Misstrauische vermutet hinter jedem Text, der sich irgendwie nicht mit seiner Position in Einklang bringen lässt, einen ‚Maulwurf‘, der im Blog ‚herumwühlt‘ und sein Unwesen treibt. Vor lauter Eifer, einem Maulwurf die Maske von Gesicht zu reißen, kümmert er sich nicht so genau darum, ob die im Text zum Ausdruck kommende Position der seinen tatsächlich widerspricht. Als Journalist würde er zum Typ ‚Haltungsjournalist‘ gehören; als ‚Faktenchecker‘ würde er jeden ‚entlarven‘, der der Position der Regierung oder der Großkonzerne widerspricht.

Als sprachliches Werkzeug benutzt er gern die Anspielung und das Gerücht. Ein bisschen Dreck, denkt er, wird schon ‚am Maulwurf kleben bleiben‘.

Wenn der Misstrauische bei einem ‚Verdächtigen‘ partout nichts Inkriminierendes finden kann, sieht er in ihm statt einen Maulwurf einen ‚Schläfer‘. Irgendwann wird er ihm schon mal die Maske vom Gesicht reißen.

Eine Variante des Misstrauischen ist der ‚Neidische‘, der jedem, der einen etwas längeren, gelungenen Text schreibt, ‚Profilsucht‘ unterstellt oder gar eine ‚Profilneurose‘, diagnostiziert.

Und damit sind wir beim ‚Küchenpsychiater‘.

Der Küchenpsychiater

Der Küchenpsychiater hat den ganzen Pschyrembel7 auswendig gelernt. Sobald er eines der Merkmale, das in der Definition eines psychiatrischen Fachbegriffs enthalten ist, in irgendeinem Kommentar ‚entdeckt‘, freut er sich wie ein Trüffelschweinchen, das einen Trüffel gefunden hat – und schnappt zu.

Unter Vernachlässigung der weiteren in der Definition aufgezählten Merkmale ‚diagnostiziert‘ er den Kommentarschreiber unbekümmert als „Narzisst“, „Psychopath“, „Profilneurotiker“ oder ganz allgemein als „Neurotiker“. Manchmal macht er aus dem ganzen Blog seine Privat-Praxis. Nach zehn Kommentaren und zehn damit verbundenen ‚Diagnosen‘ sieht er sich schließlich als einziger ‚Gesunder‘ unter lauter ‚geistig Kranken‘, lauter ‚Verrückten‘. Es ist zum Verrücktwerden!

Der Küchenpsychiater besorgt sich natürlich immer die neueste Ausgabe des Pschyrembel – in der Hoffnung, dass seit der letzten Auflage ein paar neue ‚Geisteskrankheiten‘ dazu gekommen sind. In den letzten zwei Jahrzehnten ist seine Hoffnung zu seiner vollen Zufriedenheit in Erfüllung gegangen. Und es ‚liegt in der Luft‘, dass in nächster Zukunft die Zeitabstände zwischen den Neuauflagen immer kürzer werden.
Kompliziert wird es, wenn sich im gleichen Kommentar-Raum zwei Küchenpsychiater befinden, die ihn beide zu ihrer Praxis machen möchten. Dann kommt es leicht zu einem psychiatrischen Zickenstreit oder pissing contest. Das kann für kurze Zeit ganz amüsant sein, erzeugt bei den anderen Kommentar-Schreibern aber schnell gähnende Langeweile.

Besser-Wisser‘ und Besserwisser

Viele Menschen wissen mehr als der Autor eines Artikels. Die Zeiten, da ein einzelner Mensch das Gesamtwissen seiner Zeit ‚besaß‘, in der es Universalgelehrte gab, sind lange vorüber.
Der Autor, der also einen Artikel für einen ‚populären Blog‘ schreibt, rechnet damit, dass es möglicherweise Leser gibt, die mehr über den ‚Gegenstand‘ wissen, über den er schreibt, als er – kurzum: die es besser wissen.

Woran erkennt man, ob man es bei dem Kommentar-Schreiber um einen Besser-Wisser oder nur um einen Besserwisser handelt?
In der Regel kann der Autor schon nach einem kurzen Blick auf den Kommentar erkennen, welchen Typ der Kommentar-Schreiber verkörpert. Woran? Hier gilt: ‚Der Ton macht die Musik.‘
Ein ‚Besser-Wisser‘ schreibt in der Regel in einem sachlichen Stil. Sachwissen kann man nur in einem solchen Stil weitergeben. Das schließt allerdings nicht aus, dass zusätzlich auch noch eine andere Stilart verwendet wird, zum Beispiel ein ironischer Stil.

Ein Besserwisser hingegen benutzt einen emotionalen Stil, der geprägt ist durch (oft mehrere) Ausrufungszeichen!!!, GROßBUCHSTABEN, wertende Adjektive, Sätze, die ein Urteil fällen statt eine Sachaussage zu enthalten, etc.

Über den Kommentar eines ‚Besser-Wissers‘ freut sich der Autor. Der Kommentar erweitert sein Wissen oder führt ihn zu einer neuen Erkenntnis, löst ein Aha-Erlebnis in ihm aus.
Über den Kommentar eines Besserwissers hingegen ärgert er sich vielleicht, wenn er nicht ‚gut drauf‘ ist, oder er schmunzelt, wenn er gerade in einer positiven Grundstimmung ist.

Der HILFE!!!-Typ

Der HILFE!!!-Typ lässt sich gelegentlich auf einen ‚Gedanken-Austausch‘ wider Willen ein. Nach dem vierten Glied einer ‚Argumentationskette‘ möchte er eigentlich aufhören, aber er kann einfach nicht anders: er muss einfach das letzte Wort haben. Also hängt er noch ein Glied an die ‚Argumentationskette‘. Man merkt, dass sein Stil emotionaler wird – und persönlicher, unhöflicher; und wie er mit sich kämpft, ob er denn nun noch mehr Zeit vergeuden soll, noch ein Glied anhängen soll. Wenn er seinen Vorrat an sprachlichen Ausdrucksmitteln erreicht hat – Ausrufungszeichen!!!, GROßBUCHSTABEN, ‚Kraftausdrücke’ – dann appelliert er an den Kommentar-Schreiber, auf dessen Beitrag er reagiert, und fordert ihn nachdrücklich auf, ENDLICH aus dem Kommentar-Raum zu verschwinden – und ihm somit eine letzte Beleidigung zu ermöglichen. Und wenn das auch nicht die gewünschte Wirkung erzielt, ruft er HILFE!!! und hofft, bei anderen Kommentar-Schreibern Unterstützung zu finden, oder er wendet sich gleich an die ‚höchste Autorität‘, den Blogbetreiber, und fordert die ‚Entfernung‘ des ‚renitenten Gegners‘.

Der Psycho-Poker-Spieler

Der Psycho-Poker-Spieler benutzt die Kommentarfunktion hauptsächlich zu seiner Unterhaltung. Er betreibt Psychospielchen8 und spielt dabei mit dem Autor und den anderen Kommentar-Schreibern wie die Katze mit den Mäusen:

Das Ziel seines Spiels besteht darin, den Autor, die anderen Kommentar-Schreiber und die Blogbetreiber so lange zu verwirren, bis er sie ‚in den Wahnsinn getrieben hat‘ oder diesem Ziel möglichst nahe gekommen ist. Er spielt also mit den Emotionen anderer. Sein Eröffnungsstatement ist meist knallhart und provozierend.

Wenn die Angesprochenen den ausgeworfenen Köder geschluckt haben, beginnt er, ‚an der Eskalationsschraube zu drehen‘, bis dem Blogbetreiber der ‚Geduldsfaden reißt‘ und er dem Psycho-Poker-Spieler nun mit endgültiger Zugangssperre zum Blog droht, nachdem er ihn mehrmals ermahnt hat, die Netiquette einzuhalten. Dann zeigt sich der Psycho-Poker-Spieler beleidigt und verletzt, fühlt er sich missverstanden und ungerecht behandelt. Damit hat er den zweiten Köder ausgeworfen. Diesmal beißen die Mitfühlenden mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsgefühl an und kommen dem bedauernswerten Psycho-Poker-Spieler zu Hilfe.

Bei soviel Unterstützung regen sich auch Zweifel bei den Blogbetreibern. Ihr bis dahin reines Gewissen verliert an Strahlkraft, und sie beschließen, dem Psycho-Poker-Spieler noch eine zweite Chance zu geben. Dann fängt das Spiel von vorne an und geht so lange weiter, bis die Tür zum Kommentar-Raum endgültig geschlossen wird.

Das wichtigste Spielzeug des Psycho-Poker-Spieler ist ‚das Chamäleon-Wort‘. In der Spieleröffnungsphase benutzt er für die Provokation ein Wort, das offensichtlich der Alltagssprache angehört, z.B. „Begeisterung“. Später dann, in der Mitleid heischenden Phase, verwandelt sich dieses Wort in einen Zentralbegriff der Kant’schen Philosophie, dessen Stamm das Wort „Geist“ ist, etc. Unschuldig fragt der Psycho-Poker-Spieler, wie man ihn nur sooo missverstehen konnte. Der Provozierte ist verwirrt, beginnt zu zweifeln, bekommt ein schlechtes Gewissen, Schuldgefühle keimen auf, und der Psycho-Poker-Spieler blüht in dem Maße auf, in dem der Provozierte an Argumentationskraft verliert.

Der Arglose9

Diesen Typ10, der sich nur mit Hilfe der ‚traditionellen Medien‘ informiert, findet man unter den Corona-Blog-Kommentar-Schreibern überhaupt nicht.

Wenn er sich versehentlich auf den Blog verirrt, wendet er sich nach einem kurzen Blick auf die Überschriften erschrocken und ängstlich ab und ‚flüchtet‘ – kommentarlos – auf eine vertraute Seite.


1.) Originaltext

2.) pissing contest: Die wörtliche Bedeutung dieser Metapher ist ‚eine Art Wettkampf (meist unter männlichen Jugendlichen), in dem es darum geht, wer am weitesten Pinkeln kann.‘ Ich habe die englische Formulierung verwendet, weil sie kurz und präzise ist und weil sie mit dem Zischlaut „s“ lautmalerisch auf den bezeichneten Vorgang Bezug nimmt.

3.) Ein wohlwollender Leser könnte den Absatz als Verständnishilfe deuten, als Versuch, dem Leser, der mit solchen Überlegungen nicht vertraut ist, zu helfen, dem Gedankengang des Autors zu folgen. Deshalb könnte er den Stil positiv als „helfenden Stil“ (Schulz von Thun) bezeichnen;
ein weniger wohlwollender Leser hingegen könnte ihn als ‚lehrerhaft‘, ‚pädagogisch‘, ‚herablassend‘ beschreiben, um den Autor als Individuum abzuwerten.
Insbesondere Leser, die zu Lehrern in der Schule eine weniger gute Beziehung hatten, zum Beispiel weil der „helfende Stil“ ihnen nicht geholfen hat, tendieren zu einer solch abwertender Wortwahl.
Was für eine Wortwahl der Kommentarschreiber wählt oder automatisch, reflexartig schreibt, ohne über die Wortwahl und ihre Wirkung nachzudenken, hängt von der Persönlichkeit des Lesers ab.

4.) Die Leserinnen werden, vermute ich, beim Lesen dieses Artikels ganz zufrieden sein, dass die einzelnen Typen in ihrer generisch-männlichen Variante vorgestellt werden.
Mich wird also (hoffentlich) kein ‚feministischer‘ shit storm umpusten.

5.) Siehe die entsprechende Seite für Phantasie-Literatur: https://zamonien.fandom.com/de/wiki/Spalthufiges_Steppeneinhorn

6.) Im vorliegenden Fall bin ich nicht ganz sicher, ob der Kommentar-Schreiber sich selbst in die Irre führen lassen hat oder ob er mich ‚auf den Arm nehmen wollte‘.
Wenn das Letztere der Fall war, war der sachliche Ton die schriftliche Form des Gesichtsausdrucks, den man ‚aufsetzt‘, wenn man Deadpan-Humor praktiziert.

7.) „Pschyrembel [pʃyˈʁɛmbl̩] ist eine Marke für medizinische Nachschlagewerke des Verlags Walter de Gruyter in Berlin. Der Name bezieht sich auf den Frauenarzt Willibald Pschyrembel (1901–1987), der lange das von Otto Dornblüth begründete Klinische Wörterbuch des Verlags betreut hat. Dieses Wörterbuch ist ein alphabetisches Verzeichnis der gebräuchlichsten und wichtigsten Begriffe der Medizin. Es wurde insbesondere für die medizinischen Berufe konzipiert.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Pschyrembel_(Medizinisches_W%C3%B6rterbuch)

8.) Dr. med. Eric Berne und Wolfram Wagmuth, Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen, 2002; Cornelia & Stephan Schwarz, Schluss mit Psychospielchen, 2018

9.) Dieser Ausdruck klingt zwar etwas antiquiert, ich benutze ihn jedoch, um den leicht abwertend klingenden Ausdruck „naiv“ zu vermeiden. Das Wort „arglos“ enthält auch die Bedeutungskomponente ‚(zu viel) Vertrauen entgegenbringend‘.

10.) Diesen Typ habe ich in dem Beitrag Ein Herz für ‚Schlafschafe‘ – Wie man in der Corona-Krise auf die sprachlich schiefe Bahn geraten kann ausführlich beschrieben.

86 Antworten auf „Warum der Corona-Blog etwas Besonderes unter den Blogs sein kann – Mit einer kleinen Typologie von Kommentar-Schreibern“

mal entspannen, wein trinken, nichts tun und nix lesen – musik und alles was spass macht! hier sieht man, was die propaganda erreichen will. zerfleischung der eigenen gruppe. be you very carefull und fallen sie nicht drauf rein! pause machen.

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
Wittgenstein (1889-1951)

Einige Kommentar-Schreiber haben Ergänzungen zu meiner „kleinen Typologie“ vorgeschlagen.
Aus diesem Grund möchte – diesmal in Kurzform – auch ich noch ein paar Kommentar-Typen hinzufügen:

Der Lehrer: formuliert im ‚Zeugniskopf‘, was sich am Sozialverhalten des ‚Schülers‘ unbedingt ändern muss;

Der ‚Verteidiger‘: versucht haarklein und sachlich, jeden ‚Anklagepunkt‘ einzeln zu widerlegen, auch wenn er noch so absurd erscheint;
der mimosenhafte Kickboxer: greift andere mit Händen und Füßen an, erwartet aber, dass der Gegner bei der Abwehr Glaceehandschuhe trägt;

Der Repräsentant der ‚gefühlten Wahrheit‘: reagiert spontan emotional auf eine Textstelle und hält die Gedanken, die durch diese Emotion ‚erzeugt werden‘, für ‚die Wahrheit‘ – ohne ‚diese Wahrheit‘ einem Faktencheck zu unterziehen, bevor er einen Kommentar schreibt;

Der ‚Wissenschaftler‘: versucht alles durch Fußnoten zu belegen;

Der Übergriffigkeits-Jäger: konzentriert sich beim Lesen des Textes darauf, irgendwelche ‚Übergriffigkeiten‘ im Text aufzuspüren und findet in der Regel auch welche;

Der Missionar: versucht hartnäckig, andere von seiner Weltanschauung – sei es eine Religion, sei es eine politische Weltanschauung – zu überzeugen.

Ein (taktvoller) Kommentar-Schreiber hat meine Typologie – wegen meiner ausführlichen ‚Einleitung‘ – um den Typ des ‚Vorsichtigen‘ ergänzt.
Er hat mich also (wie schrecklich!) in einer Schublade abgelegt! (ja, ich ‚ziehe mir diese Jacke an‘, sie passt wie angegossen).
Damit aber auch die – erfreulicherweise wenigen – Kritiker meines Gastbeitrags auf ihre Kosten kommen, schlage ich vor, dem Typ des „Vorsichtigen“ wenigstens einen etwas negativeren Touch zu geben, indem ich ihn in den ‚‘Über-Vorsichtigen’ umtaufe.

vielleicht fehlen noch viele andere – ignoranten – psychopaten – abschaum – idealisten – quirlige – der clevere – überlegte – kritiker – kriminelle – betrüger – ablenker – beschwichtiger – kalkulatoren – besserwessi – trickser – falsche rechtsprecher (ganz gefährlich) – staatsschutz freunde (war mal SS) – schutzgeber (angeblich) – menschenfreund (bill gates) – liebhaber – tierfreund (ganz wichtig) – privatier – unabhängige – selbstlose – esotericer etc.

mir sind ihre typisierungen zu eng gefasst. in einem menschen gibt es nicht nur eine richtung sondern viele – und viele facetten …

Zum ersten, zum zweiten und zum letzten. Dieser Artikel von F. Rust hat für mich zwei Komponenten. Einmal der Artikel an sich ohne die beiden berühmten Zitate im Intro. Kann man machen. Ist ungefähr so, als ob man sich bei einer Familienfeier hinstellt und überraschend einen vermeintlich launigen Vortrag hält über die Schwächen und Eigenarten aller An- und Abwesenden. Dann werden welche herzhaft lachen, der eine oder andere wird etwas gequält grinsen und mindestens einer springt empört auf und ist sauer. Könnte den Abend sprengen. Kann man machen, kann man lassen. Ich finds übergriffig. Aber gut.
Dann die Sache mit den zwei Zitaten. Ich habe das gelesen und habe sofort das Bild einer glimmenden Kippe vor mir gesehen, die jemand in ein ausgedörrtes Waldstück schnippt. Cui bono? Leute ärgern? Spalten? Die Feuerwehr (blog-team) beschäftigen? Dummheit? Ignoranz? Pyromanisches Verhalten? Überheblichkeit? Sicher bin ich mir nur einer Sache: Dumm ist F. Rust bestimmt nicht. Der Rest ist mir wurscht und ich werd nicht weiter drüber räsonnieren. Sonst mache ich ja das gleiche – andere Leute definieren.
So, und jetzt widme ich mich den wichtigen Dingen des Lebens .

„und ich werd nicht weiter drüber räsonnieren. Sonst mache ich ja das gleiche – andere Leute definieren.“

Ihre Selbstironie ist köstlich. Haben Sie mit Ihrem Beitrag den Gastautor nicht eben selbst „definiert“? Das kann passieren, wenn sicheres juristisches Terrain verlassen wird und gewöhnliche bürgerliche Wege beschritten werden. Mein Rat Sie, den ich auch schon weiter unten gegeben habe: Trinken Sie ein Bier oder ein Glas Wein, dann scheint wieder die Sonne.

Nö, an sich habe ich nicht definiert. Sonst hätte ich ja gesagt, der denkt das und fühlt dieses und deshalb macht er dies und jenes. Aber danke für Ihre netten Worte. Keine Sorge – meine Sonne scheint, seit ich aus D weg bin. Darauf einen Kräutertee. Schönen Abend.

Mal die andere Seite gesehen. Sehr amüsant und interessant. Wobei, auch etwas zu einfach. Ich glaube je nach Stimmung, Erlebnis und Tagesform sind wir alle nicht wirklich einzuordnen. Ich bekenne, daß mir oft die Kommentare auf halber Strecke zum Lesen eines Artikels einfallen. Das ist typisch. Und auch, daß die Artikel sehr auf meine eigenen Erfahrungen fokussiert werden. Gerne Anekdoten einbringen, die an sich nicht nötig wären. Aber Beleidigungen sind überhaupt nicht meins, selbst wenn ich mir manchmal an den Kopf greife. Also, was ist jetzt (Achtung, Großbuchstaben, ich möchte jetzt witzig sein 🙂 ) WIRKLICH interessant für den Autor? Wie sehen wir ihn möglicherweise. Der Corna-Blog ist sehr frei. Es arbeiten hier Menschen, die gedudig sind und sich auf uns Kommentatoren einlassen. Ihr überrascht mich oft selbst mit euren Kommentaren und es ist schön von euch Resonanz zu bekommen. Ich fürchte es wird euch nicht gelingen – und das wollt ihr auch gar nicht – uns einzuordnen. Möglicherweise ist unsere Resonanz und eure das, was man „Menscheln“ und voneinander lernen nennt. Was wir Leser einfach zu selten machen: Danken. Immer wieder Danke sagen und es auch meinen. Jeden Tag oder zumindest im Wechsel ein paar Mal die Woche den Dienst tun ist verdammt ermüdend. Manchmal interessant, aber oft auch anstrengend. Egal wie oft das von mir kommt, es ist kein Anbiedern, es ist einfach nur das Wissen, daß ihr nichts für die Arbeit bekommt und sie trotzdem jeden Tag macht. Also, Danke.

„Die erste Besonderheit besteht darin, dass die Blogbetreiber den Lesern gegenüber unerhört großzügig sind“.

Und nur deshalb ist es wohl möglich, dass Gastautoren hier auch mal Beiträge veröffentlichen dürfen, die (obwohl ausgezeichnet geschrieben) eher gehaltarm sind! 😉

Dieser Gastbeitrag hier differenziert zwar wunderbar einzelne Typen von Schreibern/Menschen, doch dies tut die Soziologie und Psychologie schon viel länger und noch sehr viel ausführlicher. Literatur dazu gibt es von hier bis an die Wand.

Dennoch habe ich mir den Beitrag gerne mal durchgelesen, da ich mich gerade nicht besser zu Unterhalten wusste und darüber hinaus den Schreibstil von „R. Rust“ sehr mag.

Mich hat dabei auch nicht sonderlich überrascht, dass der Autor einige „Schreiber-Typen“ nicht erwähnt hat, wie er ja auch schon eingeräumt hat. Das wäre dann wirklich komplett aus dem Ruder gelaufen und irgendwann vermutlich auch auch ermüdend geworden.
Doch ein Typ hätte auf jeden Fall noch mit hinein gehört, meiner Meinung nach;

Nennen wir ihn mal den „Sprunghaften“.
Kurz erklärt handelt es sich hier um einen Typen, der (oder natürlich auch die) sich nicht linear verhält, …sich halt nicht nur an einem Typus festmachen lässt.
Dies hängt nämlich immer auch von der sog. „Tagesform“ ab, und nicht selten auch von der
Art der Person, auf deren Beitrag man antworten möchte.
Habe wenigstens ich schon mehrfach auch bei Anderen beobachten können, wenn sie bspw. vom
„HILFEE-Typen“ zum „HELFER-Typen“ umswitchen; …und dies oft sogar noch am selben Tag.
Anstatt „Sprunghaft“ könnte man also auch „Situationsbezogen“ sagen, aber auch der Typ fehlt im Gastbeitrag; oder ich habe ihn übersehen?

Nur ein Beispiel dafür, warum ich persönlich diesen Gast-Beitrag als „Unterhaltung“ betrachte.
Denn, abgesehen von „Monk“, verhalten sich wohl nur die wenigsten Menschen immer gleich. ^^
Das wäre ja auch TRAURIG, oder?

Man könnte jetzt vielleicht noch darüber Sprechen, wie viele Gastbeiträge (die thematisch nicht
zur Überschrift „Corona“ passen) ein „Corona-Blog“ verträgt?
Da es hier inhaltlich ja aber auch um diesen Blog im Vergleich zu anderen Blogs und die Arbeit der hiesigen Blog-Betreiber geht, warum nicht?
Die „Lorbeeren“ haben sich die hiesigen Betreiber nämlich auf jeden Fall verdient, finde ich! 🙂

Vor den „Corona-Planspielen“ lebte ich bspw. nämlich auch noch in so etwas wie einer kleinen „Bubble“. Ich war zwar schon lange nicht mehr so NAIV, unseren Politikern alles zu Glauben, doch
von der nahezu unendlichen Größe/Tiefe der darin verborgenen Korruptionssümpfe ahnte ich damals auch noch nichts. Im Gegenteil, ich hinterfragte immer häufiger mich selbst, ob ich nicht vielleicht paranoid werde, da ich plötzlich überall nur noch „Verschwörungen“ witterte.

Dieser Blog war damals einer der ersten Seiten, die ich dazu fand. Und sowohl der Blog als auch nicht zuletzt seine ganzen User öffneten mir meine Augen weiter als es mir eigentlich lieb war.

Daher auch von mir noch mal ein herzliches DANKESCHÖN an deren Betreiber. Aber auch an alle
Nutzer. Denn ohne Nutzer kann kein Blog leben, bzw. so gut funktionieren, richtig?
Ein „Zuhause“ würde ich diesen Blog zwar trotzdem nicht nennen, aber für mich persönlich gehört er seit der „Corona-Hysterie“ ein Stück weit zu meinem Leben dazu (auf das ich auch ungern verzichten würde).
Allerdings nehme ich mir aber auch immer mal wieder kleinere Auszeiten. Aber nicht nur vom hiesigen Blog, sondern von allem was mit Corona oder insgesamt mit u.a. unserer sog. „Regierung“ zutun
hat. Denn täglich ertrage ich diesen „Wahnsinn“ nicht.
Diesen Rat möchte ich übrigens jedem Menschen geben, ab und zu mal eine Pause einzulegen.
Einfach nur um das Nerven-Kostüm -und somit die eigene Gesundheit zu schonen. 🙂

Herzliche Grüße

Pschyrembel – Es gibt tatsächlich auch Menschen, die haben kein einziges Psychologie- oder Medizin-Buch je gelesen, aber verfügen über seltene und ausgeprägte psychologische Intuition, Beobachtungs- und Erfassungsgabe.

Das verstehen aber solche nicht, die sich alles mühsam zusammenlesen und lernen müssen. Das sind dann die wandelnden Lexikonauszüge.
Die fand ich auch häufig unter den Impfjüngern. Die kannten jedes Detail des Spike-Proteins, Virus, der letzten Inzidenzstatistik auswendig. Aber sie merkten nicht, dass z.B. die Statistik sehr leicht manipuliert worden sein könnte. Dumm gelaufen….

Ehrlicherweise… ich musste sofort an einen berenteten Lehrer denken, den ich einmal kannte. Er konnte einem mit Trivialitäten gewaltig wortreich auf den Keks gehen.
Ich habe ein Abitur von 1,0. Mein Verhältnis zu Lehrern war nicht so dufte, weil die meisten Lehrer nicht so helle waren und trotzdem Autorität verlangten.
Ich käme nie auf die Idee, einen so langen Beitrag zu schreiben und dann auch noch jedes Fremdwort mit einer Fußnote und Lexikoneintrag zu versehen, als glaubte man sich gerade als Verfasser einer Dissertation.
Zunächst wollte ich mich hieran nicht stören, aber so langsam, auch in Kombination mit manchen Kommentaren hier…
Jedem das seine.

Ich bin ein Freund der Diversität und empfinde diese Sorte Gastbeiträge als Bereicherung, selbst wenn ich nicht jeden lese.

„als glaubte man sich gerade als Verfasser einer Dissertation“

In einer Dissertation hätten die Endnoten allerdings eine ganz andere Funktion: Sie würden die Quellen von Zitaten angeben, die der Doktorand verwendet, um zu zeigen, dass er die schon vorhandene Literatur zum Thema ‚verarbeitet‘ hat und in seiner Doktorarbeit etwas Neues steht.
Einige Politiker haben Anführungszeichen und Quellenangaben in ihren Dissertationen ‚vergessen‘.

Ich bin dann wohl der Rosinenpicker. Allzu oft interessiert mich an einem Artikel eben nur ein Detail, weil mir das interessant und neu vorkommt.
Ich möchte anmerken, dass dies NICHT bedeutet, dass man automatisch den Gesamtinhalt des Artikels nicht erfasst hätte.
Der Autor dieses Artikels ist sicher der Sachbezogene.
Mir fehlt es als Rosinenpicker und eher emotional-lebendig unterwegs seiender Mensch hierbei oft etwas an Emotion und Intuition.
In anderen Fällen wiederum, in denen es mir wirklich um jede Info geht, bin ich sehr dankbar für äußerste Sachbezogenheit.

So ist dieser Blog wohl einfach eine gute Mischung, und so ist es auch genau richtig, finde ich.

Ich empfinde den Corona-Blog durchaus als einen besonderen, und die Arbeit des Teams ist großartig.

Die verschiedenen Beiträge einschließlich der Kommentare haben mir gezeigt, wie viele selbst denkende Menschen es gibt, die sich von den immer und immer wieder seitens der Gesundheits”experten” gepriesenen mRNA-Stoffen nicht überzeugen ließen, die selbst recherchiert haben und dann ihre Entscheidung gegen die Spritzen trafen.

Juristisches wurde von Frau Lescaux für den Laien verständlich gemacht. Wo sonst findet man das? Die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht Betroffenen benennen hier ihre Sorgen, wobei diesbezügliche Mut machende Kommentare leider kaum Trost sein können.

Als Herr F. Rust (Lässt man den Punkt weg, entsteht das Wort Frust – ein zufällig oder absichtlich gewähltes Pseudonym?) zu der Wandlung der Sprache in der Corona-Krise Beispiele genannt hat, fand ich, dass es dazu animieren sollte, grundsätzlich aufmerksam zuzuhören und Texte bewusst zu lesen; ebenso habe ich seinen Beitrag zur Corona-Werbung eingestuft. Sich damit zu beschäftigen, gehört für mich auch zum Informiertsein. Wenn er nun die Kommentatoren in verschiedene Kategorien einteilt, kann man auf diesem Blog auch mal Heiteres mit einem Augenzwinkern lesen ohne jedes Wort ernst zu nehmen. Den Beiträgen zum eigentlichen Thema läuft er damit nicht den Rang ab.

„Als Herr F. Rust (Lässt man den Punkt weg, entsteht das Wort Frust – ein zufällig oder absichtlich gewähltes Pseudonym?)“

In der Beschreibung zum Gastbeitrag (Kopfzeile) steht „R. Rust“ und nicht „F. Rust“.
In den Antworten unter einigen Kommentaren hier, nennt er/sie sich plötzlich
„F. Rust“, so es sich denn um die selbe Person handeln sollte…?!

Vielleicht ein Fehler vom „Blog-Team“ (und bislang übersehen) oder
tatsächlich beabsichtigt?
Fragen über Fragen! 🙂

MfG

Hallo,

das war ganz klar unser Fehler. Das Pseudonym ist „F. Rust“ – wir haben das oben korrigiert. Das „R“ fand seinen Weg ganz ungewollt dahin – das fiel wirklich bislang noch niemandem auf.

Viele Grüße

Felix vom Corona Blog Team

@ Maria Magdalena 21. Juli 2022 um 20:54
„Wenn er nun die Kommentatoren in verschiedene Kategorien einteilt, kann man auf diesem Blog auch mal Heiteres mit einem Augenzwinkern lesen ohne jedes Wort ernst zu nehmen. Den Beiträgen zum eigentlichen Thema läuft er damit nicht den Rang ab.“

Sie sprechen mir aus der Seele!

Leider scheinen sich aber einige Kommentar-Schreiber*innen in dem „Zerrspiegel“ so deutlich zu erkennen, dass sie sich trotz meiner ausführlichen Beschreibung des ‚Anonymisierungsprozesses‘, der Zerrspiegel-Metapher, des Hinweises auf das Karikaturhafte persönlich angegriffen fühlen. Gerade solche ausführlichen Beschreibungen, die einerseits notwendig scheinen (jedoch nicht immer zielführend sind) lassen den Text dann ‚belehrend‘ wirken – was dann genau von diesen Kommentar-Schreibern kritisiert wird.
In einem solchen Kontext macht Ihre Überlegung hinsichtlich des Pseudonyms durchaus Sinn.

Ich bin erstaunt darüber, wie viel Arbeit sich manche Kommentatoren gemacht haben, um den Beitrag bis ins letzte Detail zu analysieren, und wohl die Einzige, die ihn als satirisch formuliert aufgefasst hat. Vermutlich habe ich die von Ihnen genannte “Antenne für Ironie”.

In der Tat!
Und dabei haben Sie Ihren Kommentar auch noch so treffsicher und elegant formuliert – insbesondere auch mit dem letzten Satz Ihres ursprünglichen Kommentars.

Ich fand in diesem blog häufig interessante links, die mich weiter gebracht haben und manche kluge Überlegungen oder Hinweise …

Nun ich finde tatsächlich sehr interessant zu lesen wie sich einiges aus dem Artikel in den Kommentaren wiederspiegelt 🙃

Zu Ihrer Fußnote 8.)

Die in Eric Berne’s „Games People Play“, Kapitel 18: ‚After Games, What ?‘, genannten sind so unerkannt, daß sie vielmehr als eine Ausnahme zu betrachten sind.

„Früher, da ich unerfahren
Und bescheid’ner war als heute,
Hatten meine höchste Achtung
Andre Leute.
Später traf ich auf der Weide
Außer mir noch mehre Kälber,
Und nun schätz‘ ich, sozusagen,
Erst mich selber.“ -Wilhelm Busch

Anfangs sind mir Kommentatoren aufgefallen, die eben nicht unter die Kategorie der „Sachbezogenen“ fallen, sondern jeden beliebigen Beitrag zur Veröffentlichung ihrer persönlichen Meinung oder Links nutzen, die mit dem kommentierten Beitrag nichts zu tun haben.
Eine Zeit lang hat mich das gestört und ich habe es auch begrüßt, dass diese Kommentatoren vom Blog Team angehalten wurden, sich doch zum Thema zu äußern.
Inzwischen bin ich allerdings der Auffassung nicht wissen zu können, was dem einzelnen bei der Lektüre eines Beitrags durch den Kopf geht und musste auch feststellen, dass Kommentare die mit einem Beitrag nicht das geringste zu tun haben durchaus interessante und wertvolle Informationen enthalten können.
Deshalb mein Dank an das Team, das offenbar tatsächlich alle Teilnehmer zu Wort kommen lässt, egal ob der Kommentar oder die Antwort auf einen Kommentar sachbezogen ist, manchmal vielleicht sogar verletzend oder ein wenig doof. Von dieser Vielfalt lebt dieser Blog, was ihn liebens- und lesenswert macht.
So, das war heute mal etwas seriöses.
Herr Rust hat allerdings eine Kategorie vergessen, zu der auch ich mich meistens zähle, nämlich die des Zynikers. Durch diese Zeiten kommt man manchmal nicht anders.

@ Meister Eder (21. Juli 2022 um 10:45)
„Herr Rust hat allerdings eine Kategorie vergessen, zu der auch ich mich meistens zähle, nämlich die des Zynikers.“

Die war mir gar nicht aufgefallen. Wahrscheinlich, weil Sie recht haben, wenn Sie schreiben: „Durch diese Zeiten kommt man manchmal nicht anders.“

Ich hatte jedoch noch andere Typen, die ich aber aus Platzgründen weggelassen habe:
– der Beziehungssuchende, der darüber enttäuscht ist, dass nicht alle Menschen so sind, wie er sie sich wünscht. Und der seine Enttäuschung dadurch zum Ausdruck bringt, dass er ‚den anderen‘ unmissverständlich zu verstehen gibt, dass er sie „unsympathisch“ findet;
– der mimosenhafte Kickboxer, der mit Händen und Füßen ‚austeilt‘, aber die ‚beleidigte Leberwurst‘ spielt, wenn ‚der Getretene‘ sich wehrt.

@Margot Lescaux. Ich möchte mich noch einmal kurz zu Wort melden. Ich empfand die Kommentare von Frau Lescaux als sehr sachlich und oft mit wertvollen juristischen Ansichten/Tipps versehen. Meiner Meinung nach waren sie die am zielführendsten auf diesem Blog. Ich schätze die Kommentare dieser Frau sehr.

@Baschan (21. Juli 2022 um 12:38)
„Ich empfand die Kommentare von Frau Lescaux als sehr sachlich“

Ich nehme an, Sie beziehen sich auf juristische Kommentare von Frau Lescaux.
In dieser ‚Funktion‘ mögen ihre Kommentare sachlich sein; sie mag auf diesem Gebiet als ’sachbezogene Kommentatorin‘ auftreten.
Die kritischen Äußerungen in den Kommentaren hier beziehen sich nur auf ihre Kommentare zu diesem Artikel und auf die Art, wie sie ihren Meinungsstreit mit ‚Lilly‘ in den Kommentaren zu dem Artikel „Gibt es nun Viren oder nicht? austrug.

Ich hätte noch einen : Den Spaßvogel
Lauterbach und Spahn sitzen im Café und lachen sich gerade kringelig.
Kommt ein Gast an ihren Tisch und fragt was denn so lustig sei.
Antwort Lauterbach : Wir planen gerade die nächste Welle. Da werden wir wieder 80 Millionen Bürger einsperren und ein Zebra.
Fragt der Gast : Warum denn ausgerechnet ein Zebra.
Klopft Spahn dem Lauterbach auf die Schulter und feixt :
Siehste, ich habs doch gesagt : Wir sperren die ganze Bevölkerung ein und alle fragen nur nach dem Zebra.

@ Meister Eder (21. Juli 2022 um 18:27)
Nicht schlecht, der Witz!
Wahrscheinlich gibt es bald das erste Büchlein mit Lauterbach-Witzen.
Auch die alten Radio-Eriwan Witze werden wir zum Herbst ‚aufwärmen‘ können, wenn wir ‚für den Frieden‘ und ‚die arme Mutter Erde‘ frieren sollen und wir sonst nichts zum Aufwärmen haben.

Finde Ihren Punkt sehr interessant und teile diese Bewertung. Auch für mich kam bei abschweifenden Diskussionen oft viel Wertvolles rum.

Also mir persönlich geht es in erster Linie immer um Erkenntnisgewinn..Bin ja am Ende der Nahrungskette,was informationen angeht ,solange ich nicht selber in der Forschung tätig bin..
Stelle mich also brav an und sollte erstmal hinterfragen .
Ein anderer Faktor ist natürlich das vermittelte Gefühl ,“ oh ja…bin mit meiner Meinung nicht alleine..gibt Gleichgesinnte..“whatever….natürlich auch wichtig unabhängig vom jeweiligen Thema..
Alles in allem bin ich sehr dankbar ,für all die Mühe ,die sich andere machen ,hier als Blogbetrieber oder anderswo …Wenn es solche Leute nicht gäbe..würde man meist im Dunkeln waten ….
Und damit meine ich auch , eigenen Fehler und falsche Ansichten jederzeit korrigieren gewillt zu sein.
Man hüte sich vor den Dogmatikern…

Vielen Dank bis dato …
und allen Gesundheit…

… Die Kategorisierung der verschiedenen Kommentar – Typen scheint ja viele hier angetriggert zu haben ,wie ich es aus den Reaktionen auf den Gastbeitrag entnehme
Für mich ist es am bedeutungsvollsten , dass es den Typen des Arglosen hier nicht gibt , da stimme ich dem Autor zu . Das zeigt unser aller hohes Niveau . Der Rest ist gesunde persönlichkeitspsychologische Diversität , die dieses Niveau stabilisiert …

Eines muss jedem klar sein. In einem Blog betritt man eine öffentliche Kampfarena, in der die eigene Meinung/Überzeugung mit anderen Meinungen/Überzeugungen mehr oder weniger gekonnt mit unterschiedlichen Waffengattungen verfochten wird. Bei einem polarisierenden Thema geimpft/ungeimpft bei Teilnehmern mit unterschiedlichen Horizonten bleiben Blessuren nicht aus. Das ist eine nüchterne Feststellung. Und am Ende trinken wir amüsiert ein Bier. Noch ein Tipp: Man muss nicht über jeden Stock springen, der einem hingehalten wird.

Das Ziel der bürgerlichen Propaganda besteht darin, vom Wesen des Kapitalismus abzulenken. Und genau das passiert hier!

In den Beiträgen werden genau dieselben Formulierungen verwendet wie in den Staatsmedien. Da wird z.B. die Frage diskutiert ob es Coronaviren überhaupt gibt und dabei komplett ausgeblendet daß hinter all den staatlichen Maßnahmen ganz andere Dinge stecken, nämlich Ausbeutung und Unterdrückung des eigenen u.a. Völker.

Des Weiteren mangelt es sowohl an historischen Kenntnissen als auch an generellen Fachwissen über die politische Ökonomie des Kapitalismus. Kein Privatunternehmer der Welt hat sich zum Ziel gesetzt Menschen zu versorgen, weder mit Lebensmitteln, noch mit Energie, Kleidung und Wohnraum u.a. Dingen des täglichen Bedarf. Ob wir Menschen gesundheitlich versorgt sind ist dem BRD-Staat scheisegal.

Und ja, die Pharmariesen haben ihre Milliardenprofite längst im Säckel noch bevor die erste Dose verimpft ist. Denen ist es völlig Wurscht was mit ihren Impfstoffen passiert und was sie damit anrichten.

Im Übrigen ist vielen auch gar nicht klar was Privatbesitz an Produktionsmitteln wie z.B. Kliniken für die Menschheit bedeutet. Daß der Handel mit Arztpraxen, Kliniken, Organen, Blutkonserven, Intensivbetten und medizinischen Sprezialausrüstungen mit medizinischer Versorgung und gesundheitlicher Fürsorge nicht das Geringste zu tun haben sollte sich jeder mal durch den Kopf gehen lassen.

MFG

@ Erfurt (21. Juli 2022 um 9:10)
„… sollte sich jeder mal durch den Kopf gehen lassen.“

Ich vermute, dass das die Leser dieses Blogs schon gemacht haben, wenn vielleicht auch nicht in dem Maße, wie Sie sich das wünschen.
Aber gönnen Sie uns doch auch mal ein wenig Ablenkung von dem ‚Problemorkan‘, der uns umstürmt – auch wenn wir dabei gelegentlich der ‚bürgerlichen Propaganda‘ erliegen.

@ Erfurt : “ Denn zu „Corona“ kann es nur eine Meinung geben und nicht hundert verschiedene .“
Das sehe ich anders : Ich habe Marx und Engels rauf und runter studiert , bin Kapitalismus – kritisch ohne Ende , aber deswegen zu sagen , es kann ( zu welchem Thema auch immer ) nur eine Meinung geben , halte ich für dialektisch unsinnig :
„Einheit , Kritik , Selbstkritik, Einheit “ , das sind kreative dialektische Prozesse und daher bedarf es unterschiedlicher Meinungen ( Thesen , Antithesen ) , um im höherem Ganzen wieder zusammen zu finden (Synthese) .
Das lehrt uns zumindest der dialektische Materialismus und dies spiegelt sich natürlich auch in der Vielfalt unterschiedlicher Standpunkte hier auf diesem Blog , bzw . in der gesamten Bewegung .
Wenn das nicht funktioniert droht die Gefahr der Spaltung ( Beispiel : Die „linke“ Bewegung in den 60ern / 70ern da kann ich ein Lied von singen , und zwar nicht die Internationale 🙂 ).

„und das passiert hier“ – Was/wo meinen Sie mit „hier“ – hier im System der Bundesregierung – hier im Corona-blog.net – hier mit der Propaganda ?

Da Sie ja besonderen Wert auf Genauigkeit legen, wäre es sehr nett, wenn Sie dann aber auch sprachlich ins Detail gehen und den Lesern hier – eine klare Formulierung bieten würden.

Die Propaganda in Deutschland hat das Ziel die vollkommen irrationalen Gedanken und Ziele eines „great reset“ durchzuziehen. – Ich meine, dass wohl alle hier das wissen und eben mal froh sind, was lesen zu können – wobei mit die vielen Krankheitsfällt schon zu viel sind. Doch für die Neuleser sicher wichtig, dies hier zu finden!

Was in der Pharma/Gesundheit abläuft wissen hier auch alle, also hier im corona-blog.net.

Außerdem sind Sie vom Thema abgewichen. – Gut – mach ich manchmal auch, wenn ich was wichtiges gefunden habe und der Meinung bin, das ist wichtig für alle und zur Erkenntniserweiterung eines Denkprozesses …

MFG

Also vorweg eine Zustimmung…
Corona-blog.net oder Crona ist nicht das Problem ist genial und hat sicher einigen durch die bisher schon gruselige Zeit etwas geholfen.

Die Einkategorisierung von Leuten mag manchen Spaß machen, mir ist es völlig Schnuppe.
Man könnte doch auch einfach sagen, japp habe Vorurteile gegenüber Schreiber x und y.
Und damit ich mich nicht selber oute, weil ich Vorurteile habe verpacke ich die Vorurteile in irgendwelche Päckchen die die Vorurteile selber als etwas höherwertiges aussehen lassen.

Ich hab auch Vorurteile und stehe dazu.
Besonders freue ich mich, wenn meine Vorurteile einfach nicht zutreffend sind.
Ganz oft sind meine Vorurteile aber auch Urteile die kein Weg zurück ermöglichen.
So auch gegenüber Personen der Öffentlichkeit und sicher auch Personen die hier im Blog schreiben.
Ist auch ok für mich und auch ok für andere.

Was solls, alles egal.
Ich halte den Blog hier und auch den Nachbarblog von Sabrina für super und bedanke mich bei allen Beteiligten dafür.
Beteiligte sind auch Personen die kommentieren.
Grüße

Es ist eine nette Spielerei.
Oder?
Fragen:
Ist es irgendwieMi förderlich, Menschen in Schubladen zu stecken?
Ist es anregend, darüber nachzudenken, dass man in immer
gleichen Bahnen denkt?
Hat sich der Blog totgelaufen, dass man auf eine Meta-Ebene wechseln kann?
Kann es ein Anstoss sein, Haltungen zu überdenken?
Wie fühlt sich jemand, der typisiert wird?

@ Mina (20. Juli 2022 um 21:35)
„Es ist eine nette Spielerei.
Oder?“

Ich hoffe allerdings, es ist mehr. Worin dieses ‚mehr‘ bestehen könnte, deuten Sie ja selbst schon an.

„Ist es anregend, darüber nachzudenken, dass man in immer
gleichen Bahnen denkt?“

Ich glaube schon. Vielleicht regt es an, aus der einen oder anderen „gleichen Bahn“ auszubrechen.

„Ist es irgendwie förderlich, Menschen in Schubladen zu stecken?“

Das lässt sich gar nicht vermeiden. Immer wenn wir irgendjemanden charakterisieren, stecken wir ihn in die ‚Schublade‘, die durch das entsprechende Adejektiv bezeichnet wird. Charakterisieren wir ihn als „freundlich“, ist er in der Schublade der Freundlichen, charakterisieren wir ihn als „arrogant“, ist er in der Schublade der Arroganten.
Wenn man Selbsterkenntnis für wichtig erachtet, kann es schon hilfreich sein, wenn man bestimmte Kategorien (‚Schubladen‘) zur Verfügung hat.
Eine weit verbreitete Kategoriserung ist die durch Sternzeichen.

„Hat sich der Blog totgelaufen, dass man auf eine Meta-Ebene wechseln kann?“

Im Gegenteil! Der Blog bietet so viele wichtige und aktuelle Informationen, dass jeder ’nur Informationen Suchende‘ voll auf seine Kosten kommt!
Wer kein Interesse an ‚darüber hinaus gehenden‘ Aspekten hat, der sollte sich meiner Ansicht nach gar nicht mit Artikeln beschäftigen, denen man schon aufgrund der Überschrift ansehen kann, dass es darin nicht hauptsächlich um ‚reine Information‘ geht.

„Wie fühlt sich jemand, der typisiert wird?“

Das kommt darauf an, wie er typisiert wird.
Und ob er über ein gewisses Maß an Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein verfügt.

„„Ist es anregend, darüber nachzudenken, dass man in immer
gleichen Bahnen denkt?“

„Ich glaube schon. Vielleicht regt es an, aus der einen oder anderen „gleichen Bahn“ auszubrechen.““

Das ist auch mein Gedanke. Und ich glaube, dass die Leser von Blogs wie der Corona-Blog über die „persönlichen Ressourcen“ verfügen, über sich selbst nachzudenken. Ist nicht eine der Ansichten, die in „kritischen Kreisen“ seit 2 Jahren immer wieder zu lesen ist, dass die Anderen, die „Schlafschafe“ und „der deutsche Michl“, noch nicht zur Wahrheit aufgewacht seien? Da sollten doch die „bereits Aufgewachten“ fähig sein, sich selbst auf Herz und Nieren zu prüfen.

ich habe soooooo viele Schubladen, das können Sie sich gar nicht vorstellen – wie das geht – ganz einfach – machen Sie eine Ausbildung als Familientherapeut/in, lernen Sie extrem viel – dann kriegen Sie das auch hin

Sehr interessante Analyse, mich hätte es aber nicht gestört wenn man die Namen erwähnt hätte, aber da ist sicherlich jeder unterschiedlicher Meinung. Mit Kritik muss man auch umgehen können. Vielen Dank 😉

Mit Kritik umgehen -heißt nicht immer gleich auch sie verinnerlichen zu können. Letzteres braucht manchmal Zeit für Eigenreflexion.
Und was , wenn es die Kritik selbst ist, die vielleicht unangemessenen ist?

Eine Benennung von Personen/Schreibern wäre aber auch aus einem anderen Grund noch unangebracht.
So wie ich das verstanden habe, handelt es sich hier im einen Querschnitt, und der Gastautor wollte diesen „Querschnitt“ (anhand seiner Beobachtungen/Meinung) widerspiegeln.
Dies ist ihm aber übrigens leider gar nicht so gut gelungen, da er (oder sie?) den Fehler machte, Bezug zu einzelnen Beiträgen zu nehmen, die man sich diese (nebst den entspr. Kommentaren) ja auch noch ansehen kann.

Mit etwas Detektivarbeit könntest Du also Deinen „Sensationshunger“ wenigstens teilweise selbst stillen! ;P

Was lernen wir aus Typisierung – also was kann daraus gelernt werden?

und wer sich traut: Was muss daraus gelernt werden?

Die bunte Mischung macht’s. Danke für Ihre Großzügigkeit, denn ein Kommentar lebt von der Überspitzung. Das ist dem Kommentar eigen. Eigen sollte auch eine gewisse Authentizität sein, auch wenn sie rhetorisch geschliffen ist. Jedoch, ich möchte Kommentare nicht klassifizieren, selbst wenn bei manchen Kommentatoren Muster erkennbar sind. Apropos niedriges Niveau: Ich bin oft angenehm überrascht über den Wortwitz und den Einfallsreichtum in den Kommentaren, mag ich.

@ Andreas Graf (20. Juli 2022 um 19:31)
„Ich bin oft angenehm überrascht über den Wortwitz und den Einfallsreichtum in den Kommentaren, mag ich.“

Ich auch!

Witzig ist auch, daß man auch die Autoren in Kategorien einteilen könnte…
– der Überzeugte: steht zu dem, was er schreibt – und das auch schnörkellos
– der Vorsichtige: gibt als Einleitung erst Mal eine Triggerwarnung und eine Entschuldigung, daß er eventuell Schneeflocken und andere Dauerbeleidigte damit zu Nahe treten kann

Ansonsten gut getroffen.

„– der Vorsichtige: gibt als Einleitung erst Mal eine Triggerwarnung und eine Entschuldigung, daß er eventuell Schneeflocken und andere Dauerbeleidigte damit zu Nahe treten kann“

Genau! Allerdings helfen leider auch die ausführlichsten „Tiggerwarnungen“ und „Entschuldigungen“ nicht immer, wie man an dem Kommentar von Margot Lescaux (20. Juli 2022 um 18:51) sehen kann.

Wow, sind hier alte Rechnungen offen?

Erst so super-souverän und erhaben von der Kanzel, und dann doch so persönlich? …

@ Tills 21. Juli 2022 um 22:00
Ich weiß nicht, ob Sie den Kommentar, auf den ich mich beziehe, gelesen haben und ob sie den als eher „sachlich“ oder eher „persönlich“ einstufen würden.
Da wir die beiden Wörter offenbar in sehr unterschiedlicher Bedeutung verwenden: Ich fand den Kommentar von Margot Lescaux sehr persönlich.
Und ich finde meinen Kommentar – tut mir leid – überhaupt nicht persönlich.
ICH habe weder den Ausdruck „Schneeflocken“ noch den Ausdruck „Dauerbeleidigte“ verwendet.
Ich hätte „von der Kanzel“ herab formuliert: „dass er niemandem zu Nahe tritt.“
Ich habe mit meinem „Genau!“ lediglich dem „sachlichen Gehalt“ Ihrer Aussage zugestimmt, nämlich dass ich mich aus dem von Ihnen genannten Grund auch zu den „Vorsichtigen“ zählen würde.
Der Bezug zu dem öffentlichen, also nicht privaten Kommentar von Frau Lescaux sollte meine Aussage nur illustrieren.

„von der Kanzel“

Ah, eine zweite Berufs-Schublade wurde für mich geöffnet. DIE nachzuvollziehen fällt mir schon etwas schwerer.

„Wow, sind hier alte Rechnungen offen?“
Für diese Frage bin ich nicht der richtige Addressat. Ich begleiche meine Rechnungen in der Regel sofort nach Empfang.

Es war aber auch ein Fehler von Dir, einzelne Beiträge mit ihrer „Überschrift“ sowie einzelne Worte darunter enthaltener Kommentare zu benennen.
Damit hast Du die Anonymität einzelner „Schreiber“ definitiv ausgehebelt, bzw. sogar höchsteigen in den Fokus gerückt.
Und Du hast in Deinem Disclaimer sogar genau dies bereits vorab angekündigt.

Punkt 1.)
„Bestehende Ähnlichkeiten der ‚Typen‘ mit lebenden Kommentar-Schreibern sind … nein: „rein zufällig“ wäre gelogen.“

Bis dahin wäre Dein Disclaimer noch OK, wenn Du halt NICHT auf gewisse Beiträge angespielt hättest!

Punkt 2.)
„Lebende Individuen haben schon eine Rolle gespielt. Aber auf sie wird hier nicht angespielt, um sie ‚vorzuführen‘.“

D.h. also, auf Personen wird schon (absichtlich???) angespielt, nur möchte man/möchtest Du sie halt nicht vorführen?
Oder sollte es ursprünglich heißen „Aber auf diese wird hier keineswegs angespielt, und natürlich soll auch NIEMAND vorgeführt werden.“

Punkt 3.
„Ich benutze die Formulierungen nur, um die ‚Typen‘, die ja durch Abstraktion von allen anderen individuellen Eigenschaften gebildet wurden, zu illustrieren, lebendig zu machen.“

Du schreibst zuerst, dass lebende Individuen durchaus eine Rolle spielen (siehe 2.), schaffst dann aber eine „Abstraktion“ von ihnen, um sie anschließend wieder durch Formulierungen lebendig zu machen?
Wozu denn der Aufwand?
Der würde doch nur Sinn machen, wenn man zuvor EBEN keine Eingrenzungen vornimmt,
und diese sogar noch ankündigt (Punkt 1.), oder?

Übrigens;
Deine Antwort auf „derJH“ hätte auch so ausfallen können:
„Genau! Allerdings helfen leider auch die ausführlichsten „Tiggerwarnungen“ und „Entschuldigungen“ nicht immer“ PUNKT

Was sagt es über DICH aus, dass dort aber noch kein Punkt stand?
Die Antwort darauf gebe Dir bitte selbst, und jeder andere aufmerksame Leser wird vermutlich selbiges tun.

Vielleicht gibt es ja gute Gründe für Dich dies zu tun, die sich mir nicht erschließen? Vielleicht habe ich hier auch etwas oder Deinen „Disclaimer“ völlig falsch verstanden?
Doch puzzelt man ihn auseinander verbirgt sich VORSATZ darin, der durch Deine Ausführungen dann auch arglistig umgesetzt wurde.

Etwas schade, dass Dein Gastbeitrag (der ansonsten gut geschrieben ist), vorab wohlmöglich nicht gut genug überprüft wurde, damit halt so etwas nicht passieren kann!?

MfG

Hallo,

wir wollen nur kurz zu einem Punkt Stellung nehmen:

Damit hast Du die Anonymität einzelner „Schreiber“ definitiv ausgehebelt, bzw. sogar höchsteigen in den Fokus gerückt.

Das ist definitiv nicht der Fall. Selbst wir wissen nicht, wer „Lilly“ ist. Wirklich jeder kann sich so nennen.
Wir sehen darin kein Problem – und haben das auch nicht.

Viele Grüße

Felix vom Corona Blog Team

@ Frank F. 22. Juli 2022 um 5:13
„einzelne Beiträge mit ihrer „Überschrift““

Der einzige Beitrag, auf den dies zutrifft, ist das Zitat von Lilly.
Bei „Lilly“ handelt es sich um jemanden, der keine gültige E-Mail-Adresse hinterlassen hat und dessen Anonymität somit auch nicht aufgehoben wurde.
Da Ihre Argumentation weitgehend auf der falschen Voraussetzung aufbaut, ich hätte Überschriften einzelner Personen in Verbindung mit den von ihnen benutzen Wörtern, verwendet, ist Ihr Vorwurf hinfällig, ich hätte jemandes Anonymität „ausgehebelt“. Außerdem handelt es sich bei den Wörtern, die ich verwendet habe, um Allerweltswörter, die niemanden ‚entlarven‘ würden.

„Was sagt es über DICH aus, dass dort aber noch kein Punkt stand?“

Das sagt über mich aus, dass ich nicht gerne ‚relativ abstrakte‘, unbelegte Aussagen benutze, one sie durch ein konkretes, nachvollziehbares Beispiel zu illustrieren.

„Vielleicht habe ich hier auch etwas oder Deinen „Disclaimer“ völlig falsch verstanden?“

Ich fürchte, ja.

„verbirgt sich VORSATZ darin“

Natürlich! Der Vorsatz bestand darin, einen Text zu schreiben, der ein paar Kommentar-Schreiber typisiert – idealerweise so, dass er Lesern, die eine ‚Antenne‘ für Ironie haben, zum Schmunzeln bringt, andere zum Nachdenken anregt und wieder andere, möglicherweise den einen oder anderen Kommentar zu überdenken.

„der ansonsten gut geschrieben ist“

Danke.

„vorab wohlmöglich nicht gut genug überprüft wurde“
Doch. Tut mir leid, dass die Überprüfung nicht zu einem für Sie befriedigenden Ergebnis geführt hat.

Es fühlte sich aber nicht eine Person angesprochen (oder gar angegriffen), die sich hier „Lilly“ nennt (oder genannt hat), sondern eine ganz Andere, richtig?

Wenn dies nicht Beabsichtigt gewesen sein sollte, frage ich mich warum es trotzdem passiert ist?
Denn der Fehler liegt doch eher selten bei nur 1 Person, meiner Erfahrung nach.

„Das sagt über mich aus, dass ich nicht gerne ‚relativ abstrakte‘, unbelegte Aussagen benutze, ohne sie durch ein konkretes, nachvollziehbares Beispiel zu illustrieren.“

Diese Person ist aber kein Beispiel sondern eine halt Person (ein Mensch).
Damit, sie als „illustratives Beispiel“ zu nutzen, zerrt sie in ein Licht in dem sie vielleicht gar nicht stehen möchte.
Als Wort gewandter Mensch hätte man so etwas auch nicht nötig; …es sei denn man hält die Leser seiner Zeilen entweder für „Unaufmerksam“ oder seine eigenen Aussagen als zu unverständlich.

Was wäre an Deinem Satz (Zitat)…
„Genau! Allerdings helfen leider auch die ausführlichsten „Tiggerwarnungen“ und „Entschuldigungen“ nicht immer,“
…bis zum Komma unverständlicher sein können, als mit dem Zusatz NACH dem Komma?

Warst Du einfach zu bequem einen „WEIL-Zusatz“ mit eigenen Worten zu formulieren?
Stattdessen nimmst Du einfach einen beliebigen „Nutzer“ daher, benennst ihn/sie namentlich (und sogar das Datum und die Uhrzeit seines/ihres) Kommentars?
Oder was ist/war der Grund dafür?

Ob in der Kunst oder in anderen Bereichen des Lebens:
Illustrieren darf man stets gerne; …aber möchte man Personen in seine Illustrationen (egal ob in Schrift oder Bild) mit einbeziehen, fragt man vorher um Erlaubnis!
Hast Du dies getan?

Falls nicht, kann man „Kreativität“ walten lassen, was zugegeben mehr Zeit und Mühe kostet! 😉

Und ob Dir leid tut, dass die Überprüfung Deiner Texte nicht zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist, stelle ich vorsichtig infrage.
Ich sage übrigens immer was ich Denke, entschuldige mich aber auch ohne mit der Wimper zu zucken, so ich mich irren sollte! 😉

Übrigens, ich bitte um Verzeihung, …für meine „Duzerei“!
Mir ist erst jetzt aufgefallen das Du mich siezt. Du darfst mich natürlich auch Duzen.
Online ist das sogar fast schon ein „unausgesprochenes Gesetz“, …aber ich möchte Dich natürlich zu nichts drängen.
Falls Du das nicht annehmen möchtest, illustriere Doch einfach alle meine Du’s, die in der Vergangenheit (oder ggf. Zukunft) noch an Dich gerichtet wurden/werden als ein „SIE“ oder „Ihnen“, wie es halt gerade passt.
Sollte ja kein Problem für jemanden sein, der quasi die „Illustration“ ohne Kompromisse lebt, oder? 😉

MfG

„Es fühlte sich aber nicht eine Person angesprochen (oder gar angegriffen), die sich hier „Lilly“ nennt (oder genannt hat), sondern eine ganz Andere, richtig?
Wenn dies nicht Beabsichtigt gewesen sein sollte, frage ich mich warum es trotzdem passiert ist?“

Wer sich wovon angegriffen fühlt, kann ich nicht beantworten. Das müsste schon derjenige tun, der sich angegriffen fühlt.
Ich kann für mich nur sagen – und das habe ich in meinem Beitrag auch deutlich gemacht – dass ich NICHT beabsichtigte, irgendjemanden anzugreifen.

„Denn der Fehler liegt doch eher selten bei nur 1 Person, meiner Erfahrung nach.“

Ich würde eher von einem Missverständnis sprechen als von einem Fehler. Missverständnisse treten in der Kommunikation zu Hauf auf. Häufig werden sie gar nicht bemerkt, weil jeder das aus einer Äußerung ‚heraushört‘, was er hören ‚will‘.

„Diese Person ist aber kein Beispiel sondern eine halt Person (ein Mensch)“

Ja, das bin ich ja! Ich zerre mich ja in meiner Antwort auf Ihre Frage ‚ins Licht der Öffentlichkeit!

„Was wäre an Deinem Satz (Zitat) […] bis zum Komma unverständlicher“

Gar nichts. Habe ich auch nicht behauptet.

„Stattdessen nimmst Du einfach einen beliebigen „Nutzer“ daher, benennst ihn/sie namentlich (und sogar das Datum und die Uhrzeit seines/ihres) Kommentars?“

Die Illustration bezieht sich doch gar nicht auf „Lilly“ und andere habe ich doch gar nicht mit Namen oder anderen Daten genannt!

„(oder ggf. Zukunft) noch“

Um ein ‚Spiel‘, das man nicht gewinnen, nicht zu verlieren, gibt es nur eine Lösung: Es nicht (weiter)zu spielen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute für die Zukunft.

Oha! Ich glaube, Sie haben noch jemanden vergessen. „Der Arrogante“. Das ist derjenige, der seine Mitkommentatoren unter das psychologische Vergrößerungsglas zerrt und sich ungefragt das Recht herausnimmt, fremde Menschen zu definieren. Und diese Definitionen auch noch herauszuposaunen. Wie war das: „Ziehen Sie sich die Jacke ruhig an, wenn sie passt.“ Und dann gibt es Dinge, die sind nicht nur übergriffig, die sind obendrein unverschämt und überflüssig. Ich meine die Tatsache, dass Sie ein Zitat von „Lilly“ namentlich gekennzeichnet zweimal in Ihren Artikel eingebaut und es dann noch mit dem genannten Zitat von Spinoza kommentiert haben. Ich gehörte weiß Gott zu denjenigen, die Anlass hatten, sich von L. mehrfach gelangweilt zu fühlen. Habe also keinen Grund, als ihre Verteidigerin aufzutreten. Trotzdem finde ich dieses Hereinzerren ins „Lichte der Öffentlichkeit“ jetzt nach mehreren Wochen Ruhe als unelegantes überflüssiges Nachkarteln.

Margot Lescaux sagt: 20. Juli 2022 um 18:51

„dass Sie ein Zitat von „Lilly“ namentlich gekennzeichnet […] haben“

Der Name „Lilly“ war ein ‚Künstlername‘. Wie ich dem Kommentar der Blogbetreiber entnehmen konnte, hat ‚Lilly‘ nicht einmal eine korrekte E-Mail-Adresse angegeben. Daher ist die Sorge, dass ‚Lillys‘ Privatspäre verletzt wurde, unbegründet.
Wie ich sehe, wirkt der ‚zweite Köder‘, der damals ausgeworfen wurde, bis heute nach.

Wie derJH richtig schreibt, gehöre ich zu den „Vorsichtigen“:
„der Vorsichtige: gibt als Einleitung erst Mal eine Triggerwarnung und eine Entschuldigung, daß er eventuell Schneeflocken und andere Dauerbeleidigte damit zu Nahe treten kann“

Wie man an Ihrem Kommentar sieht, haben meine „Triggerwarnung“ und meine „Entschuldigung“ nicht bei allen Lesern den gewünschten Erfolg gehabt.

„Habe also keinen Grund, als ihre Verteidigerin aufzutreten.“

Wozu dann also diesen ‚ grundlosen‘ Kommentar?

„dieses Hereinzerren ins „Lichte der Öffentlichkeit““

Ich habe das Zitat der anonymen Kommentar-Schreiberin nicht aus einem Privatbrief ‚ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt‘, sondern von einem Blog zitiert, der die ganze Zeit über ‚im Licht der Öffentlichkeit steht‘!

„nach mehreren Wochen Ruhe“

Ich nehme an, dass wir „die Ruhe“ auf die gleiche Ursache zurückführen.

Ob meine Kommentare „grundlos“ sind oder nicht, das überlassen Sie mal schön mir. Was war denn der „gewünschte Erfolg“ Ihrer „Triggerwarnung“ Dass niemand SIE zu kritisieren wagt? Leute, die andere Menschen ungefragt mit ihren Analysen und Definitionen überziehen und sich mit einer Vorab- oder Nachher-Entschuldigung auf das Podest „war nicht so gemeint“ zurückziehen, sind mir unsympathisch. Das ist so ein schaler Versuch des Mundtot-Machens. Im Eifer des Gefechts im Kommentarbereich ist das was anderes. Man sagt was, der andere reagiert ein bißchen angefressen und dann glättet man die Wogen, zieht sich ein bißchen zurück. Denn so wars vielleicht nicht gemeint. Damit es keine Missverständnisse gibt: ich habe das so gemeint. Ich halte Sie für übergriffig.

@Margot Lescaux (20. Juli 2022 um 22:34)
„Ob meine Kommentare „grundlos“ sind oder nicht, das überlassen Sie mal schön mir.“

Selbstverständlich! Nie würde ich mich erdreisten, Ihnen ‚Grundlosigkeit‘ zu unterstellen.
Ich hatte Ihren Text nur ernst genommen. SIE haben geschrieben: „Habe also keinen Grund, als ihre Verteidigerin aufzutreten.“
Ich war davon ausgegangen, dass „keinen Grund haben“ und „grundlos“ die gleiche Bedeutung haben.

„Was war denn der „gewünschte Erfolg“ Ihrer „Triggerwarnung“ Dass niemand SIE zu kritisieren wagt?“

Nein. Dass sich sehr ‚empfindsame Seelen‘, von denen es in unserer gegenwärtigen ‚woke-Kultur‘ ja sehr viele gibt, nicht unbeabsichtigterweise ‚beleidigt‘, verletzt‘, o.ä. fühlen.
(Wie ich in dem Artikel auch ausführlich geschrieben habe.)

„Leute […] sind mir unsympathisch.“

Ich hatte in meiner Typologie noch den Typ „Beziehungssuchende“. Den habe ich aus Platzgründen weggelassen.

„ein schaler Versuch des Mundtot-Machens.“

Das würde ich nie versuchen, weil ich weiss, dass dies bei bestimmten Kommentar-Schreibern ein aussichtsloses Unterfangen wäre.

„Damit es keine Missverständnisse gibt: ich habe das so gemeint. Ich halte Sie für übergriffig.“

Das habe ich schon in Ihrem ersten Beitrag verstanden. Ich weiß nicht, welche ‚Jacke Sie sich angezogen‘ haben, aber sie scheint auf jeden Fall zu passen.

Nur, falls es Ihnen selbst nicht auffallen sollte:
Sie, F. Rust oder Gastautor, Sie bedienen wirklich all Ihre „Schubladen“, so gerne Sie sich selbst aber nur in der des „Vorsichtigen“ sehen wollen.

Damit möchte ich auch zum Ausdruck bringen:
Ihre Antworten hier sind ja noch überheblicher als es Ihr Gastbeitrag vermag zu sein.
Aber jedem das seine.

Ja, ein wenig erinnert es schon an ehemalige Lehrer. Aber nehmen wir es entspannt, man kann ja lesen oder es lassen.

Ich schätze Ihre Beiträge außerordentlich, Frau Lescaux, das an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gesagt. Sie sind oft die klügsten, differenziertesten und inhaltlich oft zudem sehr hilfreich. Vielen Dank.

Und an alle anderen: Unsere Kommentare sind genauso amüsant, sympathisch, anregend, manchmal auch einfach nur banal.

Wir sind hier in keinem Wettbewerb, also alles gut.
Wir machen das ALLE in unserer Freizeit.

1..)Weil es ganz einfach alter Käse ist ,der ganz tief unten im Mülleimer liegt.

2..)Weil sich so mancher Akteur im Viren thema auch nicht mit ruhm bekleckert hat.

Ich denke nicht die Persönlichkeitsrechte der realen „Lilly“ sind entscheidend. Die Erwähnung und das Zitat geben der Person die dahintersteht unnötige Aufmerksamkeit.

Zur Klassifizierung: Das sind die Stellen, an denen ich niemals kommentiere, weil ich diese Streitereien völlig überflüssig finde und damit nichts zu tun haben will. Das wird das einzige Mal sein, daß ich es doch mache, bewusst auf keinen Einzelnen hier eingehend. Man triggert Beleidigungen und Duskussionen, die zu nichts führen, wenn man sich an so was anhängt. Nur meine Meinung. Die wird so stehen bleiben, denn egal was noch an Antwort kommt, ich lasse mich darauf nicht ein.

„Das was Paul über den Peter sagt, sagt mehr über den Paul aus als über den Peter.“

Ein sehr schönes und natürlich bestens zutreffendes Zitat. Nur schade, dass es von einem Philosophen in 1600 und nicht von einem Kommentator in 2000 ist 😀

Sie schreiben in Ihrem Gastbeitrag, wohlbemerkt, dass Sie hier auch als fleißiger Kommentator unterwegs sind, dass Sie sich auf diesem Blog hier „Zuhause“ fühlen.
„Zuhause“ ist ein starkes Wort. Auch eines der emotionalsten Bezeichnungen. Deshalb wundert mich Ihre Idee und Ihr Bedürfnis doch sehr, all diese Menschen in sozusagen Ihrem „Zuhause“ derart analysieren und kategorisieren zu wollen.
Die eigenen Familienmitglieder oder jene Mitlebenden in einem „Zuhause“ derart analysieren und einkategorieren zu wollen, das ging meines Wissens immer schwer nach hinten los. Sorgt so gut wie nie für Harmonie, und auch nur in den seltensten Fällen für ein besseres Verständnis und Miteinander.

Aber zurück zum tollen Zitat,
zu „Paul“, der ja etwas über „Peter“ sagt, und dabei sehr wahrscheinlich ungewollt mehr über sich selbst verrät (als ihm lieb ist).
Zumindest denke ich, dass der Philosoph genau das damit meinte. Könnte auch anders sein 😉
Würden nun „Paul“ und „Peter“ zusammen in einem „Zuhause“ leben, könnte man dann vielleicht den „Paul“ als „Nestbeschmutzer“ sehen können?
Bin mir da absolut unsicher,
aber hoffe auf die fachmännischen Sachkenntnisse des Autors 🙂

Ich sehe das nicht so , in jedem gut- gemeinten kann man auch ein Haar in der Suppe finden… ich unterstelle ihm da nichts bösartiges. Ich finde es toll,dass sich jemand überhaupt Gedanken darum gemacht hat. Wir sind zwar anonym, aber hinter jedem Kommentator steckt ein Mensch. Manchmal versuche ich auch mir dahinter den Menschen vorzustellen. Und unbewusst analysieren wir auch unsere engsten Verwandten oder im nahen Umfeld, ich zb habe früher und auch heute noch gerne Menschen beobachtet , vor allem ihre Körpersprache.

@Michi4711 (20. Juli 2022 um 17:57)
„Nur schade, dass es von einem Philosophen in 1600 und nicht von einem Kommentator in 2000 ist“

Ich fand es gerade gut zu zeigen, dass es schon im 17. Jahrhundert (und sicherlich auch schon früher) Menschen gab, die solche psychologischen Einsichten hatten.
Und daran erkennt man auch, dass sich die Natur des Menschen in ihrer psychologischen Grundstruktur nicht wesentlich verändert zu haben scheint.
Deshalb wollen ja die ‚Revolutionäre der 4. Industriellen Revolution‘ auch einen ’neuen Menschen‘ erschaffen (wie Stalin, Hitler und andere schon vor ihnen).

„all diese Menschen in sozusagen Ihrem „Zuhause“ derart analysieren und kategorisieren zu wollen.“

Wie derJH (20. Juli 2022 um 19:18) richtig schreibt, gehöre ich zu den „Vorsichtigen“:
„der Vorsichtige: gibt als Einleitung erst Mal eine Triggerwarnung und eine Entschuldigung, daß er eventuell Schneeflocken und andere Dauerbeleidigte damit zu Nahe treten kann“

Wie man an Ihrem Kommentar sieht, haben meine „Triggerwarnung“ und meine „Entschuldigung“ nicht bei allen Lesern den gewünschten Erfolg gehabt.

„„Zuhause“ ist ein starkes Wort. Auch eines der emotionalsten Bezeichnungen.“

Im Prinzip haben Sie recht. Allerdings habe ich den Ausdruck extra in Vorbehaltszeichen (einfache Anführungszeichen) gesetzt, um genau diese Deutung des Ausdrucks zu vermeiden.

„Würden nun „Paul“ und „Peter“ zusammen in einem „Zuhause“ leben, könnte man dann vielleicht den „Paul“ als „Nestbeschmutzer“ sehen können?“

Ich würde das eher so sehen: Jeder, der etwas sagt, gibt auch etwas über sich selbst kund. Bei längeren Äußerungen zum Beispiel seine örtliche Herkunft, seinen Bildungsstand sowie bestimmte charakterliche Merkmale, zum Beispiel, ob er eine ‚Antenne‘ für scherzhaftes Sprechen hat oder nicht. Ich bin in den bisherigen Kommentaren als „arrogant“ und „vorsichtig“ charakterisiert worden. Soll ich mich deshalb als „analysiert“, ‚definiert‘, ‚kategorisiert‘ oder Ähnliches sehen?
Nicht, wenn ich die ‚Einleitung‘ zu meiner Typologie gelesen (und verstanden) habe.

„hoffe auf die fachmännischen Sachkenntnisse des Autors“

Ich wiederum hoffe, Ihren Erwartungen gerecht worden zu sein und die Harmonie unter den Kommentar-Schreibern nicht gestört zu haben.
Falls doch, wäre das eine unbeabsichtigte Folge, die ich sehr bedauern würde.

Hallo F. Rust,
einleitend gab es vom Blog-Team den Hinweis auf deinen Gastbeitrag „Die mRNA Impfstoffen- kritische Bewegung darf sich nicht spalten“. Den Beitrag selbst und die sich anschließenden Kommentare halte ich für lesenswert.
Du selbst agierst dort laut Blog unter dem Pseudonym F. Rust oder als „Autor des Gastbeitrages“. Leicht verwirrend kommt aber schlußendlich ein Akteur namens D. Bumke hinzu, der die Blogmannschaft fragt, ob ein in Aussicht gestellter Gastbeitrag mit dem Thema „Gibt es nun Viren oder nicht? Warum diese Frage unsinnig ist.“ publizierbar sei. Ich frage mich daher, ob du unter diesen Rusts und Bumkes als einzelne Person zu verorten bist. Ich hoffe nicht, und Kollege Bumke hatte nur angedacht, was du letztlich dem Blog hast zukommen lassen.
Ansonsten -falls meine Annahmen stimmen- ergänze ich deine Kommentatorenkategorien um den Begriff des Verschleierungsraffinen, zu denen du dich dann selbst rechnen darfst.
Dir dennoch weiterhin inspirierende Momente mit den besten Grüßen
Thomas Bentzien

@ Thomas Bentzien 22. Juli 2022 um 0:54
„Verschleierungsraffinen, zu denen du dich dann selbst rechnen darfst.“

Ich würde jemanden nur dann zu diesem Typ rechnen, wenn er einen Schleier über sein Pseudonym hängt, um zu verhindern, dass das Pseudonym als solches erkannt wird.
Der Corona-Blog hat jedoch von Anfang an deutlich gemacht, dass es sich um ein solches handelt.
Dass Pseudonyme in der heutigen Zeit leider angeraten scheinen, werden Sie nachvollziehen können, wenn Sie das im Artikel angeführte Zitat vom Eva Herrmann-Kanal gelesen haben.

„ein in Aussicht gestellter Gastbeitrag mit dem Thema „Gibt es nun Viren oder nicht?“

Wie ich einem Beitrag von urologist_unshippedopen (wahrscheinlich auch ein Pseudonym, oder?) entnehmen konnte, gab es anscheinend mehrere Blog-Leser, die sich unter diesem (oder einem ähnlichen Titel) zu Wort melden wollten.
Ansonsten halte ich es mit der unter ‚uns Geheimdienstlern‘ gängigen Aussage “ “I can neither confirm nor deny”.

Hallo F. Rust,
danke für deine Gedanken.
Mir bleibt dennoch schleierhaft, warum man auf einem Blog -als ohnehin anonym auftretende Person- mehrere Pseudonyme verwendet.
In der Hinsicht kannst du mich wiederum in die Kaste der naiv Arglosen implementieren, weil ich hier tatsächlich unter meinem richtigen Namen firmiere und es mir ziemlich Latte ist, Mißbilligung zu verursachen, wenn mein Geschreibe nicht jedem oder jeder nachvollziehbar erscheint.
In einer kreativen Stonerrunde könnte bei Morgendämmerung tatsächlich der Vorschlag kommen, das kürzlich geborene Kind wird „Unshippedopen“ heißen. Herr und Frau Urologist stimmen zu und jetzt haben wir den Salat. Pseudonym oder Nichtanonymität?
Nichts für ungut und letztlich sehe ich es wie Maria Magdalena auch von der satirischen Seite.
Geheime Grüße
Thomas Bentzien

„Sorgt so gut wie nie für Harmonie“. Soll es wahrscheinlich auch nicht. Es gibt Menschen, die sticht der Hafer, die provozieren gerne, um sich dann mit verschränkten Armen zurückzulehnen und sich interessiert anzuschauen, was sich entwickelt. Werden sie kritisiert, kommt ein „huch, war doch nicht so gemeint“, gefolgt von der nächsten übergriffigen Analyse.

„…gefolgt von der nächsten übergriffigen Analyse.“
😂 Ja, so liest es sich mir auch, besonders nach der Antwort ☔ Nicht aufregen, einfach an das Zitat aus dem 17. Jahrhundert denken, diese „Pauls“ sterben eben nicht aus 🤣

Absolut richtig! Sehe das genauso. Das macht nur jemand, der von sich selbst ablenken muss bzw. sich selbst auf Kosten anderer profiliert, indem er sozusagen „die Puppen“ (andere Menschen) „tanzen“ lässt und mit seinen „superschlauen“ und gönnerhaften Beiträgen in einer durch ihn selbst provozierten Inszenierung andere Menschen vorführt.

Wer auch immer sich hinter F. Rust verbirgt, ich hatte bei seinen Beiträgen von Anfang an kein gutes Bauchgefühl.

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